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Kooperation mit Südkorea bei der Ausbildung

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Kooperation mit Südkorea bei der Ausbildung

Die südkoreanische Bildungskommission zu Besuch in Aalen: (v.li.) Joo-Suk Park (Geschäftsführer Mapal HTT), Dr. Joong Soon Lee (Rektor der Busan National Mechanical Technical High School), Dr. Hong Sun Kim, (Direktorin des koreanischen Bildungsministeriums), Dr. Dieter Kress (Geschäftsführender Gesellschafter Mapal). Bild: Mapal
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Südkorea will die berufliche Qualifikation seiner Jugendlichen verbessern und sich am dualen System in Deutschland orientieren. Werkzeughersteller Mapal wird die Asiaten dabei unterstützen.

Südkorea hat sich zu einem bedeutenden Industrieland entwickelt und ist auch für die Aalener Mapal Dr. Kress KG ein wichtiger Absatzmarkt. Mit der Mapal HTT Co. Ltd. ist das Unternehmen seit 1992 mit einer eigenen Vertriebs- und Produktionsniederlassung in Kyonggi-Do, nahe Seoul, vertreten. Seit vielen Jahren bestehen auch gute Kontakte zur Busan Mechanical Technical High School (BMT), einer Internatsschule in Koreas zweitgrößter Stadt Busan. Die BMT ist eine von neun Schulen, die im nächsten Jahr an einem Pilotprojekt der südkoreanischen Regierung zur Einführung des dualen Ausbildungssystems teilnehmen werden. Auf der Suche nach kooperierenden Unternehmen wandte sich die Kommission schon im Vorfeld der Kampagne an Mapal und stieß auf offene Ohren. Der Geschäftsführende Gesellschafter Dr. Dieter Kress stimmte einer Zusammenarbeit gerne zu. „Wir brauchen qualifizierte Mitarbeiter und sind deshalb auch bereit, in die Ausbildung junger Leute zu investieren“, begründet er.

Die Aalener haben acht koreanische Berufsschüler im Alter von 17 und 18 Jahren mit ihren Betreuern für drei Monate nach Deutschland eingeladen. Noch bis Anfang Dezember werden den angehenden Mechanikern in den Ausbildungswerkstätten in Aalen und Altenstadt theoretische und praktische Kenntnisse im Bereich Zerspanungstechnik vermittelt. Der enge Kontakt zu den deutschen Kolleginnen und Kollegen beim gemeinsamen Lernen und Arbeiten, verbunden mit dem Besuch von Firmen aus der Umgebung, einem bereits erfolgten Messeausflug zur AMB in Stuttgart und vielen Freizeitunternehmungen bietet den Jugendlichen die Möglichkeit, ihr Wissen in technischer wie kultureller Hinsicht vielfach zu erweitern. Die jungen Koreaner haben dies von Anfang an mit viel Interesse und großer Begeisterung aufgenommen. Ihrem Wunsch auch weiterhin mit dem Unternehmen verbunden zu bleiben, wird der Präzisionswerkzeughersteller entsprechen und ihnen nach Abschluss ihrer Ausbildung einen Arbeitsplatz in der koreanischen Niederlassung anbieten. Kim Hong Sun, Direktorin für berufliche Bildung im koreanischen Bildungsministerium, zeigte sich nach ihren Gesprächen mit den Verantwortlichen bei Mapal und dem Besuch der Aalener Lehrwerkstatt ebenfalls beeindruckt. „Wir können viel von Ihnen lernen“, stellte sie fest.
In Südkorea beschränkt sich die Ausbildung bislang vor allem auf die Vermittlung theoretischer Inhalte. Mit mehr Praxiswissen will die dortige Regierung den Schülerinnen und Schülern eine bessere fachliche Qualifikation ermöglichen. Beim Besuch der Regierungskommission hat der Aalener Präzisionswerkzeughersteller ein Memorandum unterzeichnet. Darin erklärt sich das Unternehmen bereit, den koreanischen Bildungsinstitutionen zukünftig als Ausbildungspartner zur Verfügung zu stehen, um die Einführung des dualen Systems in Südkorea nachhaltig zu unterstützen. Ein Filmteam des nationalen Senders EBS (Korea Educational Broadcasting System), das die Delegation begleitet hat, wird in einem geplanten Fernsehbeitrag über den Besuch der Kommission und die Ausbildung der acht jungen Koreaner berichten.
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