HDSL-Einkabeltechnik: LTI Motion setzt auf Hiperface DSL von Sick

HDSL-Einkabeltechnik

LTI Motion setzt auf Hiperface DSL von Sick

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LTI Motion setzt auf die digitale Motorfeedback-Schnittstelle Hiperface DSL von Sick und hat den ersten rein HDSL-fähigen Servoregler entwickelt.

Bernd Appel
Leiter Business Unit Motorfeedback-Systeme, Sick Stegmann GmbH, DonaueschingenKlaus Oberkötter
Geschäftsführer, TBO GmbH, Brachttal

LTI Motion gehört zu den weltweit etwa 50 bis 60 Herstellern von Antriebsreglern, die sich für die digitale Einkabeltechnik Hiperface DSL (HDSL) von Sick entschieden haben. „Andere Einkabellösungen spielen am Markt derzeit kaum eine Rolle“, betont Jörg Bender, Produktmanager Motorentechnik bei LTI Motion. „Das liegt auch daran, dass HDSL in echter Einkabeltechnik, das heißt mit nur zwei Adern zur Übertragung von Leistung und Daten, derzeit die wohl einzige Lösung ist, die ein stimmiges System- und Kommunikationskonzept vom Geber über den Stecker und das Hybridkabel bis zum Regler ermöglicht.“

Ein weiterer Aspekt, der für HDSL spreche, sei die funktionale Sicherheit, die die bis SIL3 auswertbare Schnittstelle bietet. „Wir haben uns bei LTI Motion schon früh mit den Safety-Aspekten des Motorfeedback beschäftigt und waren der erste Antriebsreglerhersteller und Antriebssystemanbieter, der für HDSL die Sicherheitsabnahme durch den TÜV Rheinland erhalten hat“, erklärt Julian Marc Bodem, Produktmanager Sicherheitstechnik bei LTI Motion.

„Heute zahlt sich unsere Vorreiterrolle aus. HDSL ist als Schnittstelle bis SIL3 zertifiziert. Dies ermöglicht skalierbare Konzepte, sowohl mit den derzeit fast ausschließlich bei Sick verfügbaren HDSL-Gebern mit SIL2, als auch die Umsetzung von SIL3-Lösungen mit einem zusätzlichen, redundanten Geber. Insbesondere kleinere und mittelgroße Maschinenbauer, die nur in begrenztem Umfang eine eigene Safety-Expertise vorhalten können, nutzen dabei unser sicherheitstechnisches Know-how und gehen so mit dem gesamten Mehrachs-Automatisierungssystem System One CM sprichwörtlich auf Nummer sicher.“

Mehrachssystem für sichere Automatisierungslösungen

Die Kunden von LTI Motion kommen unter anderem aus dem Werkzeugmaschinenbau, der Intralogistik, der Verpackungstechnik, der Textiltechnik, der Umformtechnik sowie der Holzindustrie. Sie fordern Systeme, die sich durch Dynamik und Präzision auszeichnen. Gleichzeitig aber auch ein Höchstmaß an Kompaktheit, Einfachheit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit bieten. Mit System One CM setzt der Anbieter diese Anforderungen in einem Mehrachssystem für sichere Automatisierungslösungen um.

„Wir integrieren im System One CM einen Motion Controller, eine Sicherheitssteuerung, eine zentrale Versorgungseinheit und Mehrachsregler zu einem Automatisierungssystem, das das kompakteste seiner Klasse ist. Der Platzbedarf im Schaltschrank ist um 30 bis 40 % reduziert“, erläutert Bender. Die aktuelle Generation der kompakten Mehrachs-Servoregler Servo One CM hat LTI Motion daher konsequent im „HDSL only“-Design konzipiert und auf zusätzliche Encodereingänge verzichtet, die jedoch optional verfügbar sind. „Wir haben damit ein wirklich kostensparendes System umgesetzt, das im Vergleich zu konventionellen Gebersystemen ab dem ersten Meter Motorkabel bares Geld einspart“, so Bender weiter. „Wir verzichten auf die komplette Schaltungstechnik, die ein Multi-Encoderinterface benötigen würde.“

Auch in puncto Leistungsfähigkeit bietet HDSL deutliche Vorteile, denn in vielen Bereichen sei es schwierig, einen Motor zu verkabeln. Applikationen in der Vakuumtechnik gehören beispielsweise dazu oder auch Durchführungen in Edelstahlgehäusen. Die Einkabeltechnik ermöglicht es hier, die Anzahl der Durchführungen zu minimieren. In Applikationen mit mitfahrenden Achsen kommt es wiederum auf höchstmögliche Schleppkettentauglichkeit sowie auf die Biegeradien der bewegten Kabel an: sie dürfen weder die Dynamik der Kinematik beeinträchtigen, noch zu Kabelbrüchen führen und so die Maschinenverfügbarkeit beeinträchtigen.

HDSL verbindet Sicherheitsfunktionen von Reglern und Antrieben

Der Automatisierungsanbieter unterstützt im Servo One CM und in den Motorbaureihen LSX nahezu die gesamte Produktpalette der derzeit verfügbaren HDSL-Motorfeedback-Systeme mit Safety-Funktionalität. „Der Antriebsregler bietet bereits in der Standardausführung sowohl STO als auch SBC“, erklärt Bodem. Optional können weitere Sicherheitsfunktionen wie SS1, SS2, SOS, SDI, SLP und viele weitere integriert werden. Mit den Motorfeedback-Systemen von Sick stehen zertifizierte Geber bis SIL2 in applikations- und schutzgerechten Performance-Klassen zur Verfügung – für den Einsatz der Antriebslösungen in eingehausten Maschinen und Anlagen bis hin zur Überwachung von Biegemaschinen oder Pressen. „Sicherheit in der Antriebstechnik wird auch weiterhin ein wichtiges Thema für Maschinenbauer, Systemintegratoren und Betreiber bleiben“, schätzt Bodem die künftige Entwicklung ein. „Die Anforderungen an die Safety-Expertise von Antriebsreglerherstellern wie LTI Motion wachsen, denn kleinen und mittelgroßen Maschinenbauern fehlt einfach die Manpower, um hier kontinuierlich am Ball zu bleiben.“

LTI Motion will auch in Zukunft auf digitale Einkabeltechnik und HDSL-fähige Motorfeedback-Systeme von Sick setzen. „Verantwortlich hierfür sind zum einen unsere jahrelange, gute Zusammenarbeit rund um das Thema HDSL und zum anderen die Verfügbarkeit von Produkten, die in der Performance passen. Hier tut sich der Wettbewerb trotz der Öffnung der HDSL-Schnittstelle noch immer schwer.“ Das liege auch daran, dass bislang überhaupt erst zwei Anbieter eine Lizenz erworben haben. Während die einen also kaum aus den Startlöchern zu kommen scheinen, stehe bei Sick bereits die nächste Innovation vor der Tür: das neue Motorfeedback-System AD35 in Single- und Multiturn-Ausführung mit Safety-Funktionalität, einer Auflösung von 24 Bit und Sensor Hub-Konnektivität.

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