Sicherheit

Lichtgitter von Pilz sichern Ladebereich bei Tanner ab

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Der Schweizer Maschinenbauer M. Tanner sichert seine tonnenschweren Kippvorrichtungen mit Lichtgittern von Pilz ab. Die standardisierten Automatisierungsprozesse schätzen auch die Kunden.

Martin Oertig
Verkaufsingenieur, Pilz Schweiz

Bis zu 85.000 Behälter pro Stunde produzieren leistungsstarke Streckblasmaschinen. Bei solch hochgradig automatisierten Anlagen hat das Auge keine Chance, einzelne Prozessschritte oder Details zu fixieren. Der Weg von der sogenannten Preform über das Aufblasen bis zur final befüllten und transportfertig verpackten PET-Flasche ist vielschichtig. Wer wie der Schweizer Maschinenbauer M. Tanner modular aufgebaute Zuführlinien für Hersteller industrieller Abfüllanlagen baut, muss bei Tempo, Prozess- und Qualitätsvorgaben mithalten können.

M. Tanner sichert Ladebereich mit Lichtgittern von Pilz ab

Preforms sind wenige Zentimeter lange Rohlinge, die zu tausenden in großen Transportboxen angeliefert werden. In diesem Produktstadium deutet nur das typische Schraubgewinde darauf hin, dass daraus einmal PET-Flaschen in unterschiedlicher Form und Größe werden. Die erste Aufgabe besteht darin, die Rohlinge dem Prozess zuzuführen. In der Praxis haben sich laut des Spezialisten im ersten Schritt kippbare Boxen in unterschiedlicher Größe bewährt. Diese inklusive ihrer Fracht bis zu 1 t schweren Kippmulden werden in eine Vorrichtung gefahren, die den Inhalt über eine Hub-Drehbewegung in einen Auffangbehälter oder auf ein Zuführband schüttet.

Um die Abläufe effizient zu gestalten, muss der Ladebereich einerseits frei zugänglich, aber mit Beginn des Hubvorgangs zuverlässig gesichert sein. Zur Absicherung des Kippbereichs nutzt der Anwender Lichtgitter vom Automatisierer Pilz aus Ostfildern. Zum Einsatz kommen Typ-3-Lichtgitter für Anwendungen bis PL d gemäß der Norm EN/IEC 61496-1. „Wir pflegen seit einigen Jahren eine enge Kooperation mit Pilz. Pilz konnte uns frühzeitig das Typ-3-Lichtgitter für Anwendungen bis PL d zu einem fairen Preis anbieten. Wir wurden sehr gut beraten, haben das erste Set ausgiebig getestet und sind dabeigeblieben“, erklärt Marco Tanner, CEO von M. Tanner. Heute setzt Tanner zusätzlich die neuen, bis 50 g schockresistenten Lichtgitter PSENopt II von Pilz ein.

Standardisierte Absicherung als Mehrwert für Betreiber und Kunden

„Unsere Zuführanlagen bieten neben der Auslegung, Sortierung und Grundinspektion je nach Bedarf ein breites Set an Prozessmodulen wie Soft-Handling, bodennahe Sortierung, ein weltweit einzigartiges Überkopf-Reinigungsverfahren, optionale Kamerainspektion sowie UVC-Bestrahlung“, erläutert Marco Tanner. Für Sicherheit im Schaltschrank der Preform-Lines sorgen die vielseitig konfigurierbaren Kleinsteuerungen PNOZmulti 2 und die Kompaktsteuerungen PNOZmulti Mini des schwäbischen Automationsspezialisten. PNOZmulti Mini überwacht Sicherheitsfunktionen wie Not-Halt, Schutztüren und Lichtgitter. Mit der einfach zu bedienenden Konfigurationssoftware PNOZmulti Configurator sind die benötigten Funktionen rasch am PC erstellt, die fertige Konfiguration gelangt über eine USB-Schnittstelle auf die Chipcard des Basisgeräts. So lassen sich ganze Konfigurations-Sets schnell auf PNOZmulti Mini-Basisgeräte anderer Preform-Lines transferieren. PNOZmulti 2 überwacht zudem weitere Sicherheitsfunktionen wie etwa die codierten Sicherheitsschalter der Türen und Klappen, die Sicherungsbolzen sowie die Not-Aus-Taster.

„Unsere Kunden wissen, dass Sie mit unseren Anlagen standardisierte Sicherheitslösungen mit einem hohen Maß an Zuverlässigkeit erhalten. Ein Mehrwert, den Betreiber und Bediener zu schätzen wissen“, freut sich CEO Tanner.


Der Anwender

Das mittelständische Unternehmen M. Tanner mit Sitz im schweizerischen Illnau beschäftigt weltweit über 60 Mitarbeiter. Es begann vor mehr als 40 Jahren mit der Konstruktion von Baugruppen für den Maschinenbau. Heute ist die AG Komplettanbieter für ganzheitliche Lösungen im PET-Zuführbereich. Dazu zählen automatisierte Boxenbeladung sowie kundenspezifische Zuführ- und Förderanlagen für Preforms, die auf dem Weg zur Streckblasmaschine vielfältige Sortier-, Inspektions- und Reinigungsaufgaben ausführen.


Einsatzmöglichkeiten der Lichtgitter

Lichtgitter eignen sich grundsätzlich für den Einsatz in Situationen, die barrierefreie Sicherheitslösungen verlangen. Die Typ-3-Lichtgitter von Pilz vom Typ PSENopt II sind speziell für Anwendungen bis PL d nach EN/IEC 61496-1 ausgelegt. Der Hersteller bietet auch Typ-4-Varianten für Anwendungen bis PL e gemäß EN/IEC 61496-1/-2. Die Lichtgitter bieten die Variante Finger-, Hand- und Körperschutz und sind in den Längen von 15 bis 180 cm lieferbar. Advanced-Modelle bieten zusätzliche Funktionalitäten wie Muting, Blanking und Kaskadierung. Für platzkritische Anwendungen eignen sich die schmalen Lichtgitter des Typs PSENopt slim mit den Maßen 15,4 mm x 32,6 mm. Durch ihre hohe Auflösung, die schnelles Abschalten ermöglicht, können die Lichtgitter nahe ran an den Gefahrenbereich, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen.

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