Werkzeugbau: Smart Glasses helfen, Servicezeiten und -kosten zu senken

Werkzeugbau

Smart Glasses helfen Werkzeugbauern, Servicezeiten und -kosten massiv zu senken

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Mithilfe von Datenbrillen können Werkzeugbauer selbst weit entfernten Kunden bei Problemen schnell helfen und mit Kollegen Informationen in Echtzeit austauschen. Doch mit dem Remote Service sind die Potenziale, die Smart Glasses bieten, längst nicht erschöpft. ❧

Mona Willrett

„Ich würde es jedem ans Herz legen, ein solches System einzusetzen“, sagt Christian Eckhart. „Für mich ist es der Problemlöseassistent schlechthin.“ Und ein tolles Hilfsmittel, um die Kundenzufriedenheit und die Kundenbindung zu steigern, sei es noch dazu, ergänzt der Leiter International Services bei Haidlmair. Weshalb das so ist, beschreibt Eckhart an einem Beispiel: „Vor drei Jahren rief mich ein Kunde an, abends, nach 18 Uhr. Seine Anlage stand, weil sich eine Schraube am Werkzeug nicht lösen ließ. Unser Techniker reiste am nächsten Morgen per Flugzeug und Mietwagen zum Kunden, wo dann innerhalb einer Minute alles erledigt war. Trotzdem kostete der Einsatz 3500 Euro und einige Stunden Produktionszeit.“ Heute lässt sich der Serviceleiter per Live-Video-Übertragung über die Datenbrille die Situation zeigen, „und in 70 Prozent der Fälle können wir das Problem innerhalb weniger Minuten aus der Ferne lösen – ohne zusätzliche Kosten“. Falls er oder einer seiner Mitarbeiter doch mal Unterstützung brauchen, ziehen sie in einer Konferenzschaltung den jeweils passenden Experten aus der Konstruktion, der Softwareentwicklung oder der Montage hinzu.

Effizient zur Problemlösung

Die Datenbrillen erlauben den Spezialisten von Haidlmair, die Situation vor Ort genau zu analysieren und zu beurteilen. In der Mehrzahl der Fälle können sie den Kunden dabei unterstützen, das Problem selbst zu lösen. Sollte am Ende doch ein Vor-Ort-Einsatz nötig sein, so weiß der Servicetechniker bereits vor seiner Abreise, was ihn erwartet, welche Werkzeuge und welche Ersatzteile er benötigt. Trifft er dann – wider Erwarten – trotzdem auf eine für ihn unbekannte Situation, kann er über seine Datenbrille den jeweiligen Spezialisten im Werk kontaktieren und mit ihm die Lösung abklären. Auch das verkürzt die Zeit, bis die Anlage wieder produziert und bedeutet für den Kunden einen geldwerten Vorteil.

Dieses Plus an Servicegeschwindigkeit hat laut Eckhart schon manche Kaufentscheidung eines Interessenten zugunsten von Haidlmair beeinflusst: „Allein in den vergangenen Wochen haben wir drei große Aufträge auch deshalb erhalten, weil die Kunden genau wissen, dass sie bei uns im Fall der Fälle rund um die Uhr schnelle Hilfe erhalten.“

Der Hersteller von Spritz- und Druckgießwerkzeugen mit Stammsitz in Nußbach in Österreich arbeitet seit rund zwei Jahren mit Datenbrillen. „Während der Testphase im ersten Jahr wollten wir zunächst klären, ob diese Technologie das leisten konnte, was wir uns davon erhofften“, blickt Eckhart zurück. Um erste Erfahrungen zu sammeln, wurde das System zunächst intern getestet. „Im zweiten Schritt nahmen unsere Servicetechniker die Brille zu Einsätzen bei Kunden mit. So konnten wir prüfen, ob Bild- und Tonqualität auch über die Distanz gut genug sind, um sinnvoll damit zu arbeiten.“

Kunden waren schnell überzeugt

Haidlmair entschied sich für eine Lösung der österreichischen Anbieter Evolaris und Kapsch. „Als bodenständiges Unternehmen schauten wir uns zunächst nach Angeboten in der heimischen Region um. Nachdem die Unterstützung sehr gut war und das System unsere Erwartungen erfüllte, gab es keinen Grund nach anderen Anbietern Ausschau zu halten“, berichtet Eckhart. Inzwischen hat der Werkzeugbauer seine acht größten Kunden mit Datenbrillen und der nötigen Software ausgestattet. „Alle waren sehr schnell von den Vorteilen überzeugt.“ Künftig will Haidlmair allen Kunden anbieten, bei der Bestellung eines Neuwerkzeugs dazu gleich eine Datenbrille zu ordern.

