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Grinding Hub: Premiere der Messe für die Prozesskette des Schleifens

Messe Grinding Hub
Neue Messe für die Prozesskette der Schleiftechnik feiert Premiere

Die Grinding Hub soll zur neuen Messeheimat der Schleiftechnik werden. Die internationale Ausrichtung, ein Konzept, das im Dialog mit der Industrie entstanden ist, sowie die gute Infrastruktur des Geländes neben dem Stuttgarter Flughafen haben gut 370 Unternehmen überzeugt, bei der Premiere der neuen Fachmesse dabei zu sein. Auf die Besucher warten viele innovative Lösungen entlang der gesamten Prozesskette des Schleifens.

» Mona Willrett, Redakteurin Industrieanzeiger

Die neue Fachmesse Grinding Hub für die Prozesskette rund ums Schleifen feiert vom 17. bis 20.5.2022 in Stuttgart Premiere. Sie soll sich als neues Drehkreuz für die Schleiftechnik etablieren. Nachdem die drei vorgesehenen Hallen auf dem Stuttgarter Messegelände ausgebucht und viele Marktführer vertreten sind, könnte das durchaus gelingen. Mehr als 370 Aussteller aus 23 Ländern belegen fast 18.000 m² Nettoausstellungsfläche in den Hallen 7, 9 und 10. „Diese Zahlen zeigen uns als Veranstalter, dass wir ein nachvollziehbares, schlüssiges Konzept auf den Weg gebracht haben“, freut sich Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW).

Ausgerichtet wird die Grinding Hub alle zwei Jahre vom VDW in Kooperation mit der Messe Stuttgart und der Schleiftagung sowie in ideeller Trägerschaft des Industriesektors „Werkzeugmaschinen“ von Swissmem (Verband der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie). „Nach mehr als zwei Jahren Zwangspause für die meisten Messen erwarten alle Beteiligten mit Ungeduld das persönliche Wiedersehen“, sagt Schäfer und ergänzt: „Digitale Formate haben einfach nicht die gleiche Qualität und Reichweite wie Präsenzveranstaltungen.“

Die Schleiftechnik gehört in Deutschland zu den Top-4 Fertigungsverfahren innerhalb der Werkzeugmaschinenindustrie. 2021 hat die Branche – laut amtlicher Statistik – Maschinen im Wert von 820 Mio. Euro produziert. 84 % gingen in den Export, davon etwa die Hälfte ins europäische Ausland. Die größten Absatzmärkte sind China, die USA und Italien. International führen 2021 China, Japan und Deutschland die Weltrangliste an. Weltweit produzierte die Schleiftechnik 2021, nach Schätzungen des VDW, Maschinen im Wert von 5,2 Mrd. Euro.

Praxislösungen aus Forschung Industrie auf Sonderständen

Durch seine tiefgreifende Kenntnis der Branche, der technischen Trends und der wichtigen internationalen Akteure, sei es dem Veranstalterteam von VDW, Messe Stuttgart und Swissmem gelungen, Highlight-Themen auf mehreren Sonderständen in den Mittelpunkt zu rücken, kündigt VDW-Chef Schäfer an. Eine wichtige Rolle spiele dabei der Dialog zwischen Praxis und Wissenschaft. Im Rahmen zweier Sonderstände mit dem Titel Grinding Solution Parks zeigen Institute und Unternehmen ihre Sonderthemen.

Simulation hilft, die Prozesskette zu flexibilisieren und zu optimieren

Zu den Ausstellern des Grinding Solution Parks Wissenschaft (Halle 10, Stand D10) gehören unter anderem das Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) der Leibniz Universität Hannover und das Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH Aachen. Prof. Berend Denkena, geschäftsführender Leiter des IFW, sagt: „Gefragt sind vor allem energie- und ressourceneffiziente Prozesse.“ Um sie zu realisieren, spiele die digitale Vernetzung eine zentrale Rolle. „Und wesentlich bei der Digitalisierung des gesamten Herstellprozesses ist die Simulation“, ergänzt IFW-Chef. Am Beispiel von Schleifwerkzeugen zeigen die Wissenschaftler aus Hannover, wie sich deren Herstellung mithilfe einer Simulation der vollständigen Prozesskette flexibilisieren und optimieren lässt. Aber auch bei Detailfragen setzt das IFW auf Digitalisierung: Ein typisches Problem beim Werkzeugschleifen ist die sogenannte Abdrängung. Hier erfahren die Messebesucher, wie sich die Abdrängung langer Werkzeugrohlinge durch intelligente Prozessplanung und den Einsatz einer mit Sensoren ausgestatteten Schleifspindel ausgleichen lässt.

