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Das AMB Technologieforum kam bei den Teilnehmern gut an

Fertigung
Das erste AMB Technologieforum kam bei den Teilnehmern gut an

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Wenn auch deutlich kürzer und kleiner als ursprünglich geplant, so hat das erste AMB Technologieforum doch Signalwirkung. Und es präsentierte spannende neue Fertigungslösungen.

❧ Mona Willrett

„Das richtige Konzept und ein bisschen Disziplin der Besucher zeigen, dass Veranstaltungen wie Konferenzen und Messen auch in diesen Zeiten funktionieren“, sagte Markus Heseding, Geschäftsführer des VDMA Präzisionswerkzeuge, während des ersten AMB Technologieforums. Nach dem Corona-bedingten Lockdown und der damit verbundenen Absage aller Branchenmessen, war das Forum die erste Möglichkeit für die Anbieter von Fertigungslösungen, deren Partner und Kunden, sich wieder persönlich auszutauschen. Entsprechend äußerten sich die Vertreter der teilnehmenden 16 Aussteller durchweg positiv. „Das Forum ersetzt zwar keine Messe, aber es ist ein guter erster Schritt zur Normalität“, sagte Reiner Hammerl, Geschäftsführer Vertrieb bei den Index-Werken. Und Jürgen Förster, Mitglied der Geschäftsleitung beim Fellbacher Spanntechnikspezialisten Andreas Maier (AMF), ergänzte: „Die Kontakte, die wir hatten, waren gut. Das Konzept und wie die Leute sich verhalten ist vorbildlich.“ Von Seiten des Veranstalters stellte Gunnar Mey, Abteilungsleiter Industrie bei der Messe Stuttgart, fest: „Das Interesse, sich persönlich zu treffen, ist groß. Zudem hat das Forum unser Hygienekonzept bestätigt. Die gewonnenen Erkenntnisse helfen uns bei der Konzeption der vor uns liegenden Veranstaltungen und Messen.“

Mey gab aber auch zu, dass die aktuellen Reisebeschränkungen vieler Unternehmen sowie das konjunkturelle Tief die Größe und Dauer des Forums beeinflussten. Waren zunächst fünf Veranstaltungstage mit je 20 Ausstellern und Referenten sowie bis zu 500 Besuchern geplant, so fand die Veranstaltung am Ende an einem Tag statt, an dem 16 Unternehmen ihre Neuheiten einem Auditorium von etwas mehr als 200 Besuchern präsentierten.

In vier Themenslots referierten Vertreter der 16 Aussteller über aktuelle Trends. Am Vormittag präsentierten die Werkzeughersteller Ceramtec, Ceratizit und Paul Horn sowie die Werkzeugmaschinenbauer Chiron, Emco, Index, Licon MT und Waldrich Coburg zukunftsweisende Fertigungslösungen. Am Nachmittag stellten Heraeus Amloy, Knoll, Meusburger und Renishaw ihre jüngsten Entwicklungen rund um die Werkzeugmaschine vor und AMF, Fanuc, Siemens sowie Third Wave Systems rundeten das Forumsprogramm mit Automatisierungs- und Software-Lösungen ab. Im Anschluss an die Vorträge konnten sich die Fachbesucher in der Table Top Ausstellung und der Match Making Area im persönlichen Gespräch mit den anwesenden Experten austauschen.

Präsentationen und ausgewählte Video-Inhalte stehen allen, die nicht vor Ort dabei sein konnten, on demand zur Verfügung. Die Teilnehmer des AMB Technologieforums profitieren zusätzlich davon, dass die Match Making-Plattform für die Nachbereitung weiterhin verfügbar bleibt. Diese und weitere digitale Ergänzungen werden auch künftig bei allen Stuttgarter Industriemessen veranstaltungsbegleitend eine Rolle spielen.

Das positive Feedback der Aussteller und der Besucher zum Konzept des AMB Technologieforums hat die Veranstalter von der Messe Stuttgart und unserer Schwesterzeitschrift mav dazu bewogen, direkt mit der Vorbereitung der zweiten Auflage des Forums zu starten, das vom 7. bis 9. September 2021 stattfinden soll.

Im ersten Vortrag des Forums präsentierte Philipp Dahlhaus von Horn anhand eines Demoteils mehrere innovative Werkzeuglösungen. Zu den angesprochenen Operationen gehörte das Wälzschälen mit Störkontur, das effiziente Erzeugen einer Kronenradverzahnung, das Stoßen einer Innenverzahnung oder tiefer, schmale Einstiche, die in einem Arbeitsgang von einem Sonderwerkzeug hergestellt werden.

Zahnräder in Sekunden definiert entgraten

Eines der von Dahlhaus vorgestellten innovativen Werkzeuge entgratet Zahnräder im Produktionsprozess sekundenschnell und bringt dabei eine definierte 45-Grad-Fase an. Damit trägt Horn den steigenden Anforderungen an die Präzision und Qualität von Verzahnungen Rechnung, die in vielen Fällen keine undefinierten Fasen an den Kanten mehr zulassen. Mit der speziell entwickelten Technologie samt zugehörigem Prozess sei es möglich, beispielsweise ein Zahnrad mit Modul 1 und 25 Zähnen beidseitig in weniger als 5 s zu bearbeiten. Voraussetzung dafür ist ein Dreh-Fräs-Zentrum mit gekoppelten Achsen. Besondere Spannmittel sind nicht erforderlich. Weil die Fräser jedoch gezielt für jede Verzahnung ausgelegt und angefertigt werden müssen, ist der Prozess für die Großserie prädestiniert.

Auch fürs Komplettbearbeiten von Kegelrädern auf einer Universalmaschine hat Horn in Kooperation mit Index eine Werkzeuglösung entwickelt. Mit ihr lassen sich Bauteile mit Kegelradverzahnungen auf einem universellen Dreh-Fräs-Zentrum flexibel und auch in kleinen Stückzahlen effizient herstellen. Dabei werden alle Funktionsflächen zusammen mit der Verzahnung in einer Aufspannung gefertigt. Das Ergebnis: eine hohe Präzision der Bauteile, kurze Bearbeitungs- und Durchlaufzeiten sowie ein wirtschaftlicher Prozesses.

Aber auch die anderen Referenten hatten spannende Neuheiten mitgebracht. So sprach beispielsweise Reiner Hammerl von Index über die durchgängige Effizienz der Kombination aus moderner Werkzeugmaschine, cleverer Automation und aktuellen Digitalisierungslösungen. Matthias Rapp von Chiron erklärte, wie schnell und präzise moderne 5-Achsen-Zentren produzieren. Und Dr. Uwe Schleinkofer von Ceratizit präsentierte Werkzeuglösungen für nachhaltiges Zerspanen.

Kontakt:

Landesmesse Stuttgart GmbH
Messepiazza 1
70629 Stuttgart
www.messe-stuttgart.de

Paul Horn GmbH
Horn-Str.1
72072 Tübingen
www.phorn.de



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