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„Größere Flächen gebucht und mehr Maschinen präsentiert“

Usetec-Veranstalter Florian Hess zur Entwicklung der Messe am neuen Standort Köln
„Größere Flächen gebucht und mehr Maschinen präsentiert“

Florian Hess, Managing Director of Hess GmbH „We have a long tradition behind us which has given us a lot of experience, and now at the new venue we hope to rise to new heights.”
Zur Premiere der Usetec in Köln zeigt sich Veranstalter Florian Hess vom Zuspruch der Aussteller zufrieden. Trotz der Unruhen im arabischen Raum erwartet er auch auf der Besucherseite ähnliche Zahlen wie in der Vergangenheit.

Herr Hess, neuer Standort, neuer Partner und neuer Name. Was erwarten Sie bei diesem Wechsel bezüglich Aussteller- und Besucherzuspruch?

Bei einer Premierenveranstaltung hat man immer verhaltene Vorstellungen. Aber wir knüpfen ja an eine langjährige Tradition und Erfahrung mit einer Vorveranstaltung an, die wir am neuen Standort auf ein neues Niveau heben wollen. Vom Zuspruch ausstellerseitig sind wir sehr zufrieden. Allerdings haben Aussteller größere Flächen gebucht bei gleicher Gesamtfläche wie 2009. Daher werden wir die Ausstellerzahl nicht ganz erreichen.
Der europäische Verband EAMTM ist nicht mit im Boot. Wie wirkt sich das auf die Internationalität der Aussteller aus?
Auf die Internationalität hat das überhaupt keine Auswirkungen. Wir haben schon jetzt auf Ausstellerseite einen Auslandsanteil von über 30 Prozent, wobei sich Anbieter aus 25 Ländern präsentieren. Wenn auch der Verband als Kooperationspartner nicht mit im Boot ist, haben sich doch etliche seiner Mitglieder für eine Premierenveranstaltung entschieden. Ein neugegründeter Verband aus Italien mit ehemaligen EAMTM-Mitgliedern tritt als Gruppe auf und wir haben auch eine niederländische Gruppenbeteiligung.
Nach der schweren Krise 2009 hat die Konjunktur in Deutschland einen mächtigen Aufschwung genommen. Wie wirkt sich das auf die Usetec aus?
Bei den inländischen Ausstellern, immerhin 70 Prozent, ist der Aufschwung schneller angekommen. Es werden größere Flächen gebucht und mehr Maschinen präsentiert. Manche haben sogar schon wieder Probleme auf der Beschaffungsseite. Das hätte ich jetzt nicht so schnell erwartet. Auch zeigen sich erste Tendenzen zu längeren Lieferzeiten bei Neumaschinen. Das schlägt schon auf den Gebrauchtmaschinenmarkt durch. Das gilt fürs Inland. Südeuropa zeigt noch Schwächen, in Skandinavien und England dagegen gibt es vereinzelt schon leere Lager.
Sie hatten die Besucherwerbung in Nordafrika und im mittleren Osten deutlich verstärkt. Welche Auswirkungen erwarten Sie jetzt von den politischen Unruhen?
Das wirkt sich sicher negativ aus. Langfristig werden sich unsere Aktivitäten aber lohnen. Im Vergleich zu Osteuropa sind die Besucherzahlen aber um ein Vielfaches geringer. Stark ist allerdings das Besucherinteresse aus dem Irak. Da besteht wie in anderen arabischen Ländern ein großer Nachholbedarf. Mit den Besucherzahlen ist das so eine Sache. Im letzten Jahr kamen wegen der Vulkanaschewolke aus Island nur zwei Drittel der Besucher und dennoch liefen gute Geschäfte.
Warum soll der Messetermin 2012 auf den der Eisenwarenmesse verlegt werden? Bisher galt doch die Parallelität zur Hannover Messe für besseren Zuspruch ausländischer Besucher?
Die Eisenwarenmesse ist vor allem in den Bereichen Handwerkzeuge und Industriebedarf stark. Aber im Bereich der Überschneidungen beider Messen ist ein hoher Anteil ausländischer Besucher, 35 bis 40 Prozent sind aus der Industrie. Das bietet uns die Chance, bei Zielgruppen Interesse zu wecken, die sonst das Gebrauchtthema nicht vorrangig im Blick haben. Das geht in die Richtung Betriebsausstattung, den wir ausgebaut haben oder auch in Richtung Flurförderzeuge, Logistik hinein. Wir glauben, dass dort spannende neue Potenziale erschlossen werden können. Und 60 000 Besucher auf dem gleichen Messegelände, das ist besser als erst zwei bis drei Stunden mit dem Zug aus Hannover anreisen zu müssen.
Dr. Rolf Langbein
Industrieanzeiger
Titelbild Industrieanzeiger 19
Ausgabe
19.2021
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