Ganzheitliche Betrachtung der Prozesskette ist elementar

Die Bandbreite der Trendthemen reicht laut Dr. Sebastian Barth von der Herstellung anwendungs- und funktionsoptimierter Oberflächen bis hin zum Bearbeiten innovativer und schwer zerspanbarer Werkstoffe. „Ein weiterer, sehr wichtiger Schwerpunkt ist die ganzheitliche Betrachtung von Prozessketten, in denen die Schleiftechnik oftmals eine entscheidende Rolle einnimmt“, ergänzt der Oberingenieur und Abteilungsleiter für Technologieplanung und Schleiftechnik am Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH Aachen. „Die Prozessketten lassen sich nämlich nur dann ganzheitlich optimieren, wenn auch Auswirkungen der Schleiftechnik auf die anderen, meist vorgelagerten Fertigungsverfahren berücksichtigt werden.“ Zu all diesen Themen zeige das WZL auf der Grinding Hub aktuelle Ansätze für die Produktion.

Ergänzt werden die Forschungsthemen durch den Grinding Solutions Park Industry (Halle 7, Stand C40). Hier geht es um anwendungsbezogene Lösungen. Ein Beispiel ist hier eine neue Masxhine von Diebold zum Wuchten von Schleifscheiben für Werkzeugschleifmaschinen.

Das Start-up Hub schließlich bietet sechs jungen, innovativen Unternehmen die Chance, ihre Ideen und Produkte zu zeigen. Im Fokus stehen vor allem unterschiedliche Softwarelösungen, aber auch Rund- und Unrundschleifmaschinen.

Umati: Die Weltsprache des Maschinenbaus live erleben

Und in Halle 9, Stand D46 zeigt Umati, die gemeinsame Konnektivitätsinitiative von VDW und VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) die Vorteile einer Weltsprache des Maschinenbaus. Dr. Alexander Broos, Leiter Technik und Forschung im VDW, betont: „Wir sind voller Vorfreude, den Menschen endlich wieder live und vor Ort den Nutzen offener, standardisierter Schnittstellen auf Grundlage von OPC UA präsentieren zu können.“ Denn: Die Marke Umati lebe vom Kontakt zwischen alten und neuen Partnern, dem Austausch untereinander und dem Ausbau eines starken Netzwerks.

„Unsere Aussteller stehen in den Startlöchern und scharren bildlich gesprochen mit den Hufen“, fasst VDW-Chef Schäfer die Stimmung vor Messeeröffnung zusammen. „Alle Gespräche zeigen immer wieder, dass die Vorfreude auf das persönliche Treffen und das Netzwerken unbändig groß ist.“

Kontakt:
VDW Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.
Lyoner Str. 14
60528 Frankfurt am Main
Tel.: +49 69 756081–0
vdw@vdw.de
www.vdw.de

www.grindinghub.de

Landesmesse Stuttgart GmbH
Messepiazza 1
70629 Stuttgart
Tel.: +49 711 18560–0
info@messe-stuttgart.de
www.messe-stuttgart.de


Grinding Hub in Kürze

Mit der Grinding Hub feiert eine Fachmesse für Schleiftechnik Premiere.

Termin: 17. bis 20. Mai 2022

Ort: Messe Stuttgart, Hallen 7, 9 und 10, Zugang durch den Eingang West

Aussteller: rund 370 aus 23 Ländern

Angebot: Lösungen für die Wertschöpfungskette der Schleiftechnik

Rahmenprogramm: Grinding Hub Solution Park der Wissenschaft und der Industrie mit innovativen Produktionslösungen, Start-up Area, Digitalisierung in der Produktion, Fachforen live vor Ort und im Stream

Veranstalter: Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) in Kooperation mit der Messe Stuttgart und Swissmem

Turnus: zweijährlich

Weitere Infos: www.grindinghub.de

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