3D-Druck

Konturnah kühlen – aber clever

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Spritzguss- und Druckgusswerkzeuge sind das klassische Einsatzfeld für den 3D-Druck. Doch Renishaw und Listemann nutzen ihn nur als Teil eines „intelligenten Technologiemix“. Eine Besonderheit ist der integrierte Korrosionsschutz in den Kühlkanälen.

„Wir erreichen in nahezu allen Fällen eine deutliche Verbesserung der Bauteilqualitäten bei kürzeren Zykluszeiten”, sagt Günther Rehm, Vertriebsleiter bei der Listemann Technologie AG. Dies ist Bilanz und Anspruch zugleich der Marke „iQtemp“, die Listemann und Renishaw gemeinsam für effiziente Werkzeugeinsätze im Markt positioniert haben.

Die Firmenpartner bauen dabei auf einen Technologiemix, bei dem die additive Fertigung nicht von vornherein gesetzt ist. Vielmehr geht es in der Regel um eine Kombination aus konventioneller Fertigung, Vakuumlöten und additiver Fertigung. „Das Zusammenspiel aus Kompetenz und unserem Leistungsportfolio lässt uns praktisch an allen Stellschrauben drehen, um eine konturnahe Temperierung zu erreichen und die Produktivität zu erhöhen,” sagt Rehm. „Häufig verlassen wir dabei die konventionellen Wege.“

Das Innenleben eines solchen konturnah temperierten Formeinsatzes kann sehr komplex werden. Daher simulieren die Experten von iQtemp bei jedem Projekt die Strömungsmechanik und die Wärmeabfuhr, bevor das reale Werkzeug entsteht. „Ziel ist es unter anderem, dass das Temperier-Medium immer eine balancierte, hochturbulente Strömung aufweist. Dies hat später für die Prozesssicherheit große Bedeutung“, erklärt Carlo Hüsken, Konstruktionsleiter bei Renishaw.

Wann und in welchem Umfang die additive Fertigung für das Gestalten konturnaher Kühlkanäle zum Einsatz kommt, erklärt Hüsken so: „Wir prüfen bei jedem Projekt, ob es notwendig ist, den kompletten Kern mit dem additiven Verfahren herzustellen.“ Natürlich spielt die Abschätzung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses dabei eine wichtige Rolle. „Je nach Anforderungen bietet sich auch die Hybridbauweise an. Das bedeutet, der Kern wird teils konventionell und teils additiv gefertigt oder vakuumgelötet. Mit dem richtigen Technologiemix können wir also die volle Wirtschaftlichkeit erzielen.“

Das Beschichtungsverfahren AnoxPro verleiht den iQtemp-Werkzeugeinsätzen einen besonderen Schutz vor Korrosion. „Die Metallpartikel im Lacksystem sorgen für einen dauerhaften, aktiven Korrosionsschutz in den Kühlkanälen, während die Oberflächengeometrie nicht beeinflusst wird“, erklärt Hüsken.

Zusätzlich verweist er auf den seit Jahren eingesetzten Edelstahl-Leitungsfilter LF80-200, der für einen kostengünstigen und zuverlässigen Schutz vor Fremdpartikeln sorge, „insbesondere in den konturnahen Kühlkanälen von Spritzgießwerkzeugen“. Der Filter lässt sich an das Werkzeug anflanschen oder direkt an Temperiergeräten betreiben. (os)



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