Fachmesse EuroLite: Interdisziplinäre Plattform für Leichtbau

Salzburg präsentiert Technik mit Leichtigkeit

Erfolgreicher Leichtbau setzt Ideen, kreatives Umsetzen und nicht zuletzt breites Erörtern mit anderen Fachleuten voraus Bild: H & K Messe
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Vom 23. bis 25. Juni findet in Salzburg zum dritten Mal die Leichtbaumesse EuroLite statt. 250 Aussteller aus 11 Ländern zeigen ihre Konzepte und Lösungen aus den Bereichen Werkstoffe, Fertigungstechnologien und Software-Tools.

Bis in den Maschinenbau hinein steigt unaufhaltsam die Nachfrage nach Leichtbaulösungen. Hier eine gezielte Informationsbeschaffung zu bieten für Entwickler und Konstrukteure, Designer und Einkäufer, Fertigungsleitung und Geschäftsführung, hat sich die EuroLite als Ziel gesetzt. Der gemeinsame Nenner in Salzburg ist der Leichtbau. Die Vielfalt der möglichen Lösungen und Sichtweisen spiegelt sich aber an den Firmen wider, die sich als Aussteller angemeldet haben. Unter ihnen sind zum Beispiel Axxor, BASF, Becker Carbon, Corex Honeycomb, Evosteel, Leiber Group, das Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen, Magna Powertrain, Metawell, Tox Pressotechnik, Voest Alpine Krems und das Netzwerk Zellulare Metallische Werkstoffe.

Flankiert wird die EuroLite erstmals von der neuen Zuliefermesse EuroSupply und dem vom Leichtbau-Cluster Landshut organisierten Kongress. Die Themenparks „Fügen und Oberflächentechnik“ sowie „Bionic Village“ bündeln spezielle Aspekte und Herangehensweisen.
Dass viele Wege zu leichteren Konstruktionen führen, zeigen Lösungen, die im Vorfeld der Messe bekannt geworden sind. Magnesium bietet mit der geringsten Dichte aller metallischen Konstruktionswerkstoffe ein hohes Leichtbaupotenzial. Magnesiumbauteile sind gegenüber Aluminium-Werkstücken um bis zu 30 % leichter. Dass ihr Einsatz im automobilen Leichtbau trotzdem bisher überwiegend auf Druckgussprodukte begrenzt war, liegt am hohen Preis von Magnesiumblechen, am teilweise unbefriedigendem Korrosionsverhalten und den schlechten Schweißeigenschaften. Dies könnte sich mit dem von der Stolfig Group entwickelten Warm-in-Warm-Verfahren für die Herstellung und Verarbeitung des patentierten Magnesiumwerkstoffes MnE21 ändern.
Potenzial für Multimaterial-Leichtbau bietet auch das von Evosteel entwickelte 3cast-Verfahren, mit dem sich Stahlteile mit Wandstärken von 2 bis 4 mm in Großserie herstellen lassen, in bestimmten Bauteilabschnitten sogar mit Dicken von nur 1,5 mm. Beim 3cast handelt es sich um ein Niederdruckguss-Verfahren, das bisher hauptsächlich mit Aluminium eingesetzt wurde.
Als besonders stabil und widerstandsfähig bei größeren Flächen haben sich in der Natur sechseckige Formen erwiesen, etwa bei Bienenwaben und beim Panzer von Schildkröten und Insekten. Nach ihrem Vorbild hat die Dr. Mirtsch GmbH die Wölbstrukturiertechnik entwickelt. Mit diesem umformtechnischen Verfahren lassen sich sechseckige, dreidimensionale Strukturen in dünnwandige Materialien wie Stahl- und Aluminium-Bleche, Kunststofffolie, Pappe und Papier einbringen.
Neue Werkstoffe und Fertigungstechnologien erfordern häufig auch neue Lösungen zum Fügen, Verbinden und Oberflächenbehandeln. Dazu zählen beispielsweise die Clinch- und Stanzniettechnik sowie das Verkleben. Darüber informiert der EuroLite-Themenpark ebenso wie über die Anforderungen, die Leichtbaumaterialen wie Magnesium oder Verbundwerkstoffe an die Oberflächentechnik stellen.
Im „Bionic Village“ präsentieren Unternehmen und Institute innovative Produkte und neue Forschungsergebnisse aus der Bionik. Daran sind mehrere namhafte Partner beteiligt – das internationale Bionik-Zentrum (IBZ), das Bionik-Kompetenznetzwerk Biokon e.V., das Saarländische Bionik-Kompetenznetz BEN (Bionic Engineering Network), das Kompetenznetz Biomimetik der Albert-Ludwig-Universität Freiburg und das Bionik-Innovations-Centrum Bremen. os
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