Auch Dr. Markus Große Böckmann sieht den derzeit größten Nutzen so genannter Smart Glasses für Werkzeug- und Formenbauer sowie deren Kunden im Remote Service. Der Geschäftsführer der Aachener Software-Schmiede Oculavis weiß von Kunden, dass sich zwischen 30 und 50 % der bisher entstandenen Servicekosten mit Hilfe von Datenbrillen einsparen lassen. Neben der direkten Unterstützung des Kunden – oder auch des eigenen Technikers – in einer Konferenzschaltung, lassen sich über die Brille unter anderem auch Bedienungs- oder Montageanleitungen, Fotos und Videos, Datenblätter, Schaltpläne, Dokumentationen oder Checklisten in Echtzeit einblenden.

Arbeitsanweisung immer im Blick

Doch nicht nur im Service helfen Datenbrillen, Effizienzpotenziale zu heben. Weitere Einsatzfelder sieht Große Böckmann beispielsweise in der Unterstützung der eigenen Mitarbeiter – etwa, indem komplexe Rüstvorgänge an Maschinen und Anlagen mit der integrierten Kamera gefilmt und später weniger erfahrenen Werkern als Arbeitsanleitung wieder ins Sichtfeld eingespielt werden. Auch andere Informationen, die bislang in Papierform bereitgestellt werden, können die Werker über die Datenbrille abrufen und so im Blick behalten. Neben der Schulung von Mitarbeitern und der Ausbildung des Nachwuchses sieht der promovierte Maschinenbauingenieur aber auch in der Konservierung von Know-how großes Potenzial. „Wenn ältere Kollegen in den Ruhestand gehen, ist deren Expertise für das Unternehmen in der Regel verloren. Das ließe sich auf diesem Weg ändern.“

Dr. Tobias Hensen, stellvertretender Geschäftsführer der WBA Aachener Werkzeugbau Akademie, rechnet damit, dass aufgrund des Fachkräftemangels künftig angelernte Kräfte mit Hilfe smart bereitgestellter Arbeitsanweisungen einen Großteil der weniger anspruchsvollen Montagetätigkeiten übernehmen werden. Außerdem lassen sich Smart Glasses auch nutzen, um Mitarbeiter an anderen Standorten über jüngste Entwicklungen zu informieren oder um neue Aufträge sowie geänderte Prozesse abzustimmen. „Das funktioniert übrigens ebenso zwischen Büro und Werkhalle wie auch über Kontinente hinweg“, betont Hensen.

Auch Haidlmair nutzt die Datenbrillen, um mit den Kollegen an seinen Standorten in Ungarn und Kanada Konstruktionsdetails oder Montageabläufe abzustimmen. Und in Einzelfällen ließen sich internationale Kunden – statt selbst nach Nußbach zu reisen – bereits via Datenbrille über den Fertigungsstand ihres Werkzeugs informieren.

Beschleunigte Vorabnahme

Anlässlich des Aachener Werkzeugbau-Kolloquiums im November stellte Christof Brockers, Inhaber des QsQ Werkzeug- und Vorrichtungsbaus in Erkelenz, den Zeitaufwand einer konventionellen und einer Augmented-Reality-Vorabnahme gegenüber. Weil die Anreise sowie das Mittagessen entfielen und der Small Talk gestrafft wurde, reduzierte sich der Zeitaufwand pro Mitarbeiter für den Kunden von 13 auf 3 h.

Trotz dieser Vorteile falle vielen Branchenmitgliedern die Entscheidung für den Einsatz von Datenbrillen nach wie vor schwer, gibt Hensen zu. Als Gründe dafür sieht der promovierte Ingenieur – neben der Sorge um die Datensicherheit – auch die derzeit oft noch zu großen und schweren Brillen sowie Software und Datenübertragungssysteme, deren Leistungsfähigkeit mitunter den Nutzen einschränken. „Aber die Entwicklung ist hier sehr dynamisch. Schon in wenigen Jahren werden wir deutlich kleinere, leichtere und bequemere Brillen haben, die Bild- und Tonqualität wird besser sein, und selbst große Datenmengen werden sich effizient und zuverlässig übertragen lassen.“

Unterschiedliche Brillen live erleben

Zu den Zielen der WBA gehört es, Trends und Technologien aufzuzeigen, die künftig im Werkzeugbau eine Rolle spielen oder diesen gar prägen werden. Anhand von Demonstratoren erleben Interessenten neue Entwicklungen. Unter anderem können sie hier verschiedene Datenbrillen vergleichen. „Wir wollen die Unterschiede zwischen Augmented Reality Brillen und solchen für die Virtual Reality demonstrieren und zeigen, wofür sich die einzelnen Modelle eignen und wofür nicht“, sagt Hensen.

