Fräsen: Qualität dank guter Dämpfung

Frästechnik

Qualität dank guter Dämpfung

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Mit seiner Präzision sowie dem dämpfenden und verschleißfreien Lauf der hydrostatischen Führungen überzeugte das Portalfräszentrum Taurus den Automobil-Zulieferer FMF-WWF.

„Die hydrostatische Führung in allen Achsen spielte bei unserer Kaufentscheidung eine wichtige Rolle“, sagt Marcus Friedrich. „Die dämpfenden Eigenschaften in Verbindung mit dem nahezu verschleißfreien Lauf sehen wir in dieser Maschinengröße als Alleinstellungsmerkmal der Taurus“, so der Geschäftsführer der FMF-WWF Werkzeug- und Prototypenbau GmbH in Hardthausen-Gochsen weiter. Darüber hinaus sei die Stabilität beim Schruppen durch die hydrostatischen Führungen ein weiteres, entscheidendes Kriterium für die Investition in die Portalfräsmaschine gewesen.

Maschinenbauer Waldrich Coburg ergänzt zum Thema Hydrostatik noch: Neben dem guten Fräs- und dem günstigen Verschleißverhalten zähle die dauerhafte Genauigkeit – auch in einem ungünstigen Umfeld – zu den wesentlichen Merkmalen Taurus-Baureihe. Die Basis für diese Robustheit bildet ein System, das die Temperatur des Hydrostatiköls der Raumtemperatur nachführt. Damit bleibe die hohe Maschinengenauigkeit auch bei sich ändernden Umgebungstemperaturen erhalten, so der Hersteller. Separate und energiefressende Temperierungseinrichtungen könnten dadurch so entfallen, und das komme der Energiebilanz zu Gute.

Eingespannt in 16 hydrostatischen Taschen bietet auch der Taurus-RAM hohe Laufruhe, Steifigkeit und Präzision. Für Schrupp-Bearbeitungen kann die integrierte und stufenlos positionierbare C-Achse geklemmt werden. Mit dem 5-Achsen-Paket und dem Gabelkopf lassen sich Freiformflächen simultan bearbeiten.

Fräskopfwechsler sorgt für Flexibilität

Die Spindeleinheiten der Taurus werden in Coburg produziert. Das automatische Wechselsystem bietet vier Ablageplätze. Dadurch kann die Maschine ans Werkstück angepasst werden. Moderne Antriebstechnik und absolute Mess-Systeme tragen zum energieoptimierten Betrieb bei – und das bei hoher Präzision und Wartungsarmut.

„Aufgrund der beweglichen W-Achse unserer Taurus 30 und eingefahrener Z-Achse können wir im Bereich der Planbearbeitungen noch effizienter arbeiten“, berichtet Marcus Friedrich. „Durch den Werkzeug- und Kopfwechsler sind wir in der Lage, Komplettprogramme abzuarbeiten.“ Der Nutzen sei allerdings vom Bearbeitungsfall und der Stückzahl abhängig. Die Steigerung der Produktivität bei einer Einzelteilbearbeitung beziffert Friedrich mit rund 10 %.

Mit einer Kapazität von 100 Werkzeugen in der Grundausstattung und der Erweiterungsoption auf 205 Plätze trägt auch das Werkzeugmagazin seinen Teil zur Flexibilität der Maschine bei. Kurze Wechselzeiten reduzieren die Nebenzeit auf ein Minimum. Das gilt auch fürs Palettensystem, das hauptzeitparalleles Rüsten ermöglicht.

Die Kühlmittelreinigungsanlage ist auf der Versorgungsplattform integriert. Zum Einsatz kommt ein Kompaktbandfiltersystem, das flexibel an Kundenanforderungen angepasst werden kann. Auch hier achtet der Maschinenbauer auf geringen Energieverbrauch und setzt frequenzgeregelte Druckerhöhungspumpen für die innere und äußere Kühlmittelzufuhr ein. Durch den Einsatz einer Schraubenspindelpumpe kann der Druck der inneren Kühlmittelzufuhr optional auf 70 bar erhöht werden.

