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Zu viel versprochen?

Fertigung
Zu viel versprochen?

Dietmar Kieser
BlueMotion, EfficientDynamics oder BlueDirect sind Signalwörter, mit denen Besitzer moderner Benzin- oder Dieselkarossen ihr Umweltbewusstsein zur Schau stellen. Dabei könnte den weitaus größten Beitrag zum nachhaltigen Fahren das Elektroauto leisten, so es mit regenerativ erzeugtem Strom fährt. Dumm nur, dass das Ökoprodukt öffentlich so gut wie nicht sichtbar ist. Preis, Reichweite, Attraktivität, Ladezeit und -möglichkeiten, bis hin zur Verfügbarkeit sind triftige Gründe für den Elektro-Minimalismus auf den Straßen. So ist etwa der bereits in Serie gefertigte Smart bislang nur ausgewählten Kunden per Leasing vorbehalten. Zu kaufen soll der Stadtflitzer erst im nächsten Jahr sein, wenn die Großserienfertigung anläuft. Industrie und Forschung mögen sich noch so ins Zeug legen, um die Innovation alltagstauglich zu machen: erst wenn das Elektroauto als marktfähige Umweltinnovation wahrgenommen und nicht aus reinem Prestigedenken von wenigen Öko-Enthusiasten gekauft wird, können die Hersteller auf steigende Absatzzahlen hoffen – und die Bundesregierung auf ihr bis 2020 anvisiertes Ziel, dass eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen rollen. Hilfreich hierfür ist sicherlich das Vorhaben von BMW, die künftigen Elektromobil-Modelle i3 und i8 in Leipzig mit Hilfe von Strom aus dort installierten eigenen Windrädern in Serie zu fertigen. Clever war auch die Vorwärtsstrategie von BMW-Lenker Norbert Reithofer, wenige Wochen vor der IAA in Frankfurt den Schleier über den Karbon-E-Mobilen, dem Stadtauto i3 und dem Hybrid-Sportwagen i8, zu lüften. Auf der Automobilausstellung wird sich die Konkurrenz mächtig strecken müssen, um öffentlichkeitswirksam aus dem BMW-Schatten herauszufahren. Ungeachtet dessen müssen sich alle Hersteller daran messen lassen, was sie uns jetzt versprechen. Fragt sich nur, ob bis zu diesem Zeitpunkt genügend erneuerbare Energien vorhanden sind.

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