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Pumpentechnik: Knoll präsentiert auf der EMO ein neues Pumpenprogramm

EMO 2017: Pumpentechnik
Knoll präsentiert auf der EMO ein neues Pumpenprogramm

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Die neue Schredder-Pumpe TSC 50 entfaltet ihre wahre Stärke ab einem Volumenstrom von 500 l/min. Bild: Knoll
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Der Kühlschmierstoff-Systemanbieter Knoll produziert die für sein Geschäft benötigten Kreiselpumpen selbst. In Hannover zeigen die Spezialisten aus Bad Saulgau ein neues Pumpenprogramm.

Kreiselpumpen sind das Herzstück von Kühlschmierstoff-Anlagen (KSS-Anlagen). Knoll entwickelt und produziert Modelle in unterschiedlicher Ausprägung und Größe seit Jahren selbst. Je nach Bauart und Größe erreichen die Pumpen Volumenströme bis 1600 l/min und Drücke bis 6 bar. Die Geräte eignen sich für Korngrößen bis 30 mm. In Hannover zeigt Knoll ein neu geordnetes Kreiselpumpen-Portfolio, das sich in die drei Bereiche Reinmedien-, Schmutzmedien- und Schredder-Pumpen gliedert. Je nach Spänefracht kommen die beiden letztgenannten Pumpenarten zum Einsatz, um das Gemisch aus Spänen und KSS auf Filter und Abscheider zu transportieren. Nach der Reinigung versorgen Reinmedien-Pumpen die Maschinen mit dem sauberen KSS.

Der Hersteller bietet seine Kreiselpumpen in fünf Bauarten an. Für Reinmedien sind die sogenannten TG-Pumpen konzipiert. Sie besitzen ein geschlossenes Laufrad, das für ein gutes Saugverhalten sorgt. Auf dem Stand kann sich der Besucher die beiden Größen TG 25 und TG 50 genauer anschauen. Die Modelle sind komplett neu gestaltet und mit einem Normmotor ausgestattet, den es in verschiedenen Leistungsklassen gibt. Da die KSS-Anlagen weltweit eingesetzt werden, entspricht jeder Motor den verschiedenen Länderanforderungen. Dank der Standardisierung sind sie bis zu einer Leistung von 30 kW ab Lager lieferbar.

Die Innovationen bei Knoll zeigen sich aber auch in konstruktiven Details, die den Prozess insgesamt verbessern, die Montage erleichtern und die Lebensdauer der Pumpen verlängern. So wird zum Beispiel das Druckrohr inzwischen als Steckrohrsystem ausgeführt und macht Schraubverbindungen überflüssig. Auch die Wellenlagerungen haben die Entwickler optimiert. Sie sind jetzt vielfach als Keramik-Gleitlager ausgeführt, was hohe Stabilität, Laufruhe und geringen Verschleiß mit sich bringt. Generell wurde die Verschleißfestigkeit der Pumpen verbessert.

Bei den Bauteilen, die hoch beansprucht werden, kommen gehärtete Guss- und Stahlwerkstoffe zum Einsatz. Besonders wichtig ist das bei den Schmutzmedienpumpen in den Bauarten TF, TS und TSK. Extrem hohen Belastungen sind die Schredder-Pumpen der Modellreihe TSC ausgesetzt, mit denen KSS mit langen Aluminiumspänen gefördert werden. Für Medien mit langen Stahlspänen eignen sich die TSC-Pumpen allerdings nicht. Hier sind separate Spänezerkleinerer erforderlich, die der Hersteller natürlich auch im Programm hat.

Vor etwa fünf Jahren entwickelten die Profis aus Bad Saulgau die Schredder-Pumpe TSC 65, die mit einem halboffenen Radialrad und einer Schneideinrichtung ausgestattet ist, die lange Aluminiumspäne auf ein pumpfähiges Maß von 10 bis 20 mm zerkleinert. Jetzt wurde diese Pumpenreihe mit dem kleineren Modell TSC 50 erweitert, das die Schwaben in Hannover zum ersten Mal zeigen. Das Gerät lässt sich zwar schon ab Volumenströmen von 200 l/min verwenden, doch entfaltet es seine wahre Stärke erst ab 500 l/min. Das optimale Einsatzgebiet liegt nach eigenen Angaben bei 300 bis 500 l/min. Die Pumpe bewältigt einen Volumenstrom von maximal 600 l/min bei einer maximalen Förderhöhe von 20 m. Die Späne dürfen bis zu 0,5 mm dick sein und der Spanfrachtanteil kann maximal 7 g/l betragen. Der Luftanteil darf dabei bis zu 25 % betragen. Den Motor kann sich der Kunde selbst aussuchen. (ub)



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