Als mittelständisches inhabergeführtes Unternehmen hat sich FMF-WWF im Bereich Fahrzeugentwicklung, Prototypen und Betriebsmittelbau als Partner der Automobilhersteller etabliert. Die Produktpalette reicht von Prototypen-, Kleinserien- und Serienabsicherungswerkzeugen über Formen, Vorrichtungen und Modelle aus verschiedenen Werkstoffen bis hin zu fertigen Bauteilen für den Automobilbau. Im Fräsbereich setzt das Unternehmen auf höchste Präzision mit modernen HSC-Bearbeitungszentren. Geringe Nacharbeit im Werkzeugbau und Tryout verkürzt die Durchlaufzeiten der Projekte. Auf ihrer Taurus bearbeiten die Frässpezialisten rund um Friedrich werkzeugbauspezifische Gussgrundgestelle sowie große Schieber und Konturteile.

Da sein Unternehmen bereits mehrere Maschinen mit Heidenhain-Steuerung einsetzt, zählte auch dieser Aspekt zu den zentralen Kriterien für Friedrich: „Wäre die Maschine mit einer nicht bereits im Unternehmen integrierten Steuerung auf den Markt gekommen, hätten wir uns nicht für die Taurus entschieden.“ Waldrich bietet hier die Wahl zwischen den Steuerungen Heidenhain TNC 640 oder Siemens 840 Dsl. Das Bedienpult ist schwenkbar und die Neigung der Tastatur individuell einstellbar. Durch die Optionen InPro oder Videokamera haben die Bediener über ein Tablet mit Dockingstation alle Funktionen im Blick.

Ergonomisch an den Bediener angepasst

Marcus Friedrich hat zunächst erfahrene Mitarbeiter an seine Taurus 30 gestellt. Sie hätten die Herausforderung der neuen Maschine voll motiviert und mit viel Energie angenommen. Ergonomisch sei die Maschine bestens auf die Bediener eingestellt. Da es sich um eine noch relativ neue Entwicklung handle, gebe es noch Potential, die Maschine ans eigene Arbeitsumfeld anzupassen. Bei auftauchenden Problemen habe ihn in diesem Zusammenhang jedoch der schnelle und zuverlässige Waldrich-Service überzeugt. Durch den Teleservice erhalte er in der Regel zügig eine erste Einschätzung.

Die Idee, auch Serienmaschinen anzubieten, entstand beim Coburger Projektspezialisten 2014. Ende 2015 wurde dann die Taurus vorgestellt. Geschäftsführer Hubert Becker sagte damals, Waldrich biete dem Markt nun eine Maschine, die die klassischen Qualitäten des Hauses – Leistung, Präzision und Langlebigkeit – mit einem gerade für kleine und mittlere Betriebe attraktiven Preis verbinde. Er betonte, hinsichtlich Material, Ausstattung und Qualität gäbe es keine Kompromisse. Das günstige Preis-Leistungs-Verhältnis sei ausschließlich das Resultat konsequent optimierter Produktionsprozesse. Als entscheidend für den Verkaufserfolg sehen die Coburger zudem eine komfortable Ausstattung der Maschine. Die Optionsliste schrieben sie gemeinsam mit Kunden. In der Grundmaschine ist bereits alles notwendige integriert – vom automatischen Werkzeug- und Spindeleinheitenwechsler über den Späneförderer bis zur Kühlmittelanlage.

Derzeit bietet Waldrich das Portalzentrum in zwei Varianten an: die Verfahrwege in X-, Y- und Z-Richtung messen bei der Taurus 25 5000, 3500 und 1500 mm, bei der Taurus 30 6000, 4000 und 1500 mm. Während die kleinere Variante einen festen Querbalken hat, verfährt der NC-Querbalken der Taurus 30 um bis zu 2000 mm.

Marcus Friedrich hält Konzept und Ausführung der Maschine für sehr gut. Sie habe in seiner Fertigung eine Steigerung der Produktivität ermöglicht. (mw)



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