Studie: Kunststoffverwertung in Deutschland nimmt weiter zu Ein zweites Leben für den Abfall

Studie: Kunststoffverwertung in Deutschland nimmt weiter zu

Ein zweites Leben für den Abfall

In Deutschland agiert eine leistungsfähige Branche, die Kunststoffe sortiert, aufbereitet und stofflich oder energetisch verwertet Bild: Messe Düsseldorf
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Die Kunststoffverwertung in Deutschland funktioniert: Laut der jüngsten „Consultic“-Studie werden die anfallenden Kunststoffe zu 42 % werkstofflich, zu 1 % rohstofflich und zu 56 % energetisch verwertet – rechnerisch 99 % der gesamten Kunststoffabfallmenge.

In Zeiten knapper Rohstoffe lässt sich aus dem Verwerten gebrauchter Kunststoffe frisches Kapital schlagen. Kunststoffe werden hierzulande verstärkt als Ressource genutzt – unabhängig davon, ob das Wertstoffgesetz noch in dieser Legislaturperiode den Weg durch die politischen Instanzen schafft oder nicht. Dazu beigetragen hat auch die in den beiden vergangenen Jahren weltweit boomende Wirtschaft. Die Kunststoffabfallmenge und damit auch die Verwertungsmenge stiegen dadurch deutlich an. Die zu Abfall gewordenen Kunststoffe wurden im Vorjahr zu 42 % werkstofflich verwertet, zu 1 % rohstofflich und zu 56 % energetisch.

Dies hat die neue Studie „Produktion, Verarbeitung und Verwertung von Kunststoffen in Deutschland 2011“ ermittelt. Die im Zweijahresrhythmus erscheinende Studie wurde durch die Firma Consultic Marketing und Industrieberatung, Alzenau, soeben zum achten Mal erstellt. Die im Vorjahr in Deutschland erzeugte Kunststoffmenge betrug demnach 20,7 Mio. t, das sind rund 3,7 Mio. t. mehr als 2009, dem Jahr der letzten Studie. Für die Herstellung von Kunststoffprodukten wurden in Deutschland 11,9 Mio. t (2009: 10,7 Mio.t) eingesetzt. Die Kunststoffabfallmenge betrug 5,45 Mio. t und stieg damit um 10,5 % gegenüber dem Vergleichsjahr an. Rechnerisch 99 % der gesamten Kunststoffabfallmenge seien verwertet worden, heißt es, die Beseitigung spiele praktisch keine Rolle mehr. „Kunststoffverwertung hat sich heute als ein wichtiger Bestandteil und Wirtschaftsfaktor der Kunststoffbranche etabliert“, kommentiert BKV-Geschäftsführer Dr. Peter Orth die Ergebnisse. Die in der Branche als „Consultic“-Studie bekannte Erhebung liefert seit 1998 Strukturdaten für die gesamte Wertschöpfungskette der Kunststoffe in Deutschland.
Auftraggeber der aktuellen Erhebung sind die BKV Plattform für Kunststoff und Verwertung, Plastics Europe Deutschland e. V., der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e. V. (bvse), der Fachverband Kunststoff und Gummimaschinen im VDMA sowie die Industrievereinigung Kunststoffverpackungen (IK).
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