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Vom Sensor zur Software

Safety: Neue Freiheiten für den Maschinenbau
Vom Sensor zur Software

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Bei der Maschinensicherheit musste nicht nur die neue Maschinenrichtlinie umgesetzt werden, sondern auch neue Produkte und Konzepte. Dieser Trend soll im nächsten Jahr anhalten.

Zu den aktuellen Trends in der Sicherheitstechnik gehört zunehmend der Einsatz von Sicherheitssensoren. Der Nahrungsmittelmaschinenbau nutzt diese Art von Sicherheits-Schaltgeräten seit langem. Ein Beispiel ist der Edelstahlsicherheitssensor von Schmersal (Halle 9, Stand 450), der in Schutzart IP69K auch Hochdruckreinigern oder aggressiven Reinigungsmitteln trotzt. Andere Bereiche des Maschinenbaus entdecken nun auch die Vorteile der berührungslosen Stellungsabfrage der Schutztür, weil sie sich gut in die Umgebungskonstruktion integrieren lässt, und sie unempfindlich gegenüber Verschmutzungen ist. Vor allem bei der Absicherung kleinerer Gefahrenstellen, wie dem Handschutz an Pressen, haben Sicherheits-Lichtgitter teilweise die Schutztür abgelöst. Der Maschinenbediener hat freie Sicht auf den Arbeitsbereich und ist dennoch bestens geschützt. Eine neue elektromagnetische Zuhaltung mit Anzeige, die auch rauen Einsatzbedingungen gewachsen ist, heißt Magne 2 mit integriertem Sicherheitssensor Eden von Jokab Safety AB (Halle 8, Stand 202). Sie wurde eigens für die Zuhaltung von Türen von Produktionszellen oder Produktionslinien entwickelt. Magne 2 erfüllt die Anforderungen der Sicherheitskategorie 4. Der Sensor setzt ein Signal ab, das anzeigt, ob die Tür wirklich geschlossen ist. Ein weiteres Ausgangssignal zeigt an, ob die Tür auch verriegelt ist.

Bei der Absicherung größerer Gefahrenbereiche ohne Schutzzaun bewährt sich der Sicherheits-Laserscanner, und interessant ist der Schritt zur sicheren Bildverarbeitung. Das Zentrum für Brennstoffzellen-Technik an der Universität Duisburg-Essen setzt das sichere Kamerasystem Safety-Eye von Pilz ein. Ausschlaggebend für den Einsatz war seine Flexibilität. Die virtuellen Schutz- und Warnräume wurden am PC konfiguriert und lassen sich jederzeit ohne Aufwand an neue Anforderungen anpassen. Zwei nebeneinander liegende Zellen, die mit jeweils einem Portalsystem sowie Roboter ausgestattet sind, werden von je einem Safety-Eye überwacht.
Auf der Ebene der Signalübertragung finden Sicherheits-Bussysteme immer mehr Anhänger, und das mit gutem Grund: Man benötigt nur zwei statt bis zu sechzehn Leitungen, und diese zwei können nicht nur als Ringleitung ausgeführt werden, sondern bringen auch die Energie zum Sicherheits-Schaltgerät. Nochmals einfacher ist die Installation von Sicherheits-Schaltgeräten, wenn man ganz aufs Kabel verzichtet: Das Thema Wireless Automation hat Einzug in die Maschinensicherheit gehalten. Zu den typischen Einsatzbereichen gehören Zustimmtaster für den Einrichtbetrieb und die Prozessbeobachter: Hier ist der Bediener gerade bei großen Anlagen immer auf der Höhe des Geschehens, ohne dass er auf das Kabel der Bedieneinheit achten müsste. So gewinnt er zusätzliche Bewegungsfreiheit.
Dass Antriebs-, Steuerungs- und Sicherheitstechnik zusammenwachsen, wird immer wieder betont und ist schon auf der Produktebene sichtbar: Da gibt es Frequenzumrichter mit Not-Aus-Funktionen und Steuerungen mit sicheren Eingängen. Ein kluger Schachzug ist sicherlich die Integration betriebsmäßiger, nicht-sicherer Ein- und Ausgänge: So kann der Konstrukteur einer einfacheren Maschine auf eine die normale Steuerung verzichten. Das spart Kosten und auch Platz im Schaltschrank. Dass man in diesem Bereich auch nicht immer allein entwickeln muss, das zeigen Rexroth (Halle 7, Stand 450) und Sick (Halle 7, Stand 340), indem sie ihre technische Zusammenarbeit im Bereich der Fabrikautomation auf den Bereich der funktionalen Sicherheit ausweiten. Für den Anwender bedeutet das schnelle und einfache Integration sicherheitsrelevanter Sick-Sensoren in Rexroth Automationslösungen. Mit Rexroth IndraWorks ist ein durchgängiges und schnelles Engineering sämtlicher Systemkomponenten vom HMI bis zum Sensor gewährleistet. wm
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