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Sicherheit auch im Einrichtbetrieb

Sicherheitszuhaltung mit zusätzlichen Funktionen
Sicherheit auch im Einrichtbetrieb

Bei dem Sicherheitsschaltgerät AZM 200 D kann der Anwender auf weitere Komponenten wie einen separaten Drücker verzichten Bild: Schmersal
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Bei den neuesten Generationen von Sicherheitszuhaltungen schafft die integrierte Elektronik die Voraussetzung zur Realisierung zusätzlicher Funktionen. Dafür gibt es inzwischen zahlreiche Beispiele. Das aktuellste: Für einen Hersteller von Laserbearbeitungsanlagen hat die Schmersal Gruppe eine Variante des AZM 200 entwickelt, die auch die Schutztürstellung „Geschlossen, aber nicht verriegelt“ sicher erkennt.

Bei einer Laserbearbeitungsanlage betritt in der Betriebsart „Einrichtbetrieb“ ein Servicetechniker durch eine Schutztür den Gefahrenbereich, um den Laser bzw. den Roboter, der die Bauteile zuführt, zu justieren. Dabei muss ausgeschlossen werden, dass der Laserstrahl im Fehlerfall nach außen dringt, weil er durch ein Metallteil umgelenkt wird. Deshalb ist es zwingend erforderlich, dass der Mitarbeiter die Schutztür hinter sich schließt. Zugleich muss sichergestellt sein, dass keine zweite Person den Gefahrenbereich betritt bzw. dass beim Öffnen der Schutztür die Anlage abgeschaltet wird.

Um diese Anforderungen zu erfüllen, wurde bei früheren Maschinengenerationen zusätzlich zur Sicherheitszuhaltung ein Sicherheitssensor angebracht, der die Schutztürposition „Geschlossen und nicht verriegelt“ abfragt. Die Konstrukteure des Maschinenbauers suchten nach einem einfacheren, integrierten Weg der Absicherung. Die Ingenieure im Application Center von Schmersal konnten diese Aufgabe durch die Modifikation der Sicherheitszuhaltung AZM 200 lösen. Dieses Sicherheits-Schaltgerät, dessen Basisversion der Maschinenbauer seit einigen Jahren zur Absicherung von Schutztüren für begehbare Gefahrenbereiche einsetzt, bietet u. a. den Vorteil, dass man keinen zweiten, prinzipverschiedenen Sicherheitsschalter benötigt. Zudem ist kein zusätzlicher Türgriff erforderlich, weil alle Funktionen in zwei kompakten Baueinheiten zusammengefasst sind.
Im Einrichtbetrieb wird nur das Tür-Target abgefragt, so dass die Anlage bei angelehnter Tür eingerichtet werden kann. Im Normalbetrieb hingegen werden beide Targets – Türerkennung und -betätigung – ausgewertet. Durch diese Modifikation lassen sich zwei Sicherheitsfunktionen mit einem einzigen Sicherheits-Schaltgerät realisieren.
Der praktische Nutzen für den Anwender der Laser-Anlagen besteht darin, dass der Service-Monteur jederzeit den Gefahrenbereich verlassen kann, weil die Tür nicht verriegelt ist. Zugleich kann sich kein zweiter Monteur Zugang in den Gefahrenbereich verschaffen: Wenn er die Tür öffnet, geht die Laseranlage sofort in den sicheren Zustand. wm
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