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Sonderwerkzeuge: Digital und kundenspezifisch

EMO 2017: Sonderwerkzeuge
Digital und kundenspezifisch

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Der Froststopfenbohrer hinterlässt keine Späne im Loch. Bild: Komet
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Die Anforderungen in der Zerspanung verändern sich derzeit rasend schnell. Komet legt daher neben Standardwerkzeugen viel Wert auf projektbezogene Entwicklungen, neue Verfahren und digitale Produkte.

Ein neuer PKD-Planfräser, dessen Schneidenträger additiv hergestellt wird, zeichnet sich laut Komet (Halle 4, Stand A64) gegenüber herkömmlich gefertigten Werkzeugen durch nahezu doppelte Produktivität aus. Denn durch das neue Verfahren lassen sich deutlich mehr Schneiden als bisher realisieren. Dazu kommt ein frei gestaltbares Kühlkanaldesign. Auch die Achswinkel lassen sich größer gestalten: Der Schnitt ist weicher und geräuscharmer die Werkstücke weisen kaum einen Grat auf.

Das additive Herstellverfahren erschließt auch für objektbezogene Werkzeugentwicklungen neue Perspektiven. So ist es Komet gelungen, ein PKD-Bohrwerkzeug zu entwickeln, das beim Erzeugen von Durchgangsbohrungen in Hohlräume und Kammern jegliche Restspäne im Bauteil vermeidet. Das zum Aufbohren und Vollbohren geeignete Werkzeug enthält in den Spannuten spezielle Spanlenkungseinsätze, die konventionell nicht herstellbar sind.

Ein weiteres, neuentwickeltes PKD-Sonderwerkzeug ist ein Planfräser, der bei hohen Drehzahlen einen Sog zur Unterstützung der Späneabfuhr bewirkt. Dieses System beruht auf einem besonders gestalteten Spankanal und der durch die Wendeschneidplatte erzeugten Spanform. Im Zusammenspiel mit der Umlenkung des Kühlschmierstoffs an der Stirnseite des Planfräsers kommt dieser Sog zustande, der die Späne nach oben abzieht.

Für einen Einsatzfall entwickelte Komet eine etwa 3,8 m lange Bohrstange mit einem 60-fachen Längen/Durchmesser-Verhältnis. Sie erzeugt Bohrungen in H8-Qualität und hält dabei eine Parallelität zur Bauteilachse von 0,04 mm ein.

Die neue Baureihe 3 der KomTronic U-Achse UAS160 besitzt einen eigenen Web-Server, der es ermöglicht, von extern die Konfiguration, Parametrisierung und Diagnose vorzunehmen. Auch neue Software lässt sich übers Netzwerk aufspielen. Zur Baureihe 3 gehört ein direktes Wegmesssystems am Schieber mit 50 nm Auflösung und ein 48-V-Betriebssystem. Zudem bietet sie eine Regelzykluszeit von 1 ms.

Das Kernelement in Komets Digitalsparte aber bleibt das Assistenzsystem ToolScope. Aus dem ursprünglichen Prozessüberwachungssystem ist inzwischen eine weitgehend offene Plattform geworden. Auf der Messe stellt Komet die neue ToolScope-Firmware V11 vor, die unter anderem die Möglichkeit bietet, erweiterte Cloud-Funktionen zu nutzen. In diesem Zusammenhang präsentiert Komet eine neue Software, die ToolScope-Funktionen ohne Hardware-Installation, also rein serverbasiert, übernehmen kann.

Neben dem klassischen Einsatz als Assistenzsystem, das während des Bearbeitungsprozesses maschineninterne Signale wie das Drehmoment einer Spindel oder die Vorschubkraft einer Achse erfasst und dokumentiert sowie Kenngrößen berechnet und Trends ableitet, bietet sich ToolScope auch als Big-Data-Lieferant für eine Komet-Cloud oder ein lokales Kunden-Rechenzentrum an.



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