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Hochvorschubfräser von Iscar verbessert Prozesse bei Werkzeugbauer

Hochvorschubfräsen
Lohnfertiger erreicht mit neuem Werkzeugsystem 50 % längere Standzeit

Schwere Brocken gehören bei Jelba zum Zerspanungs-Alltag. Das Unternehmen bearbeitet Bauteile mit einem Gewicht von bis zu 80 t. Eine besondere Rolle spielt dabei das Hochvorschubfräsen. Mit einem Werkzeug von Iscar ist es den Niederbayern gelungen, die Standzeiten um bis zu 50 % zu verlängern und die Bearbeitungen zu beschleunigen.

» Erich Timons, CTO/Technischer Leiter, Iscar Germany GmbH, Ettlingen

Seit seiner Gründung im Jahr 1990 übernimmt Jelba Werkzeug- und Maschinenbau in Hauzenberg-Jahrdorf nahe Passau Lohnfertigungsarbeiten für Kunden weltweit. „Wir sind technisch breit aufgestellt und bedienen viele Branchen“, sagt Fertigungsleiter Rainer Pilsl. So entstehen Komponenten für den Prüfsektor in der Automobilindustrie, für Sondermaschinen, den Walzwerkbau, die Windkraft, den Flugzeugbau oder die Wasserkraft. In der Produktionshalle können die Niederbayern Bauteile bis zu einem Gewicht von 80 t handhaben und auf leistungsstarken Maschinen Komponenten bis 16 m Länge bearbeiten.

Jelba fertigt nahezu ausschließlich auf Kundenwunsch. Seit der Gründung ist das Familienunternehmen kontinuierlich gewachsen und beschäftigt heute 270 Mitarbeiter, darunter 30 Auszubildende. Auf einer Produktionsfläche von 15.000 m2 sind Fräsen, Drehen und Schleifen die Hauptzerspanungsprozesse. „Wir übernehmen aber auch Tätigkeiten wie Sägen, Schweißen, Lackieren oder Sandstrahlen“, ergänzt Pilsl. Es entstehen Komponenten in Stückzahlen von eins bis 20. „Unser Fokus liegt auf der Großteile-Zerspanung nach hohen Kundenanforderungen. Liefertermin, Qualität und Preis müssen stimmen“, sagt der Fertigungsleiter, der sich mit der derzeitigen Marktsituation zufrieden zeigt: „Unsere Auftragsbücher sind voll. Sehr gut entwickelt sich beispielsweise der Kunststoffsektor.“

Prozesse ständig im Auge

Um weiterhin erfolgreich zu bleiben, stehen die internen Produktionsprozesse ständig auf dem Prüfstand. „Wir sind nie zufrieden und immer auf der Suche nach Verbesserungen“, bringt es Rainer Pilsl auf den Punkt. Kopfzerbrechen bereitete ihm beispielsweise die Bearbeitung großer Schiebergehäuse für Kunststoff-Extrudermaschinen aus Vergütungsstahl. Das eingesetzte Werkzeug erfüllte nicht die Erwartungen der Zerspaner. „Es gab immer wieder Werkzeugbruch. Und wenn sich die Schneidplatte verabschiedet, kann auch der Trägerkörper Schaden nehmen“, beschreibt Stefan Blab von der Jelba-Werkzeugverwaltung das Problem.

Ein Lösungsansatz zeichnete sich bei einem Besuch der Spezialisten des Werkzeugherstellers Iscar vor Ort ab. „Wir haben neue Frässysteme entwickelt und den Kontakt zu Jelba gesucht“, schildert Hubert Fischer, Beratung und Verkauf bei Iscar. Und Anwendungstechniker Armin Zillner ergänzt: „Als wir von den Problemen erfahren haben, schlugen wir vor, Vergleiche zu fahren.“ Für Iscar sollte der Hochvorschubfräser Mill 4 Feed an den Start gehen. Da Jelba bereits mehrere Werkzeuge der Ettlinger erfolgreich im Einsatz hatte, waren die Niederbayern schnell zu Tests vor Ort bereit.

Ein System für alle Fälle

Iscar hat Mill 4 Feed für die Bearbeitung aller gängigen Werkstoffe entwickelt und bietet das System in Durchmessern von 22 bis 160 mm an. Der Anwendungsbereich umfasst das Taschen-, Plan-, Kontur- und Drehfräsen, bevorzugt in den Branchen Werkzeug- und Formenbau, Luft- und Raumfahrtindustrie sowie Maschinenbau. Die vierschneidigen Wendeplatten stehen in fünf Geometrien und sechs Beschichtungen zur Verfügung. Der Werkzeughersteller bietet die Platten in den Größen 09, 12 und 17 an. Durch einen sehr positiven Spanwinkel ist das Werkzeug besonders leichtschneidend.

Mill 4 Feed ist für eine perfekte Temperaturregelung an der Schneide innengekühlt. Der Grundkörper ist beschichtet, sehr stabil und verfügt über große Kammern für eine reibungslose Spanabfuhr. Der Krafteinfluss auf das Werkzeug erfolgt überwiegend in axialer Richtung. Dadurch lassen sich tiefe Kavitäten schwingungsarm bearbeiten.

Werkzeugkosten gespart

Ermutigt von den positiven Testergebnissen, haben sich die Verantwortlichen bei Jelba entschlossen, den Fräser eines Wettbewerbers durch das System von Iscar zu ersetzen. Aus Sicht der Werkzeugverwaltung eine durchweg positive Entscheidung, wie Stefan Blab bestätigt: „Wir haben mit Mill 4 Feed in der Praxis sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Standzeiten haben sich um bis zu 50 Prozent erhöht“, schildert er. Durch den positiven Spanwinkel arbeitet der Fräser besonders laufruhig, was den Werkzeugverschleiß deutlich reduziert hat. „Wir sparen auch Werkzeugkosten, weil Mill4 Feed vier Schneidkanten besitzt – vorher waren es lediglich drei“, ergänzt Blab. Die stabile Konstruktion des Iscar-Systems ermöglicht darüber hinaus schnellere Bearbeitungen.

Großen Wert legen die Verantwortlichen bei Jelba auf eine vertrauensvolle Kooperation mit ihren Partnern. „Iscar hat bei uns durch die Lösung kniffliger Zerspanungsfragen längst Fuß gefasst“, sagt Fertigungsleiter Rainer Pilsl. Er schätzt die Zuverlässigkeit der Werkzeugexperten. „Wenn kurzfristig Probleme auftauchen, sind sie zur Stelle.“ Meistens werden dann schnell Lösungen gefunden. Das hat für Pilsl auch einen kommunikativen Aspekt: „Wir können mit den Iscar-Leuten immer vernünftig reden.“

Kontakt:
Iscar Germany GmbH
Eisenstockstrasse 14
76275 Ettlingen
Tel.: +49 7243 99 08–0
gmbh@iscar.de
www.iscar.de

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