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Zerspanwerkzeuge: Experten nennen Trends und Herausforderungen

Messe EMO 2019: Zerspanwerkzeuge
Experten nennen Trends und Herausforderungen in der Werkzeugtechnik

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Mit Softwarelösungen wie CoroPlus ToolPath unterstützen Werkzeughersteller ihre Kunden dabei, anspruchsvolle Prozesse besser zu planen und das Leistungspotenzial der Werkzeuge auszuschöpfen. Bild: Sandvik Coromant
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Es geht weiterhin rasant voran in der Werkzeugtechnik. Für den Fortschritt sorgen neue Prozesse, intelligente Tools und die digitale Vernetzung der gesamten Prozesskette. ❧

Mona Willrett

Unsere Umfrage zeigt: Digitalisierung spielt auch in der Werkzeugtechnik eine elementare Rolle. Das gilt sowohl für die Prozesse bei den Werkzeugherstellern, für deren Produkte und Dienstleistungen als auch für den Einsatz der Tools bei den Kunden. „Digitalisierung wird immer greifbarer“, sagt etwa Dr. Niklas Kramer von Sandvik Coromant. „Es gibt Lösungen, die bereits gekauft und eingesetzt werden können. Deren Nutzung generiert wieder Ideen, aus denen neue Kooperationen, Lösungen und Produkte hervorgehen.“ Hinzu komme, dass die Durchgängigkeit der Vernetzung immer besser werde, so dass sich die Bereiche Auftragsplanung, Programmierung, Simulation, überwachte Zerspanprozesse, Werkzeuglogistik sowie das Finden von Optimierungspotenzialen gegenseitig bereichern.

Alle Befragten nennen die Digitalisierung und Vernetzung als Trendthemen. „Durch das Zusammenspiel von Werkzeug, Maschine und Software entstehen neue Bearbeitungsstrategien, die Zykluszeiten reduzieren. Ein Beispiel ist unser High Dynamic Turning“, sagt Andreas Kordwig von Ceratizit. Und auch Matthias Rummel von Horn hebt die Chance hervor, Prozesse weiterzuentwickeln, Produktivitätspotenziale zu erschließen und die Zuverlässigkeit der Abläufe auf eine neue Ebene zu heben. Dabei helfen intelligente Lösungen wie die Echtzeit-Werkzeugüberwachung PTS fürs Mikro-Drehen. Ein ins Drehwerkzeug eingelegter Kraftsensor ermittelt selbst kleinste Zerspankräfte mit hoher Auflösung. So gibt das System dem Maschinenbediener nicht nur Aufschluss über den Zustand des Werkzeugs. Anhand der Messwerte kann er zudem Prozess- und Werkstoffanomalien erkennen und frühzeitig gegensteuern.

Auch Dr. Stefan Sattel von Gühring, sieht die Werkzeugtechnik geprägt von neuen Bearbeitungsstrategien, die sich von den etablierten Prozessen abheben und dadurch sowohl eine höhere Produktivität als auch komplexere Operationen ermöglichen.

Bereits seit einiger Zeit nutzt die Branche digitale Vernetzung, um das Toolmanagement zu optimieren und neue Serviceleistungen zu etablieren. „Damit die gesamte Prozesskette reibungslos funktioniert, müssen alle Rädchen ineinandergreifen“, sagt Andreas Enzenbach von Mapal. Wichtig seien hier nicht nur die Werkzeuge, sondern auch die zugehörigen Daten.

Neues, auch abseits der Digitalisierung

Doch auch nicht digitale Aspekte bleiben wichtig. So sieht Erich Timons von Iscar Germany energiesparende Bearbeitungsstrategien und modulare Werkzeugkonzepte als Ansätze, um natürliche Ressourcen zu schonen. Und Borries Schüler von Hoffmann erkennt im vermehrten Einsatz von Spezialwerkzeugen für besondere Anwendungen und Werkstoffe einen weiteren Trend. In diesem Zusammenhang werden auch additive Verfahren an Bedeutung gewinnen. Denn: „Sie geben uns neue Möglichkeiten in der Geometrieauslegung“, begründet Gerhard Knienieder von Emuge-Franken.

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