Virtual Reality Brillen sieht Oculavis-Chef Markus Große Böckmann für den Werkzeug- und Formenbau nur bedingt als interessant. „Diese geschlossenen Systeme versetzen den Träger komplett in eine digitale Welt. Von der Realität bekommt er nichts mehr mit.“ Sie sind unter anderem in der Konstruktion oder für virtuelle Produktbegehungen sehr gut einsetzbar.

Träger bleibt in der realen Welt

Mit Augmented Reality Brillen bleibt der Träger in der realen Welt, erhält aber zusätzlich Daten und Informationen – etwa Montageanleitungen – ins Sichtfeld eingeblendet. Es gibt sie in monookularer und biokularer Ausführung. Erstere sind klein und leicht, lassen sich auch mehrere Stunden am Stück tragen und schränken das Sichtfeld weniger ein. Dadurch sind sie unter anderem für den Einsatz in Gefahrenbereichen prädestiniert. Die beiden Displays biokularer Brillen hingegen bieten dem Träger ein Bild hoher Auflösung bis hin zu Full-HD. Sie spielen ihre Stärken etwa in der Fernunterstützung von Service- oder Montagetätigkeiten aus.

„Die coolste Variante sind Mixed Reality Brillen, zu denen beispielsweise die Microsoft Hololens gehört“, erzählt Große Böckmann. „Sie zeigen Hologramme, die sich wie reale Objekte verhalten, die zum Beispiel kleiner werden, wenn man sich von ihnen entfernt.“ Sie seien sehr gut für Trainingsanwendungen geeignet, für Remote Services dagegen weniger.

Weltweiter Datenaustausch in Echtzeit

Große Böckmann beschäftigt sich seit rund fünf Jahren mit Datenbrillen und deren Einsatz im Remote Service. Seit etwa anderthalb Jahren vermarktet er die entwickelten Software-Systeme. Sein Unternehmen Oculavis bietet keine eigenen Brillen an, sondern berät die Kunden bei der Auswahl des geeigneten Modells und liefert die nötige Software. „Unser Produkt Share ermöglicht die Zusammenarbeit von Experten mit Servicetechnikern, Qualitätsmanagern, Kunden und Lieferanten. Weltweit. Wann immer sie möchten und wo immer sie sich gerade aufhalten.“ Das Aachener Start-up hat inzwischen rund 60 Systeme im Feldeinsatz, knapp zehn davon bei Werkzeugbauern, zu denen auch QsQ gehört.

Im vergangenen Jahr untersuchte die WBA gemeinsam mit sechs Werkzeugbau-Betrieben in einem Augmented Reality Projekt die Potenziale von Smart Glasses im industriellen Werkzeugbau. Die Themenfelder reichten von Service und Wartung über den Try-out bis hin zu individuellen Fragestellungen. Die Ergebnisse stehen derzeit allerdings nur WBA-Mitgliedern zur Verfügung. Für die Werkzeugbau Siegfried Hofmann GmbH begleitete Markus Gräf, Leiter Prozessentwicklung, das Projekt. Aufgrund der Ergebnisse kam er zum Entschluss, Smart Glasses derzeit noch nicht ins Tagesgeschäft zu integrieren. „Die Technologie ist vielversprechend, aber in der praktischen Umsetzung sind uns einige Hürden aufgefallen – etwa hinsichtlich der Themen Arbeitsschutz und Datensicherheit.“ Gerade in Montagehallen, in denen tonnenschwere Lasten bewegt werden, könnten Träger von Datenbrillen abgelenkt sein und die reale Welt aus dem Blick verlieren. Ein sensibler Punkt sei auch der Datenschutz, weil Träger möglicherweise ungewollte Einblicke ins Unternehmen preisgeben.

