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Siemens ergänzt Portfolio um Edge-Lösungen

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In Hannover zeigt Siemens sein komplettes Angebot für das Digital Enterprise: Vom Cloud-basierten IoT-System, digitalen Services für optimierte Anlageninstandhaltung bis zu neuen Edge-Lösungen.
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In Hannover setzt Siemens vor allem auf digitale Lösungen: Neben der Cloud-basierten Plattform Mindsphere ergänzt der Anbieter sein Portfolio um Edge-Systeme und Apps.

Unter dem diesjährigen Motto „Digital Enterprise – Thinking industry further“ stellt der Technologiekonzern Siemens (Halle 9, Stand D35) intelligente Lösungen für die branchenspezifische Umsetzung von Industrie 4.0 in den Mittelpunkt seines Messeauftritts. Wie in den Jahren zuvor zeigt der Anbieter auf nun rund 4000 m² (im Vorjahr waren es etwa 3500 m²) Erweiterungen seines ganzheitlichen Angebots für die digitale Transformation der Fertigungs- und Prozessindustrie. Diesmal vorne mit dabei: Der Einsatz von künstlicher Intelligenz, dem digitalen Zwilling und von Edge-Computing-Lösungen in der Industrie.

Software um Module für maschinelles Lernen und KI ergänzt

So hat Siemens im Vorfeld der Hannover Messe seine digitale Innovationsplattform mit der aktuellen Version der NX-Software um neue Funktionen für maschinelles Lernen (ML) und künstliche Intelligenz (KI) ergänzt. Dadurch kann die Software anstehende Arbeitsschritte vorhersagen und die Benutzeroberfläche vorausschauend aktualisieren. Die Funktionen unterstützen Benutzer dabei, die Software noch effizienter einzusetzen und die Produktivität zu erhöhen, heißt es. Denn die Benutzeroberfläche könne automatisch an Bedürfnisse verschiedener Anwendertypen in unterschiedlichen Abteilungen angepasst werden. Das resultiere auch in einem qualitativ hochwertigeren, computergestützten Technologiesystem (CAx-System) und in der Abbildung eines noch stabileren digitalen Zwillings. Die neuen Funktionen können sich Besucher auch bei Siemens Industry Software (Halle 6, Stand J30), einer Business-Unit der Siemens-Division Digital Factory, ansehen.

Siemens ergänzt Portfolio für das digitale Unternehmen um Edge-Lösungen

Zudem erweitert das Unternehmen sein Angebot an digitalen Services um die „Lifecycle Management Suite“: Die Software ermöglicht laut Anbieter eine konsistente Planung, Durchführung und Dokumentation aller Serviceaktivitäten für eine optimierte Anlageninstandhaltung. Anwender können das cloudbasierte System auch über mobile Endgeräte bedienen und so Tätigkeiten auf der Anlage direkt dokumentieren. Zudem haben Instandhaltungs-Verantwortliche jederzeit einen aktuellen und transparenten Überblick über alle Serviceaktivitäten und den Anlagenzustand.

Ein Highlight bei der Vor-Pressekonferenz zur Hannoveraner Industrieschau stellte Dr. Jan Mrosik, CEO der Digital-Factory-Division, vor: So werde die branchenübergreifende Siemens-Plattform für das Internet der Dinge, Mindsphere, verstärkt um Edge-Lösungen und Edge-Applikationen ergänzt.

„Mit modernen Datenanalyseverfahren durch Edge- oder Cloud Computing entwickeln wir uns Digital-Enterprise-Portfolio weiter und verhelfen unseren Kunden zu noch mehr Wettbewerbsvorteilen in ihrer Industrie“, erklärte Mrosik. Durch die Übernahme des Low-Code-Softwareentwicklers Mendix hat sich der Konzern das Know-how für schnelle App-Entwicklung ins Haus geholt. „Mit der Plattform sowie den dazugehörigen Tools und Services können Anwender ihre Apps bis zu zehnmal schneller erstellen“, betonte Mrosik.

Edge Computing im Fokus von Siemens auf der Hannover Messe 2019

Ein konkretes Beispiel hat der Konzern im diesjährigen Messegepäck dabei: Die neue Edge Applikation Analyze MyWorkpiece/Capture ermöglicht eine maschinennahe Datenerfassung (also on the Edge) rund um die Werkstückbearbeitung. Am Haupt-Unternehmensstand wird gezeigt, wie die Aufzeichnung von Echtzeitdaten rund um die Werkstückbearbeitung und wie die speziell darauf abgestimmte CNC-Shopfloor-Management-Applikation Analyze MyWorkpiece/Toolpath funktionieren, mit deren Hilfe die erfassten Daten visualisiert und analysiert werden können. Außerdem stellt der Anbieter mit Analyze MyMachine/Condition eine Edge-Applikation für die Zustandsüberwachung von Werkzeugmaschinen vor.

Motordaten werden intelligent in Sidrive IQ überwacht und gesteuert

Aus dem Bereich der Antriebstechnik demonstriert Siemens mit einer Brownfield-Applikation, wie zukünftig die Anlagenverfügbarkeit mit dem Einsatz von Simotics Connect 400 optimiert werden kann. Das Konnektivitätsmodul enthält laut Hersteller alle erforderlichen Sensoren für die Erfassung von Daten zu Motorvibrationen oder der Temperatur, ein WLAN-Kommunikationsmodul sowie eine Batterie für den autarken Betrieb. Dieses verarbeitet und speichert die erfassten Betriebsdaten und schickt sie zur cloudbasierten Analyse in die Sidrive-IQ-Fleet-App, einer herstellereigenen IoT-Applikation für Antriebssysteme. Spezielle Algorithmen generieren daraus Kennzahlen, die den Zustand der Motoren beschreiben. Daraus können Anwender konkrete Handlungsbedarfe ableiten. Mit der Sidrive-IQ-App Analyze MyDrives können zusätzlich Betriebszustände von Sinamics-Niederspannungsumrichtern zuverlässig überwacht werden. Durch die kontinuierliche Überwachung von Stromaufnahme, Drehmoment und Frequenz sowie durch die Messung von Energieflüssen können Optimierungs- und Wartungsbedarf erkannt werden, und entsprechende Maßnahmen frühzeitig eingeleitet werden.

In einem Showcase am Beispiel der Automobilindustrie zeigt das Unternehmen in Hannover die durchgängige Nutzung von digitalem Zwilling, additiver Fertigung, innovativer Robotik und autonomen Fahrzeugen für eine flexible und effiziente Elektroauto- und Batterieproduktion. (nu)

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