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Schnellere Installation mit pressverbundenen Rohrleitungen

Industriebau
Schnellere Installation mit Rohrleitungen in Pressverbindungstechnik

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Das Walzwerk Bilstein hat die Leistungsfähigkeit seiner Anlage mithilfe von Rohrleitungssystemen von Viega steigern können: Da die Systeme in der Glühe in Pressverbindungstechnik zusammengefügt wurden, sparte der Hersteller die Hälfte an Arbeitszeit gegenüber dem Schweißen der Verbindungen ein.

» Jennifer Lemme-Henkel, PR-Referentin, Viega GmbH & Co. KG, Attendorn

Beim Neubau einer Glühe im Walzwerk im nordrhein-westfälischen Hagen-Hohenlimburg setzte die Bilstein Group, Spezialist für die die Herstellung von Kaltband, auf Rohrleitungen des Sanitär- und Heizungstechnikanbieters Viega. Der Einsatz der Rohrleitungssysteme in Pressverbindungstechnik zahlt sich vor allem wirtschaftlich aus: „Allein für die Kühlleitungen haben wir mehr als 1000 Verbinder unterschiedlichster Nennweiten überwiegend in den großen Dimensionen bis DN 100 verarbeitet – und im Vergleich zum Schweißen bei jedem mindestens 50 % Arbeitszeit eingespart“, betont Christian Hagenkord, Projektverantwortlicher bei Bilstein.

Bereits Ende 2019 hat die Bilstein-Gruppe mit Fertigstellung des Werks am Standort Hohenlimburg eine der laut eigenen Aussagen weltweit fortschrittlichsten Breitbandwalzen (bis 1350 mm) für Kaltband in Betrieb genommen. Mithilfe solcher Stahlbänder, als Coils und Tafeln ausgeliefert, bekommen Kunden in Verbindung mit einer ebenfalls neuen Längsteilanlage passgenauere Zuschnitte geliefert.

Fertigungs-Know-how bei Bilstein entscheidend

Das Glühen von Stahlband ist ein komplexer Vorgang: So muss zum Beispiel über einen klar definierten Zeitraum ein punktgenaues Temperaturprofil mit langsamem Aufheizen auf teilweise über 700° C und anschließend genauso präziser Abkühlphase gefahren werden. Der Zeitaufwand dafür sei im Sinne einer optimalen Behandlung des Stahlbandes bis hin zur spiegelähnlich blanken Oberfläche beträchtlich, er sollte aus Gründen der Effizienz aber auch so kurz wie möglich ausfallen. „Die am Markt angebotenen Glühen sind zwar schon auf einem hohen Leistungsniveau, entsprachen aber bei Betrachtung des gesamten Fertigungsprozesses insbesondere unter qualitativen und energetischen Gesichtspunkten dennoch nicht unseren Ansprüchen“, bilanziert Hagenkord.

In Zusammenarbeit mit dem Anlagenbauer LOI hat der Kaltbandspezialist deswegen zunächst dezidiert den gesamten Fertigungsablauf inklusive aller wesentlichen Kenngrößen bezüglich Qualität und Effizienz analysiert. Danach wurde auf Basis dieses Wissens eine Produktionskette abgeleitet, die sich durch zahlreiche Neu- und Weiterentwicklungen auszeichnet, wie es heißt: Ein Beispiel dafür ist die erhöhte Vorwärmung der Brennluft, ein anderes der Abkühlungsprozess mit Wärmerückgewinnung.

Was sich einfach anhört, ist das Ergebnis von viel Detailarbeit, wie Hagenkord anhand des Kühlprozesses verdeutlicht: „Hier war eine Zielsetzung, die Wärme auf möglichst hohem Temperaturniveau auszukoppeln. Das setzt aber eine Regelbreite des Kühlsystems voraus, die am Markt so nicht zu finden war. Durch viel Entwicklungsleistung haben wir jetzt eine große Regelbreite realisieren können, um den Zeitbedarf für diesen einen Prozessschritt so deutlich zu reduzieren, und die genutzte Abwärme zu maximieren.“

Verarbeitungsvorteile der Rohrleitungssysteme von Viega

Zur Prozessstabilität im Werk tragen auch die Rohrleitungssysteme „Megapress“ und „Sanpress Inox“ von Viega bei, die unter anderem für die Versorgung der Glühe-Öfen mit Kühlwasser und für die Ableitung aggressiven Kondensats installiert wurden. Der Vorteil: Je nach Anforderungsprofil und Einsatzbereich konnte bei aggressiveren Medien das System Sanpress Inox, also Edelstahl in der XL-Dimension eingesetzt werden, während sich für das „Mengengerüst Kühlwasser“ wiederum das Rohrleitungssystem „Megapress S“ mit werksseitiger Zink-Nickel-Beschichtung in DN 80 und DN 100 empfahl. „Diese Flexibilität zahlte sich doppelt durch die Pressverbindungstechnik aus, denn für die neue Glühe mussten die Installationen durchweg in knapp bemessenen Kellerräumen einer bestehenden Halle umgesetzt werden. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse und der dichten Belegung mit diversen Rohrleitungen wäre hier das Schweißen von Stahlrohr extrem aufwendig gewesen. Mit der Pressverbindungstechnik waren die Verbindungen deutlich schneller fertiggestellt und wir haben uns die sonst obligatorischen Brandschutzmaßnahmen gespart“, so Hagenkord. Außerdem gab es die Möglichkeit mit den „Megapress“-Verbindern eine direkte Verbindung von industriell lackierten Stahlrohrleitungen im Bestand auf die Neuinstallationen herzustellen, ohne die vorhandene Rohrbeschichtung entfernen zu müssen.

www.viega.de

Kontakt:

Viega GmbH & Co. KG
Viega Platz 1
57439 Attendorn

Tel.: +49 272261–0
E-Mail: infor@viega.de
www.viega.de


Das Rohrleitungssystem „Megapress S XL“ von Viega spart dank Pressverbindungstechnik fast 50 % Zeit bei der Installation ein.
Bild: Viega
Das Rohrleitungssystem „Megapress S XL“ von Viega spart dank Pressverbindungstechnik fast 50 % Zeit bei der Installation ein.
Bild: Viega

Das Rohrleitungssystem im Detail:

Mit dem Rohrleitungssystem „Megapress S“ von Viega können dickwandige Stahlrohre in den Dimensionen von 3/8 bis 2 Zoll verarbeitet werden. In industriellen Großanlagen kommt das System in den Dimensionen 2 ½, 3 und 4 Zoll zum Einsatz, die typisch sind für große Kühl-, Heizungs-, Sprinkler- oder Druckluftanlagen. Die Verpressung erfolgt mit einem auf das System abgestimmten „Pressgun-Press Booster“. So werde auch in großen Arbeitshöhen und unter beengten Platzverhältnissen die Rohrinstallation bis einschließlich 4 Zoll deutlich leichter, so Viega.

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