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Elektronische Positionsanzeigen verkürzen die Umrüstzeiten bei Verpackungsmaschinen

Verpackungstechnik
Elektronische Positionsanzeigen verkürzen die Umrüstzeiten bei Verpackungsmaschinen

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Verpackungsmaschinen müssen flexibel sein und mit verschiedenen Packungsgrößen zurechtkommen. Das funktioniert nur mit einer intelligenten Formatverstellung. Elektronische Positionsanzeigen des Herstellers Siko erleichtern den Umstellungsprozess bei Modellen von Somic und sorgen zugleich für mehr Prozesssicherheit.

Bei den Verpackungsmaschinen des Herstellers Somic wird der Karton um das Produkt in seiner Primärverpackung herumgefaltet und nicht, wie bei Modellen anderer Hersteller, mit Picker in einen vorgefalteten Karton eingesetzt. Zu der Verpackungsmaschine gehört eine Produktzuführung, mit der die Einzelprodukte in eine sogenannte Sammelgruppe gelangen. Typischerweise ist dies ein Fächersammler, der die Produkte so gruppiert, wie sie auch später im Karton stehen sollen. Je nachdem, ob es sich um eine einteilige oder zweiteilige Verpackung handelt, wird ein flacher Kartonzuschnitt von einem oder zwei Kartonmagazinen aus weitertransportiert, bis das gruppierte Produkt auf den flachen Zuschnitt geschoben werden kann. Dieser wird schließlich um das Produkt schonend herum gefaltet. In der nächsten Station wird der Artikel schließlich verdeckelt oder individuell verschlossen. Das hängt davon ab, ob es sich um eine Wraparound- oder eine Deckel-Tray-Maschine handelt.

Für mögliche Formatverstellungen auf veränderte Produkt- oder Verpackungsgrößen sind in allen Maschinen des Herstellers Somic mechanische Positionsanzeigen von Siko verbaut, einem Spezialisten für industrielle Mess- und Antriebstechnik. „Mit Siko arbeiten wir bereits seit Jahren gut zusammen“, betont Dr. Johann Härtl, Leiter der Konstruktion bei Somic. „Seit rund neun Jahren setzen wir auch auf die elektronischen, busfähigen Anzeigen.“ Zuerst war das Modell AP04 im Einsatz, dann der Nachfolger AP05. Die Geräte seien kompakt und deswegen einfach in die Maschinensteuerung zu integrieren. Zudem seien die Positionsanzeigen eindeutig und gut zu lesen.

Die Verstellmöglichkeiten bei den Kundenmaschinen sind unterschiedlich. Es gibt sogenannte Highrunner-Linien mit nur einer Formateinstellung, andere Anlagen haben dagegen 20 oder 30 Formate und nutzen die volle Flexibilität aus. Manche Anwender fertigen sogar Wraparound- und Tray-Verpackungen auf einer Maschine, wenn unterschiedlichste Produkte verpackt werden müssen. Der Hersteller Somic deckt mit seinen Lösungen ein breites Spektrum ab, zu dem der Lebensmittelbereich, aber auch Non-Food, Pharmazie und Kosmetik gehören.

Die Vorteile der überwachten Formatverstellung durch die Integration einer elektronischen Positionsanzeige sind kürzere Umrüstzeiten, eine ergonomische Bedienung und eine hohe Prozesssicherheit. Der Bediener wählt das jeweilige Format, das in der Maschinensteuerung als Rezept hinterlegt ist, einfach an. Danach sendet die Maschinensteuerung die neuen Sollwerte an die zu verstellenden Anzeigen. Die hinterleuchteten LCD-Displays sind gut lesbar und mit grünen und roten Status-LEDs versehen. Wenn über das Drehen einer Kurbel der korrekte Wert erreicht ist, springt die LED auf Grün um und signalisiert damit, dass die Position erreicht ist. Andernfalls leuchtet die LED weiterhin rot und es muss nachjustiert werden. Zudem zeigen Pfeile die Richtung an, in die verstellt werden muss.

Da über die Kommunikationsschnittstelle der Positionsanzeigen immer die aktuellen Positionsdaten in der Maschinensteuerung vorliegen, ist es ausgeschlossen, dass beim Wiederanfahren der Maschine fehlerhafte Einstellungen zu Qualitätsproblemen oder Beschädigungen an Maschinenteilen führen können. Die Verstellung mit elektronischen Anzeigen ist gerade bei Maschinen mit vielen Verstellpunkten und häufigen Wechseln deutlich effizienter, denn in der Anlage sind alle Vorgabewerte gespeichert. Die Sollpositionen müssen nicht mehr händisch aus Formatlisten herausgesucht werden.

Zeit kann der Anwender aber nicht nur beim Formatwechsel sparen, sondern auch mit dem sogenannten „Quick Change Prinzip“. Dabei werden Formatteile im Ganzen in der Maschine gewechselt. Dafür reicht in der Praxis ein Schnellhebelverschluss. Der Nutzer braucht kein zusätzliches Werkzeug.

„Standardmäßig sind mechanische Zähler in unseren Maschinen verbaut“, erklärt Johann Härtl. „Der Trend geht aber klar zu den elektronisch überwachten Anzeigen, zumal 90 bis 95 Prozent unserer Maschinen Formatverstellungen erfordern.“ Die Resonanz der Kunden auf die elektronisch überwachte Formatverstellung sei durchweg positiv. Etwa die Hälfte der Anwender würden bereits auf diese Variante setzen, wobei hier noch ein weiterer Anstieg zu erwarten ist. Nach Ansicht von Härtl nimmt die Digitalisierung der Maschinen nimmt weiter zu. Und mit der elektronisch überwachten Anzeige stünde ein weiterer Sensor zur Verfügung, der dabei hilft, Maschinendaten zu erfassen. „Mit dieser Technik weiß der Nutzer auch, wann er welche Charge mit welcher Einstellung gefahren hat und kann die Daten speichern“, weiß Härtl.

Der nächste Ausbauschritt wäre die Vollautomatisierung der Formatverstellung über Stellantriebe. Bei den bayerischen Verpackungsprofis werden bereits erste Konzepte erprobt, denn die Anwender fordern flexiblere Maschinen und zugleich eine hohe Prozesssicherheit, um möglichst wirtschaftlich viele verschiedene Formate abbilden zu können. Je mehr Verstellpunkte es gibt und je häufiger die Formate gewechselt werden müssen, desto interessanter wird die vollautomatische Verstellung. Im Gespräch ist auch die Einbindung von IO-Link-Schnittstellen, um so die Integration in die Maschinensteuerung zu vereinfachen. Diskutiert wird außerdem die Vollautomatisierung über anbaukompatible Kompaktstellantriebe. (us)

Kontakt:

SOMIC Verpackungsmaschinen GmbH & Co. KG

Am Kroit 7–11

83123 Amerang

www.somic.de

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