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Der Norden zeigt sich von seiner produktivsten Seite

Norddeutsche Industrie präsentiert sich auf rund 21 000 Quadratmetern
Der Norden zeigt sich von seiner produktivsten Seite

Das Herz der deutschen Industrie schlägt nur im Süden? Weit gefehlt! Denn gerade im Norden sitzen Unternehmen aus zukunftsträchtigen Branchen wie der Luftfahrt oder Windenergie. Im Rahmen der Messe Nortec zeigen sie ihr Potenzial.

Nach einem überwiegend stagnierenden Geschäftsjahr scheint der deutsche Maschinen- und Anlagenbau wieder an Fahrt zu gewinnen. Dies belegen die jüngsten Zahlen des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Danach ging die Auslandsnachfrage im dritten Quartal des vergangenen Jahres zwar um 7 % zurück; die Orders auf dem heimischen Markt nahmen jedoch im gleichen Zeitraum um 5 % zu. Der VDMA sieht dies als Bestätigung einer sich erholenden Inlandsnachfrage.

Die positiven Signale aus dem Markt sollen nun auch der Nortec Rückenwind verleihen. Die Fachmesse für die Produktion im Norden findet vom 21. bis 24. Januar in den Hallen der Hamburg Messe statt. Die Veranstalter rechnen mit mehr als 400 Ausstellern und rund 12 000 Besuchern. „Grundgedanke dieser Messe ist es, Fertigung im Norden Deutschlands zu realisieren“, sagt Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress GmbH. Dabei ist der Norden der Bundesrepublik in einigen Industriebereichen schon heute gut aufgestellt. „Wir haben hier eine hervorragende Infrastruktur, zahlreiche gut ausgebildete Ingenieure und viel Platz“, sagt Dr. Jörg Mutschler, Geschäftsführer Landesverband Nord des VDMA. Zu den regional starken Industrien zählen neben dem Fahrzeugbau, der Medizintechnik, dem Schiffbau und der Zulieferindustrie vor allem die Branche der Erneuerbaren Energien und die Luftfahrt. Letztere sind auf der Nortec jeweils mit einem eigenen Netzwerk vertreten.
Abgebildet werden auf der Messe alle Stationen der Wertschöpfung im Produktionsbetrieb. Damit der Besucher den Überblick nicht verliert, liegt der Fokus auf neuen Entwicklungen in der Metallbearbeitung, der Lasertechnik, der Automation und der Elektronik. Hersteller und Händler von Maschinen und Anlagen, Werkzeugen, Steuerungen sowie Messtechnik stellen ihre Produkte aus, Zulieferer und Auftragsfertiger bieten ihre Leistungen an. Anbieter zu den vor- und nachgelagerten Stationen der Wertschöpfungskette wie Konstruktion, Berechnung und Simulation, Steuerung, IT, Logistik sowie Qualitätskontrolle und Service runden das Spektrum ab.
Doch nicht nur hiesige Unternehmen sind auf der Nortec vertreten: Die Nachbarländer Dänemark und Polen präsentieren sich jeweils mit einem Gemeinschaftsstand. Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Norddeutschland und Dänemark sind traditionell sehr eng. Mit Polen wird ein ähnlich intensives Verhältnis angestrebt. Die Chancen stehen gut: Der Modernisierungsbedarf – und damit die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen – ist in dem Land gegenwärtig besonders stark. Im Rahmen der Nortec präsentieren sich zudem zehn polnische Unternehmen der norddeutschen Öffentlichkeit.
Begleitet wird die Industrieschau von einem umfangreichen Rahmenprogramm. Den Auftakt bildet die Verleihung des Nortec Awards. Für die dritte Ausgabe des Technikpreises wurden kundenorientierte und aktuelle Lösungen zur Verfahrensintegration in Werkzeugmaschinen gesucht. Die besten Einreichungen wurden im Vorfeld der Messe von einer Expertenjury bewertet. Im Rahmen der Eröffnungsfeier der Nortec am 21. Januar wird der Sieger bekanntgegeben.
Mit dem Nortec-Forum bietet die Messe eine zusätzliche Plattform für neue Impulse. Hier gibt es an allen vier Messetagen Präsentationen und Vorträge zu aktuellen Themen der Produktion. Jeder Tag ist dabei einem eigenen Thema gewidmet. „In Fachvorträgen und Praxisbeispielen werden die Trends der Zukunft präsentiert“, sagt Messe-Chef Aufderheide. Am ersten Messetag steht das Thema Elektronikfertigung im Fokus. An den darauffolgenden Tagen wird der Schwerpunkt auf die Bereiche Simulation, Automation & Handling sowie Produktionskompetenz aus der Luftfahrt gelegt. Auch die Lasertechnik spielt auf der Nortec eine bedeutende Rolle: Das Institut für Laser- und Anlagensystemtechnik (iLAS) an der TU Hamburg-Harburg präsentiert im Rahmen der Messe gemeinsam mit der Hanse-Photonik e. V. sowie zahlreichen renommierten Unternehmen Laserinnovationen und -lösungen. Vorgestellt werden unter anderem aktuelle Anlagenkonzepte und Anwendungen. Zudem wird ein Überblick über die neuesten Entwicklungen und Forschungsergebnisse gegeben und demonstriert, wie Unternehmen mit moderner Lasertechnik neue Märkte erschließen sowie ihre Fertigungsprozesse effizienter gestalten können. bö

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