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Weil Kunststoff Kühlung braucht

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Weil Kunststoff Kühlung braucht

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Spritzgießen | Bei der Astroplast Kunststofftechnik GmbH & Co. KG setzen die Verantwortlichen auf moderne Energiespartechniken, wenn es um das Kühlen von Werkzeugen und Hydraulikaggregaten geht. Einspareffekte von jährlich 41 000 Euro haben sie sich errechnet.

Dipl.-Ing. Thomas Imenkämper Vertriebsleiter der L&R Kältetechnik GmbH & Co. KG, Sundern-Hachen

Astroplast hat sich unter anderem auf das Spritzgießen von Spulen für wickelfähige Produkte wie Kabel und Drähte spezialisiert. Darüber hinaus produziert das Unternehmen anspruchsvolle technische Teile und deckt die gesamte Prozesskette vom Werkzeug- und Formenbau bis zu Finish und Montage ab.
Als Astroplast für einen neuen Standort in Sundern plante, zogen die Kunststoffexperten bei der Kälteanlagen alle Register des Energiesparens, zusammen mit den Ingenieuren der L&R Kältetechnik GmbH & Co KG.
L&R analysierte die Rahmenbedingungen und installierte eine energieeffiziente Split-Kältemaschine mit einer Kälteleistung von 200 und 250 kW für die Werkzeug- und Hydraulikkühlung. Die Anlage arbeitet mit dem umweltverträglichen Kältemittel R 134a und ist mit der von L&R entwickelten Steuerung „Vari-Kon“ ausgerüstet. Diese Steuerung passt die Kondensatioonstemperatur – die immer um circa 12 °C über der Umgebungstemperatur liegen muss – an die aktuelle Außentemperatur an. Dadurch wird eine deutlich geringere Leistungsaufnahme des Verdichters erreicht.
Freikühler schaltet selbsttätig um
Die Werkzeugkühlung der Anlage ist außerdem mit einem Freikühler ausgestattet. Diese Technologie ermöglicht es, bei niedrigeren Außentemperaturen die nötige Kälte aus der Umgebung zu generieren. Bei Astroplast ist sie besonders energiesparend umgesetzt: Denn im Sommer schaltet der Freikühler für die Winterentlastung auf die Hydraulikseite um, die mit höherem Temperaturniveau arbeitet, und vergrößert so die Wärmetauscherfläche für die Hydraulikkühlung.
L&R hat die zu erwartenden Betriebskosten-Einsparungen im Vorfeld genau aufgeschlüsselt. Die gleitende Kondensationstemperaturregelung spart pro Jahr rund 28 800 Euro an Energiekosten, für die Kombination der VariKon mit der Winterentlastung durch Freikühler ergibt sich eine jährliche Einsparung von mehr als 41 000 Euro. Somit amortisieren sich beide Maßnahmen schnell. Darüber hinaus nutzt Astroplast die im Hydraulikkreis entstehende Wärme für die Hallenbeheizung.
Trotz sehr sorgfältiger Planung und Erschließung aller zentralen Energiesparmöglichkeiten wurde die Anlage innerhalb weniger Wochen realisiert. Wesentliche Faktoren für diese kurze Lieferzeit sind der hohe Eigenfertigungsanteil von L&R und die Erfahrung in der Projektierung von Kälteanlagen für Unternehmen der Kunststoffverarbeitung. •
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