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Kübler Hallenheizungen gemäß Richtlinie 2009/125/EG

Hallenheizungen
Kübler Hallenheizungen gemäß Richtlinie 2009/125/EG

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Die energieeffizienteste Art, Hallengebäude zu beheizen, sind in vielen Fällen Infrarotsysteme. Mit dem Inkrafttreten der Ökodesign-Richtlinie hat sich ihre Vergleichbarkeit für den Verbraucher verbessert.

Seit 01.01.2018 gilt die Ökodesign-Richtlinie der EU (Richtlinie 2009/125/EG), auch ErP-Richtlinie genannt, ebenfalls für Hallenheizungen wie Dunkel- oder Hellstrahler sowie für Warmluftgeräte. Die Regierung hat diese Richtlinie mit dem Energieverbrauchsrelevante-Produkte-Gesetz (EVPG) in deutsches Recht umgesetzt. Ihr Ziel ist es, im Rahmen der Integrierten Produktpolitik in der Europäischen Union (IPP), Energie und andere Ressourcen bei Herstellung, Betrieb und Entsorgung von energieverbrauchsrelevanten Produkten einzusparen. Betrachtet wird demnach der gesamte Lebenszyklus eines Produktes. Zudem sollen EU weit einheitliche Rechtsvorschriften geschaffen und so eventuelle Handelshemmnisse verhindert werden. Mit der Durchsetzung der Richtlinie geht die Einführung einer Kennzahl für die Heizsysteme einher, mit der die EU eine Verschiebung des Marktes hin zu energieeffizienteren Produkten verspricht. Auch die Verbraucher profitieren durch mehr Transparenz und Vergleichsmöglichkeiten bei der Kaufentscheidung. Diese Kennzahl beziffert den Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad (Saisonal Efficiency) und errechnet sich vor allem aus dem thermischen Wirkungsgrad der Geräte und dem Strahlungsfaktor. Relevant sind zudem sogenannte Korrekturfaktoren, wie die Fähigkeit zur Modulation der Geräte, der elektrischen Hilfsenergiebedarf und der Einsatz einer dauerhaften Pilotflamme. Die jeweiligen Hersteller sind selbst verantwortlich für das Ermitteln der Kennzahl. Sie sind verpflichtet, diese Information frei und öffentlich zur Verfügung zu stellen. In Deutschland sind die Länder mit der Überwachung des Marktes hinsichtlich der Ökodesign- und Energielabelanforderung beauftragt. Sie werden dabei von der BAM (Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie BMWi) unterstützt. Die Aufgaben umfassen unter anderem Tätigkeiten wie Stichprobenkontrollen von Produkten und Papierprüfungen.

Neu ist diese Vergleichsmöglichkeit bei Strahlungsheizungsgeräten nicht. Das Unternehmen Kübler mit Hauptsitz in Ludwigshafen am Rhein setzt sich seit fast 30 Jahren für eine objektive Vergleichbarkeit von Hallenheizungssystemen ein. Mit Raylab hat der Technologieführer ein Messsystem zur Verfügung gestellt, um die Strahlungsleistungen von Industrieheizungen zuverlässig und reproduzierbar zu bestimmen. Raylab ist als Methode B in den EN-Normen 416–2 und 419–2 verankert und wurde 2006 mit dem Bayerischen Staatspreis ausgezeichnet. Mit der Saisonalen Energieeffizienz wurde der bisherige Normwert jetzt erweitert und die europaweit gültige Kennzahl für die Energieeffizienz von Infrarothallenheizungssystemen eingefügt. Infrarotheizungslinien wie Maxima oder Optima plus übertreffen die Anforderungen. Erstere weist bei einem Anteil von 80 Prozent Infrarotwärme direkt am Arbeitsplatz modulierend einen ErP-Wert von 96,4 Prozent auf (Maxima 55i). Laut Richtlinie muss die Kennzahl für den Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad (Saisonale Effizienz) mindestens 74 Prozent betragen. Produkte deren Kennzahl unter diesem kritischen Wert liegt, dürfen seit Anfang 2018 nicht mehr auf den Markt gebracht werden. Aber auch die Standardlinien des Hallenheizungsspezialisten erfüllen die Anforderungen.

Keine Heizung ohne Steuerung

Mit der intelligenten Betriebsweise und Regelung der Heizungsanlage steht und fällt die Energieeffizienz einer Hallenheizung. Das Ziel ist, die Betriebsweise der Heizungsanlagen automatisch zu optimieren. Beachtet werden müssen unter anderem die Außentemperatur, die Arbeits- und Schichtzeiten. Mit Celestra gehen die Ludwigshafener über die digitale Anlagenregelung hinaus. Das komplett neu entwickelte und patentierte System verknüpft Funktionalitäten und Analysemöglichkeiten mit einem kinderleichten intuitiven Bedienkonzept sowie den neuesten Anforderungen an die Visualisierung. Darüber hinaus wurde mit Wärme 4.0 eine Strategie entwickelt, die Datenströme unterschiedlicher Anlagenkomponenten in einem Wärmemanagementsystem bündelt. Das Modul bietet umfangreiche Analysetools und sorgt für Transparenz und Dokumentation über den gesamten Heizprozess hinweg – zentrale Voraussetzungen beispielsweise für die Zertifizierung nach ISO 50001 beziehungsweise DIN EN 16247. (eve)


Einteilung der Energy-related Products

Eingeteilt werden energieverbrauchsrelevante Produkte in Lose, sogenannte LOTs. Bei der Kurzbezeichnung der Produktlose steht

  • ENER für das Generaldirektorat Energie
  • ENTR für das Generaldirektorat für Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum
  • KMUs GROWTH (früher ENTR)
  • ENV für das Generaldirektorat Umwelt
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