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Lenze stellt Open Automation Platform Nupano vor

Softwaretechnologie und Digitalisierung
Lenze stellt Open Automation Platform Nupano vor

Lenze stellt die neue Open Automation Platform Nupano vor. Sie bietet neue Perspektiven für moderne Softwaretechnologie und Digitalisierung für Maschinen- und Anlagenbauer. Sie bekommen dadurch die Möglichkeit, sich durch digitale Zusatzangebote zu differenzieren und so neue Erlösquellen zu erschließen.

» Ines Oppermann, Head of Trade Press and Social Media, Lenze

Lenze-CEO Christian Wendler sitzt im Auditorium. Er hatte schon seinen Auftritt auf der Jahrespressekonferenz, konnte Rekordumsätze im Jubiläumsjahr vermelden, ein zweistelliges Wachstum steht in den Büchern von Lenze – trotz Covid19 und abgebrochenen Lieferketten. Auf der Bühne: die beiden jungen Kollegen Annekatrin Konermann und Werner Paulin. Sie verkörpern eine neue Generation des Automatisierers und präsentieren die Open Automation Plattform Nupano – die erste Plattform aus dem Hause Lenze, die auch eine Antwort auf eine neue Generation in der Industrie ist – mehr Python statt IEC.

„Ich bin Elektrotechniker, habe die Glanzzeiten der Automatisierung miterlebt, neue Technologien, immer mehr Wachstum. Als junger Ingenieur dachte ich: Das geht immer exakt so weiter. Tut es aber nicht. Daher brauchte ich ein neues Bild, ein neues Ziel und musste mir Partner im Unternehmen suchen, die den Weg mitgehen“, erklärt Wendler angesprochen auf die Frage, wie das Unternehmen den Kulturwandel vom hardwarelastigen Antriebsspezialisten zur Digital Company geschafft hat. Er und sein Führungsteam haben sich in den letzten Jahren viele neue, auch externe Ideengeber, junge Menschen ins Team geholt. Nupano ist ein Ergebnis davon.

Die Sehnsucht der Maschinenbauer

„Wir verheiraten die OT und die IT. Und glauben Sie mir, es wird eine glückliche, lohnenswerte Verbindung. Lenze kann seinen Kunden Lösungen als One-Stop-Shop anbieten. Wir entwickeln gemeinsam digitale Geschäftsmodelle mit Kunden und implementieren diese im digitalen Zwilling und vor Ort. Und wir bringen auch Hardware-Komponenten sowie unser Domänenwissen mit ein“, erklärt Wendler.

Die Open Automation Plattform Nupano soll Maschinen- und Anlagenbauern dabei helfen, sich durch digitale Zusatzangebote zu differenzieren. Sie bietet einen Raum für digitale Innovationen auf Maschinen- und Anlagenebene und schafft den Zugang zu neuen Geschäftsmodellen. Viele Unternehmen wollen digitale Geschäftsmodelle für ihre Maschinen und Anlagen. „Das zieht sich durch alle Branchen, von der Intralogistik bis hin zur Linien-Automatisierung“, berichtet Werner Paulin. „Die Ideen sind oftmals schon da, aber es mangelt an Wissen, an Fachkräften und in manchen Fällen am Technologieverständnis für neue Geschäftsmodelle.“

Schnell verheiratet

„Wir wollen dem Kunden einen ökonomischen Mehrwert liefern. Den vermissen viele Maschinen- und Anlagenbauer im Markt, insbesondere, wenn es um die Digitalisierung geht. Unsere Kunden fordern von einer Plattform einen Wettbewerbsvorteil und wollen nicht nur Commodity-Apps runterladen. Als Basis-Set liefern wir sofort ein Life-Cycle-Management der Apps mit und setzen auf offene IT-Standards. Commodity- Apps gibt es obendrauf. Diese Baukastensystematik ist ein großer Vorteil unseres Ansatzes“, ist Wendler überzeugt.

Im Maschinen- und App-Management sind firmeninterne Applikationen sowie öffentliche Softwarebausteine beheimatet. Vorreiterunternehmen, die schon eigene Apps entwickelt haben, können diese direkt auf die Plattform bringen. Der offene Standard macht das möglich. Applikationen lassen sich auf der Plattform gemeinsam testen, es entstehen beim Kunden ein Release-Workflow und eine Life-Cycle-Strategie für dessen gesamten Maschinen- und Anlagenpark.

Entscheidend für den Erfolg sei, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ohne IT-Fachwissen, die Anwendungen nutzen und sogar implementieren, erweitern und aktualisieren können. Deshalb legten die Entwicklerinnen und Entwickler einen besonderen Fokus auf die UX der Plattform. Auf Nupano findet der Kunde jetzt beides – die Applikationen und die Übersicht seiner Maschinen als digitale Zwillinge. Praktisch per Drag ’n’ Drop verheiratet der Anwender so die OT mit der IT-Welt. „Wir müssen die Softwarebausteine einfach und effizient in über 1000 oder mehr Maschinen pro Jahr bringen, sonst liefern wir keinen Mehrwert für den Kunden“, unterstreicht Paulin. Über den digitalen Zwilling im System gelangen die Anwendungen in einen Industrie-PC. Dort werden die Anwendungen von der Runtime ausgeführt.

„Das Feedback aus den Gesprächen mit unseren Kunden ist sehr positiv. Viele haben nach einer solchen Plattform gesucht“, ist Paulin stolz. Auch der CEO lobt sein Team. „Wir und unsere Kunden müssen viel mehr Kontakt halten zu unseren jeweiligen Kunden. Das machen uns die großen Hyperscaler und E-Commerce-Unternehmen vor. Auch dafür braucht man eine Plattform. Dann können wir gemeinsam schnell Ideen weiterentwickeln“, unterstreicht Wendler. Und die Branche?

„Die besten Zeiten der Automatisierung stehen uns noch bevor. Wir alle realisieren gerade, was es beispielsweise heißt, Energie sparen zu müssen. Ohne Automatisierung, ohne Elektrotechnik und IT werden wir nicht auskommen. Wir sprechen über DC-Netze, über Vernetzung von Energiesystemen und Maschinen und über weniger Verbrauch durch intelligente Steuerung. Gleichzeitig muss Automatisierung noch einfacher und intuitiver werden, denn Engineering-Zeit wird noch kostbarer werden, weil uns Fachkräfte fehlen.“



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