Klare Regelungen sind nötig

Haidlmair-Serviceleiter Eckhart erlebte es ebenfalls schon, dass das System in sensiblen Bereichen mit Geheimhaltungsvorgaben auf Ablehnung stieß. Dann seien klare Regelungen gefragt. „Ich weise den Kunden immer darauf hin, dass unser Techniker die Brille dabei hat, durch die wir gezielter und schneller helfen können, wir aber in der Zentrale all das sehen, was unser Mitarbeiter sieht, sobald das System online ist.“

Als weitere Herausforderung sieht Markus Gräf die großen Datenmengen, die in kompatible Formate konvertiert werden müssen. Er setzt deshalb vorläufig lieber auf den Einsatz von Tablet-Computern, mit denen auch Augmented-Reality-Anwendungen möglich seien – auch ohne eine Brille tragen zu müssen. Tobias Hensen entgegnet hier jedoch: „Mit der Brille habe ich die gewünschten Daten immer im Blickfeld und vor allem habe ich meine Hände frei für jede gerade anstehende Tätigkeit.“

Noch keine Systeme von der Stange

Den größten Entwicklungsbedarf bis zum Durchbruch der Technik sieht Hensen derzeit in den Bereichen Schnittstellen und Anwendungstechnik. Letztere sieht er als weiteren Grund, weshalb die Systeme in vielen Betrieben noch kein Thema sind: „Für den Remote Services gibt es schon Lösungen, die vergleichsweise einfach einzuführen sind. In anderen potenziellen Einsatzfeldern – etwa der Schulung von Mitarbeitern oder der Simulation von Prozessen – müssen die Anwender jedoch noch viel eigene Entwicklungsleistung einbringen.“ Noch fehlende Assistenzsysteme werden aber derzeit entwickelt. So arbeitet etwa die WBA aktuell an einer Lösung, Datenbrillen mit ERP-Systemen zu verknüpfen. Damit stünden die relevanten Betriebsdaten dem Brillenträger jederzeit direkt zur Verfügung. Auch multimediale Inhalte wie Prozessinformationen oder Lernvideos für den Nachwuchs werden sich künftig schneller und einfacher erstellen lassen. Und darin sieht Hensen auch aus einem anderen Blickwinkel eine Chance: „Für die heutige Jugend sind Smart Devices und digitales Lernen nicht ungewöhnlich. Im Gegenteil. Das kann unserer Branche sogar einen coolen Touch geben und helfen, den Nachwuchsmangel zu mindern.“

Voraussetzung: gutes WLAN

Die betrieblichen Voraussetzungen für den Einsatz von Smart Glasses sieht Hensen nicht besonders hoch. Interessenten müssten sich allerdings bewusst sein, dass es sich hier nicht um ein Plug-and-Play-System handle. Die Einführung sei eher mit der eines ERP-Systems zu vergleichen. Wichtig seien zudem ein gutes WLAN-Netz und stabile Funkverbindungen. Und Große Böckmann ergänzt, wer systematisch einen Remote Service anbieten wolle, müsse die nötigen Strukturen schaffen, mit den Werkzeugen auch Datenbrillen verkaufen und klare Prozesse definieren, wie und wann mit dem Kunden kommuniziert werden dürfe. Außerdem sei es mit Blick auf den Datenschutz und die Datensicherheit sinnvoll, den Betriebsrat und die hauseigene IT-Abteilung früh einzubinden. Die wichtigste Voraussetzung sei allerdings, die Mitarbeiter ins Boot zu holen. Sie müssen sich auf die Technik einlassen und sie nutzen.

Mitarbeiter sind begeistert

Diesbezüglich hatte Christian Eckhart keinerlei Probleme: „Bei uns ist die Einführung sehr gut angekommen. Das Durchschnittsalter in meinem Team liegt bei 24 Jahren. Jeder wollte der Erste sein, der das System nutzen darf.“ Die jungen Techniker gingen ganz selbstverständlich damit um und seien davon begeistert.

Markus Große Böckmann mag keine konkreten Zahlen zum nötigen Investitionsvolumen nennen. Zu unterschiedlich sei der Bedarf der Interessenten. „In der Regel beginnt eine Grundausstattung bei einem mittleren vierstelligen Betrag.“ Der Oculavis-Chef ist sich sicher: „Die Investition lohnt sich!“ Das sieht auch WBA-Forscher Hensen so. Er warnt jedoch davor, halbgare Lösungen einzuführen, die nicht den erwarteten Nutzen bringen. „Dann ist das Risiko der Ablehnung groß, und man wird nie die tatsächlichen Potenziale ausschöpfen können.“ Für Christian Eckhart steht fest: „Der Nutzen übertrifft die Kosten für Brillen und Lizenzgebühren bei weitem.“

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