Lineare Antriebslösung nicht mehr auf die Fluidtechnik begrenzt

Alles geregelt

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Sein angestammtes Know-how als Hydraulik-Spezialist nutzt Hänchen jetzt für den Bau kompletter linearer Antriebslösungen. Mit der Version 2.0 ist das Service- und Engineering-Angebot Ratio-Drive nicht mehr nur auf die Fluidtechnik begrenzt.

Den Sollwert bestimmen, regeln, stellen und den Istwert kontrollieren – die Schritte eines linearen Antriebsprozesses deckt eine Systemlösung ab, die der Ostfilderner Hydraulikexperte Hänchen nun unter Ratio-Drive 2.0 anbietet. Die neue Version wurde entwickelt, weil sich mit Ration Drive zwar nahezu jede lineare Bewegung realisieren lässt. Doch gerade in geregelten Antrieben kommen die System-Vorteile besonders zum Tragen. Welche Elemente und Arbeitsschritte der Anwender dabei durch die Hänchen-Experten der umsetzen lässt, liegt im eigenen Ermessen. So lassen sich die Komponeten je nach Anforderung zusammenstellen. Möglich macht dies der modulare Aufbau. Eine eigene Steuerungssoftware gehört auch dazu, sie liegt jetzt in einer neuen Version vor. Grundsätzlich integriert Hänchen dabei Komponenten und Bauteile unterschiedlicher Hersteller.

Entscheidend sei jedoch das Engineering-Angebot, hebt man bei Hänchen hervor. Die Hydraulik-Spezialisten konzipieren eine Anlage, legen sie aus, nehmen sie in Betrieb und übernehmen die Wartung. Dabei eignet sich die Ration-Drive-Lösung nicht nur für Hydraulik-Profis. Vor allem Unternehmen, die nicht über das nötige Know-how für Hydraulik, Regelung, Software oder andere Bereiche verfügen, sollen von der Gesamtverantwortung durch den Anbieter profitieren.
Im Rahmen der Version 2.0 können Kunden die Kompetenzen von Hänchen bereits in der ersten Projektierungsphase nutzen. Geht es um grundsätzliche Überlegungen zur Machbarkeit eines Antriebssystems oder die vorgesehenen Technologien, ist eine vielseitige Projektkompetenz gefragt. Für das eigentliche Engineering stehen Hänchen-Ingenieure und -Konstrukteure unter anderem in den Bereichen Fluid-Technik, Datenverarbeitung, Steuer-, Mess- und Regeltechnik, Elektronik und Mechanik parat. Sie konstruieren entweder ein System, das sich als Blackbox mit definierten Schnittstellen und Leistungsparametern in eine Anlage einbinden lässt. Oder sie ergänzen die Konstruktionskapazitäten des Anwenders und setzen den Antrieb in Teamwork um.
Ergänzt wird all dies, indem das System ausgelegt, die Pläne angefertigt und die Schaltschränke bestückt und installiert werden. Die Vorab-Inbetriebnahme bei Hänchen oder End-Inbetriebnahme sowie Abnahme beim Kunden können Teil einer Lösung sein. Damit muss die Zusammenarbeit nicht aufhören: Auch Wartung, Störungsbehebung, Ersatzteilbeschaffung und Instandhaltung können Teil eines Ratio-Drive-Projekts sein.
Für die eigentliche Antriebseinheit greifen die Hänchen-Experten zunächst auf die Kompetenz von 60 Jahren Konstruktion und Realisierung von Hydraulikzylindern zurück. Inbegriffen ist die ganze Bandbreite hydraulischer Antriebslösungen. Auch Druckübersetzer und hydraulische Schwenkantriebe lassen sich einbinden. Soll die Elektromechanik den Vorzug erhalten, können auch Asynchron-, Synchron- und Linearmotoren als elektrische Antriebseinheit zum Einsatz kommen. Hänchen unterstützt bei der Wahl der geeigneten Komponenten und legt diese passend aus. Dies gilt auch für die komplette Sensorik.
Optionale Module werden zu einem Angebot vernetzt: Eine besondere Rolle spielt dabei die eigenentwickelte Ratio-Drive Software, die es in zwei Varianten gibt. Zum einen als Einzellösung, die nach Kunden-Bedürfnissen auf der Grundlage umfangreicher Software-Bibliotheken entwickelt wurde. Sie kann mit einem Human-Machine-Interface eine gesamte Anlage oder Teilbereiche visualisieren. Die Antriebssteuerung ist integriert, eine spezielle Regelungssoftware kann PID-Regler, Vorsteuerung und Beschleunigungsrückführung realisieren. Die Ablaufsteuerung stellt Funktionsabläufe sicher. Und entsprechende Sicherheitssoftware überwacht die ganze Anlage oder Teilbereiche. Schließlich kann diese Software mit übergeordneten oder parallel geschalteten anderen Rechnern des Kunden über Feldbus-Protokolle wie Ethernet, EtherCat oder Profibus kommunizieren.
Die andere Software-Variante erlaubt verschiedene mehr oder weniger vordefinierte System-Lösungen, die auch unterschiedliche Anforderungen an die Hardware stellen. Sie beginnt mit dem Basisregler für Ein-Achs-Antriebe mit PID-Regler. Die Parametrierung erfolgt am PC ohne eigene Software über ein Web-Interface auf dem Regler, die Sollwertvorgabe über externe Steuerung. Das Standard-System hat eine PC-Benutzer-Oberfläche und Software-Regler. Außerdem gibt es die Option zur Messwertaufzeichnung und eine Oszilloskop-Funktion. Schließlich kann auch hier im Rahmen von Software-Modulen ein speziell an die Kunden-Applikation angepasstes System mit sehr hoher Taktfrequenz angeboten werden. Die Reglerstruktur wird entsprechend den System-Anforderungen aufgebaut, das Ganze als Stand-alone-System oder als Anlagen-Komponente realisiert.
Eine wichtige Rolle spielt hier auch die passende Hardware. Die Wahl eines entsprechend dimensionierten und konfigurierten Industrie-PC oder Embedded-PC mit entsprechenden Karten zur Signalauswertung und zur Ansteuerung der Antriebsachsen ist auch Teil eines Ratio-Drive 2.0. Denn in diese PC-Lösungen ist auch die Messtechnik integriert. Dabei lassen sich Abtastraten bis zu 30 KHz bei einer Auflösung von 24 Bit realisieren. Die PCs sind modular aufgebaut, verfügen über eine integrierte Sicherheitssteuerung und bieten freie Wahl der Netztopologie.
Ergänzt wird das Aggregat mit Regelpumpen, Konstantpumpen oder geregelter Konstantpumpe wird durch Ventile für alle Einsatzbereiche und die hydraulische Anschlusstechnik mit Verrohrung, Steuer- und Anschaltblöcken und Hydrospeichern. dk
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