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Multifunktionsfräser bearbeitet Schließplatten prozesssicher

Multifunktionsfräser bearbeitet Schließplatten prozesssicher
Ein Werkzeug für alle Jobs

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Geschwindigkeit, Präzision, Flexibilität und hohe Oberflächengüte – darauf kommt es an, wenn Werkzeugbauer Weko legierten und vergüteten Werkzeugstahl bearbeitet. Ein Multifunktionsfräser von Iscar sorgt dabei für hohe Prozesssicherheit und ist zudem vielseitig einsetzbar.

» Erich Timons, CTO / Technischer Leiter Iscar Germany GmbH

Wir sind klein, offen für Neues und erledigen, was kommt“, sagt Michael Quast. Er ist einer von drei Geschäftsführern der Weko Werkzeugbau GmbH in Kierspe. Dort fertigen zehn Mitarbeiter Werkzeuge für Automobilzulieferer sowie für die Verpackungs- und Kosmetikindustrie, etwa Spritzgießwerkzeuge für Kunststoff oder Duroplast-Presswerkzeuge. Hauptsächlich bearbeitet das Unternehmen Stahl, aber auch festere Werkstoffe wie Armox. Um die Maschinen besser auszulasten, übernimmt Weko Aufträge als Lohnfertiger und bearbeitet Kleinserien für Unternehmen in der Umgebung.

Um die notwendige Flexibilität zu gewährleisten, hat Quast mit Iscar einen Werkzeugpartner im Boot, „mit dem wir schon seit vielen Jahren zusammenarbeiten und gemeinsam bereits manche Aufgabe gestemmt haben.“ Auch bei einem Schließplatten-Projekt baute er auf seinen Technologiepartner.

Suche nach einer besseren Lösung

Die Schließplatten sind Ersatzteile für eine Spritzgießmaschine und werden in unregelmäßigen Abständen von einem Kunden angefragt. Weko stellt die Komponenten paarweise aus dem legierten und vergüteten Werkzeugstahl 1.2311 her. Für die Platten muss das Unternehmen unterschiedliche Teile mit verschiedenen Radien und Konturen fertigen. Für alle gilt: Sie müssen schnell und präzise produziert werden und am Ende eine hohe Oberflächenqualität mit einem Rz-Wert von 2 oder 3 µm aufweisen. Besonders die Radien und die benötigte Kontur sind eine Herausforderung und erfordern präzise Arbeit. Bislang setzte Weko bei diesen Aufträgen Rundplattenwerkzeuge ein, die aber nie ganz überzeugen konnten. „Es hat funktioniert, aber die Werkzeuge sind bruchgefährdet und damit nicht prozesssicher“, sagt Quast. Deswegen musste eine bessere Lösung her.

Mit seinem Anliegen wandte er sich an Kai Herrmann und an Anton Kress von Iscar. „Wir haben mit dem Tor 6 Mill auch schnell das passende Werkzeug für diese Aufgabe gefunden“, berichtet Anwendungstechniker Herrmann. „Der Multifunktionsfräser ermöglicht nicht nur bessere Ergebnisse als die bisher eingesetzten Werkzeuge – er ist auch universell und flexibel einsetzbar.“ Um sicher zu gehen, fuhr Herrmann einige Testläufe auf den Maschinen von Weko. „Die Ergebnisse waren sehr gut und damit war die Entscheidung gefallen“, sagt Anton Kress, der als Produktspezialist ein Experte fürs Fräsen ist.

Iscar hat den Multifunktionsfräser im Rahmen seiner weltweiten Produktkampagne Logiq für die Bearbeitung ganz unterschiedlicher Werkstoffe entwickelt. Er ist in den Varianten TR6 ER als Schaftfräser mit Durchmessern von 16 bis 32 mm, TR6 ER-M als Schaftfräser mit Flexfit-Einschraubschnittstelle und Durchmessern von 16 bis 35 mm sowie TR6 FR als Planfräser in den Durchmessern 40, 42, 50, 52, 63, 66 und 80 mm verfügbar. Der Fräser spielt seine Stärken insbesondere beim Taschen-, Plan- und Konturfräsen, beim Abzeilen sowie beim Dreh- und Eckfräsen aus. Normale und tiefe Kavitäten entstehen damit in hoher Oberflächenqualität. Bestücken lässt er sich mit doppel- und einseitigen Wendeschneidplatten (WSP) mit drei bis sechs Schneidkanten und Eckenradien von 0,5 bis 3 mm. „Ein weiterer großer Vorteil ist, dass der Nenndurchmesser des Werkzeugs immer derselbe bleibt“, erklärt Kai Herrmann. Zusätzlich zu diesen Wendeschneidplatten mit den gängigen Eckenradien zum Abzeilen sind auch weitere Platten zum 90-Grad-Eckfräsen, zum Planfräsen und Anfasen mit 45 Grad sowie zum Hochvorschubfräsen erhältlich. Für alle Typen von Wendeschneidplatten genügt ein Grundhalter. Die Platten besitzen einen positiven Spanwinkel für einen besonders weichen Schnitt und sind aus den hoch widerstandsfähigen Sumotec-Schneidstoffsorten gefertigt.

Prozesssicherheit und lange Standzeit

Die einzelnen Elemente der Schließplatte werden auf verschiedenen Maschinen und mit unterschiedlichen Verfahren bearbeitet. Mit dem Tor 6 Mill benötigt Michael Quast nur noch ein Werkzeug dafür. Er muss lediglich den richtigen Werkzeugträger mit den für die Aufgabe passenden Schneidplatten bestücken. So wurde beispielsweise ein Element in einer CNC-Drehmaschine mit einem Sechskant versehen. Dazu kam der Schaftfräser mit 20 mm Durchmesser, bestückt mit 90-Grad-Eckfräsplatten in der verschleißfesten Schneidstoffsorte IC808 zum Einsatz. Aufwendiger war das Bearbeiten einer anderen Komponente. In der Fräsmaschine wurden die Oberfläche und die benötigte Kontur mit Hochvorschubplatten vorgeschruppt und anschließend mit den Standard-Schneidplatten fertiggeschlichtet. „Diese Flexibilität des Werkzeugs und seine Prozesssicherheit bis zum Ende des Bearbeitungsvorgangs sind für uns das A und O“, erklärt Michael Quast. „Ich war anfangs skeptisch, ob ein weichschneidendes Werkzeug mit positivem Spanwinkel auch für härtere Materialien taugt, aber es hat sich bewährt.“ Der Job sei schneller abgearbeitet und das Werkzeug laufe zuverlässig. „Hinzu kommt, dass die Maschinen leiser arbeiten, was der Arbeitssicherheit zugutekommt. Und auch die Standzeit des Werkzeugs hat sich deutlich verbessert“, ergänzt der Geschäftsführer.

www.iscar.de

Kontakt:

Iscar Germany GmbH
Eisenstockstr. 14
76275 Ettlingen
www.iscar.de

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