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Geprüfte Sicherheit

Zuverlässige Sicherheitsbremsen für Regalbediengeräte
Geprüfte Sicherheit

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Antriebstechnik | Ein innovatives Antriebskonzept sorgt im Regalbediengerät Colibri der Winkel GmbH für maximale Umschlagsleistung und Raumeinsparungen. Das Sicherheitsbremssystem Roba-stop-M von Mayr erfüllt die Anforderungen des Performance Level PL d nach EN ISO 13849-1 und ist TÜV-geprüft.

Simone Winkler Chr. Mayr, Mauerstetten

Fahrgeschwindigkeiten bis zu 6 m/s und Beschleunigungswerte von bis zu 5 m/s2 – in modernen Hochregallagern kommen heute hochdynamische Regalbediengeräte zum Einsatz, die mit größter Genauigkeit verfahren und maximale Raumausnutzung ermöglichen. Um bei den starken Belastungen die Sicherheit von Personen, Maschinen und Material zu jeder Zeit zu gewährleisten, ist innovative Sicherheitstechnik unverzichtbar.
In seinen neuen Regalbediengeräten der Colibri-Serie setzt Winkel als führender Anbieter von Lineartechnik für schwere Lasten daher auf die bewährten Roba-stop-M-Sicherheitsbremsen von Mayr Antriebstechnik. Das Bremssystem im Regalbediengerät erfüllt die strengen Anforderungen des Performance Level PL d für hohes Gefährdungsrisiko nach EN ISO 13849-1 und ist vom TÜV geprüft. Die Sicherheitsbremsen zeichnen sich zudem durch minimalen Energiebedarf, sehr geringe Eigenerwärmung und kurze Schaltzeiten aus. Die hohe Lebensdauer, der niedrige Wartungsaufwand sowie die einfache und schnelle Montage machen die Bremsen überdies zu einer besonders wirtschaftlichen Lösung.
Dem Regalbediengerät liegt ein besonders dynamisches Antriebskonzept zugrunde. Dabei greift ein frequenzgeregelter Zentralantrieb an der oberen und unteren Fahrschiene formschlüssig jeweils mit einem Zahnrad in eine Zahnstange ein. Synchronisiert wird mechanisch über eine Kardanwelle. Dadurch ist der Mast zweifach gestützt und erreicht so eine hohe Steifigkeit ohne Lastpendeln. Zudem schafft der Synchronantrieb die Voraussetzungen für eine leichtere mechanische Bauweise mit geringerem Gewicht. So reicht auch ein kleinerer Antrieb mit weniger Stromverbrauch aus. Damit arbeitet das Regalbediengerät trotz der hohen Dynamik äußerst energieeffizient.
Um die Sicherheitsauflagen zu erfüllen, erfordern herkömmliche Regalbediengeräte auf horizontaler Achse eine Pufferzone zwischen Regal und Gebäudewand: das Anfahrmaß. Der Antrieb im Colibri-Regalbediengerät, mit dem sicherheitsgerichtete Positionen angefahren werden können, garantiert dagegen hohe Sicherheit auf kompaktem Bauraum. „Das TÜV-geprüfte Sicherheitsbremssystem sorgt dafür, dass die hydraulischen Puffer entfallen können, die normalerweise am Gassenende als Endbegrenzung dienen“, erläutert Dipl.-Ing. Thomas Riffert, technischer Geschäftsführer der Winkel GmbH. „Dies spart zusätzlichen Raum, den die Kunden mit Ware füllen können.“
An der oberen und unteren Zahnstange des Regalbediengeräts ist je eine Roba-stop- M-Sicherheitsbremse montiert. Die obere Bremse in Baugröße 250 erzeugt dabei ein Bremsmoment von 450 Nm, die Bremse in Größe 500 an der unteren Zahnstange hat ein Bremsmoment von 600 Nm. Diese elektromagnetischen Federdruckbremsen arbeiten nach dem Fail-safe-Prinzip, woduch sie ausfallsicher sind. Auch bei Stromausfall oder Not-Aus sind sie geschlossen.
Wird der Strom eingeschaltet, baut sich in den Bremsen ein Magnetfeld auf. Die Ankerscheibe wird dadurch gegen den Federdruck an den Spulenträger gezogen. Der Rotor, der über eine Zahnnabe mit der gelagerten Ritzelwelle verbunden ist, ist damit frei, wodurch die Bremse gelüftet ist. Die Welle kann frei durchlaufen, das Ritzel läuft in der Zahnstange mit. Bei Fehlerzuständen wie Stromausfall oder Not-Aus greifen die Roba-stop-M-Bremsen als eigenständige Bremssysteme unabhängig vom Antrieb direkt in die Zahnstange ein und bringen das Gerät vor dem Gassenende innerhalb kürzester Zeit zuverlässig zum Stillstand. Selbst wenn die Bremse beschädigt wird, etwa durch Kabelbruch oder Ausfall der Magnetspule, bleibt das Bremsmoment erhalten.
Die Roba-stop-M-Bremsen gewährleisten volle Sicherheit, auch wenn der Antrieb etwa zu Montage- oder Wartungsarbeiten abgebaut wird. Zudem können sie hinsichtlich Betriebssicherheit und Wartungsfreundlichkeit im Vergleich zu zahlreichen anderen Federdruckbremsen entscheidend punkten. Sie zeichnen sich durch eine geschlossene Bauform und hohe Schutzart IP 54 oder IP 65 in abgedichteter Ausführung aus. Ausgelegt für eine Einschaltdauer von 100 % sind die Roba-stop-M-Bremsen wartungsfrei auf Lebensdauer der Reibbeläge. Ihr kompakter und funktionssicherer Aufbau ermöglicht eine schnelle und kostengünstige Montage. Durch den unveränderbaren Arbeitsluftspalt werden Montage- und Einstellfehler vermieden. Zudem macht die variable Federbestückung für verschiedene Drehmomente die Sicherheitsbremsen besonders flexibel. •
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