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Elektroantriebe: E-Mobilität nimmt Fahrt auf

Hannover Messe 2018: Energy
E-Mobilität nimmt Fahrt auf

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Infrastrukturen rund um die Elektrofahrzeuge werden zunehmend ausgereifter. Das zeigt sich auch auf der Messe Energy. Zahlreiche Aussteller zeigen aktuelle Entwicklungen.

Nachdem die Elektromobilität in den vergangenen Jahren nicht recht vorankam, scheint sie nun doch Fahrt aufzunehmen. Entwicklungen wie der i3 von BMW und natürlich die Modelle von Tesla haben dem Thema neuen Schwung gegeben. Überall entstehen neue Ladesäulen. Zudem wächst die Zahl der elektrisch angetriebenen Fahrzeuge im öffentlichen Nahverkehr.

Elektromobilität sei an vielen Stellen der Forscherecke längst entwachsen und habe den Schritt hin in die klassischen Industrieprozesse geschafft, meint Franz Loogen, Geschäftsführer der Landesagentur für neue Mobilitätslösungen und Automotive Baden-Württemberg (e-mobil BW). „Klimafreundliche Mobilität ist das Thema der Stunde.“

Integration in bestehende Energiesysteme

Wie sich Infrastrukturen und Technologien für die Mobilität jenseits des Verbrennungsmotors entwickelt haben, zeigen die Aussteller auf der Leitmesse Energy. „Mit dem Ausstellungsschwerpunkt Electric Transportation Systems legen wir den Fokus auf die Integration elektromobiler Lösungen in das bestehende Energiesystem, welche mit einem hohen Investitionsvolumen verbunden ist“, sagtBenjamin Low, Global Director Energy bei der Deutschen Messe.

Die Verknüpfung von E-Mobilität und bestehenden Strukturen ist zum Beispiel bei Siemens ein Schwerpunktthema. „Ladesäulen sind wichtige Komponenten in unserer Strategie einer Gesamtlösung, die die Netzintegration und Netzplanung mit einbezieht“, erklärt Norbert Vierheilig aus der Unternehmenskommunikation. „Dazu gehören Softwarelösungen für das Lastmanagement ebenso wie die Integration der Ladeinfrastruktur in bestehende Netze.“

Einer der Knackpunkte, wenn es um das Laden von Elektrofahrzeugen geht, ist die Zeit, die dafür benötigt wird. Herkömmliche Lösungen waren bisher zu langsam, um Elektromobilität alltagstauglich zu machen. Verschiedene Anbieter arbeiten daher an Schnellladetechnologien.

Zu diesen gehört etwa ABB. Das Schweizer Unternehmen hat eine Schnellladestation entwickelt, die Batterien in wenigen Minuten lädt. Weltweit sind bisher über 6000 ABB-Schnellladestationen in Betrieb, täglich werden es mehr, Unternehmensangaben zufolge. Dabei werden auch digitale Netzwerke unterstützt, mit denen sich Abrechnung und Bezahlung im Handumdrehen erledigen lassen.

So könnten sich elektrischen Ladestationen künftig ähnlich einfach nutzen lassen, wie die Zapfsäule beim konventionellen Auto. Derzeit werden rund 200 ABB-Ladestationen entlang der Autobahnen installiert, die der Raststätten-Betreiber Tank & Rast beauftragt hat.

Dynamisches Duo: Batterie und Brennstoffzelle

Die Umstellung auf elektrische Antriebe hat aber auch tief greifende Auswirkungen auf die Automobilbranche. Das bekommt etwa Elringklinger zu spüren, ein Entwicklungspartner und Serienlieferant der Automobilindustrie.

Das Unternehmen trägt den Wandel mit und setzt dabei auf zwei Technologien: Batterie und Brennstoffzelle. Für die automobile Zukunft seien beide Konzepte mit ihren jeweiligen Eigenschaften und Vorteilen sinnvoll, sagt Stefan Wolf, Vorstandsvorsitzender von Elringklinger. „Zudem können die Technologen als Duo ihre Stärken ausspielen.“

Laut Wolf stellt der Anbieter bereits seit acht Jahren verschiedene Komponenten für Lithium-Ionen-Batterien in wirtschaftlicher Serienfertigung her. Hierzu zählen neben Zellkontaktier-Systemen auch Modulverbinder.

Neues E-Mobilitäts-Kompetenzzentrum soll Forschung vorantreiben

Um die Elektromobilität weiter voranzubringen, würden jetzt zukunftsweisende Entscheidungen benötigt, meint Loogen von e-mobil BW. „Für innovative Produkte, kostensenkende Kooperationsprojekte nicht nur im Bereich der Lade- und Verkehrsinfrastruktur und für die praxisorientierte Spitzenforschung.“

Um die Forschung zu fördern, haben sich das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE), das Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik (EMI) und der Technologieverband VDE zusammengetan. Die drei Partner haben ein neues Kompetenzzentrum für Batterien und Energiespeichersysteme in Freiburg gegründet.

Das Portfolio umfasst die angewandte, marktnahe Forschung und Entwicklung von Batteriezellen und -systemen, die Entwicklung neuer Prüfstandards, die Durchführung von Sicherheits- und Performance-Tests sowie Zertifizierungen von Komponenten und kompletten Batteriesystemen. Neben der Elektromobilität liegt der Fokus auf stationären Speichersystemen sowie auf portablen Anwendungen. (ms)

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