Recycling von Aluminiumspänen

Brikettieren ermöglicht hohe Rückgewinnungsquote

Für die Versuchsreihe wurden Aluminiumspäne der Legierung AlMg3 verwendet, die zu handlichen Briketts gepresst waren Bild: Ruf
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Eine Studie zeigt: Das Einschmelzen von Aluminiumbriketts unter praxisgerechten Bedingungen ermöglicht die Rückgewinnung von über 99 % des wertvollen Rohstoffabfalls. Zudem sind gegenüber der Verarbeitung von ungepressten Spänen mit Zentrifugen, Trocknern und Einrühranlagen die Prozesskosten günstiger.

Dass das Brikettieren von Aluminiumspänen eine hohe Rückgewinnungsquote ermöglicht, bestätigt eine Studie. Sie wurde vom Ingenieurbüro Dr. Urbach im Auftrag der Ruf GmbH & Co. KG, Zaisertshofen, durchgeführt. Um realistische und nachvollziehbare Daten zu erhalten, fiel die Entscheidung bei der Materialauswahl auf eine AlMg3 Legierung. Aufgrund ihres Magnesiumgehaltes gehört sie zu den leichter oxidierbaren Legierungen und erzielt eher niedrigere Schmelzausbeuten. Bei ihren Versuchsreihen verwendeten die Wissenschaftler sieben Tage alte Briketts.

Im Zentrum der Studie standen zwei Versuche unter praxisnahen Bedingungen. Dabei wurde zunächst eine Menge von 4 kg Aluminium als Vorlage eingeschmolzen und auf eine Temperatur von etwa 750 °C erhitzt. Nachfolgend setzten Dr.-Ing. Ralf Urbach und sein Team Briketts bei, die auf Ruf-Anlagen hergestellt wurden und zuverlässig eine Dichte von 2,22 bis 2,27 g/cm3 hatten. So war gewährleistet, dass sie im Schmelzbad zu mehr als 90 % untergehen. Nach dem Aufschmelzen der letzten Briketts wurde das Gesamtmetallbad wieder auf etwa 750°C erhitzt und dann in einer Auffangwanne abgestochen. Die Ergebnisse waren nahezu identisch: Die Gesamtausbeuten lagen bei 99,31 und 99,28 %. Darin enthalten sind Krätzanteile von durchschnittlich 1,5 %. Laut den Wissenschaftlern verfügen auch die entstehenden Krätzen über eine Werthaltigkeit mit geschätzten Metallausbeuten von rund 80 %. Weitere Vorteile: Das aus den Spänen gepresste Kühlschmiermittel lässt sich nach einer kurzen Aufbereitung mit Filteranlagen direkt in den Fertigungsprozess zurückführen, zudem benötigen die Briketts erheblich weniger Platz und sind preiswerter zu transportieren.
Als Alternative zum Brikettieren der Aluminiumspäne gilt das kosten- und verfahrensintensivere Zentrifugieren mit anschließendem Trocknen der Späne und Schmelzen in Ofenaggregaten mit Einrühranlagen. Letzteres wird von den Herstellern derartiger Systeme mit einer erreichbaren Schmelzausbeute von etwa 98 % angegeben. hw
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