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„Ray“ parkt jetzt die Autos ein

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„Ray“ parkt jetzt die Autos ein

Robotik | Am Düsseldorfer Airport ist ab sofort „Ray“ für das Parken der Autos zuständig. Leise, präzise und effizient findet der Park-Roboter für jedes Fahrzeug die richtige Lücke. Und wer sein Fahrzeug später abholt, dem stellt es Ray zum gewünschten Zeitpunkt wieder zur Verfügung.

Der Park-Roboter ist Teil einer technischen Weltneuheit, die zum ersten Mal am Düsseldorfer Flughafen zum Einsatz kommt. Die Suche nach einem freien Parkplatz kurz vor dem Abflug gehört dank Ray ab sofort der Vergangenheit an. Eine Entwicklung der Serva Transport Systems GmbH aus dem bayerischen Grabenstätt übernimmt nun das Einparken für den Kunden. „Für unser Unternehmen ist die Einführung der neuen Technik ein wichtiger Schritt“, freut sich Rupert Koch, Geschäftsführer von Serva. „Zum ersten Mal nimmt unser automatisiertes Parksystem am Flughafen Düsseldorf den Regelbetrieb auf.“

Nach Ansicht von Koch ist das patentierte Robotersystem weltweit einzigartig und bietet den Nutzern zahlreiche Vorteile. Dank der computergestützten Technik kann der sein Fahrzeug einfach in einer der sechs großzügigen Übergabeboxen abstellen. Die Abgabe des Fahrzeugs erfolgt schnell und bequem in direkter Nähe zum Terminal, so dass einem schnellen Reiseantritt nichts im Wege steht. Und weil Ray mit der Flugdatenbank des Airports verbunden ist, wird das Fahrzeug des Kunden bei dessen Rückkehr rechtzeitig zur Abholung wieder bereitgestellt. Der Passagier braucht sich also nicht mehr die genaue Abstellposition seines Autos zu merken, sondern kann es sofort in Empfang nehmen und seine Weiterreise antreten.
„Mit unserem neuen Angebot erweitert der Düsseldorfer Airport seine breite Angebotspalette im Bereich Parken um ein innovatives und kundenorientiertes Segment“, erklärte Thomas Schnalke, Geschäftsführer der Flughafen Düsseldorf GmbH. Mit dem Produkt werden vor allem Geschäftsreisende angesprochen, die zeitnah vor ihrem Abflug zum Airport kommen, das Parken effizient gestalten möchten und maximal nach wenigen Tagen wieder zurückkehren. „Im Bereich des computergestützten Parkens erwarten wir in den kommenden Jahren entscheidende Weiterentwicklungen“, versichert Dr. Christian Jahncke, Geschäftsführer der Sita Airport IT GmbH, die für den IT-technischen Teil der Lösung zuständig ist. Der Einsatz von intelligenten Robotersystemen wird seiner Ansicht nach das Parken in der Zukunft revolutionieren. „Es freut mich sehr, dass wir gemeinsam dieses viel versprechende System am Flughafen Düsseldorf als Weltneuheit zum Einsatz bringen können“, so Jahncke weiter.
Mit Ray wird das Einparken für die Fluggäste zum Kinderspiel. Der Passagier reserviert sich über ein Online-Buchungssystem im Vorfeld seiner Reise seinen persönlichen Parkplatz und lädt sich bei der ersten Nutzung die zugehörige App herunter, die für OS und Android verfügbar ist. Vor Ort fährt der Kunde über die Ankunftsebene in den gesonderten Parkbereich im Parkhaus P3 ein und stellt sein Fahrzeug in einer der sechs Übergabeboxen ab. Insgesamt stehen hier in der ersten Ausbaustufe 249 robotergestützte Parkplätze zur Verfügung.
Vor Verlassen des Parkhauses in Richtung des nahe gelegenen Terminals bestätigt der Fahrer kurz an einem Touchscreen, dass sich keine Personen mehr im Fahrzeug befinden. Außerdem gibt er an, wann er das Fahrzeug wieder abholen möchte und ob er mit Handgepäck oder aufgegebenem Gepäck reist. Der Einparkvorgang erfolgt im Anschluss automatisiert durch den Roboter, der das Fahrzeug in einem ersten Schritt vermisst und dann schonend im hinteren Teil des Parkhauses einparkt.
Über die hinterlegten Rückreisedaten und den Abgleich mit der Flugdatenbank des Airports weiß das System, wann das Fahrzeug wieder vom Kunden gebraucht wird. Das Fahrzeug wird dann frühzeitig in einer der Übergabeboxen wieder bereitgestellt. Für den Reisenden ist es so, als hätte sein Auto die Übergabestation nie verlassen. Und wenn sich der Reiseverlauf des Kunden einmal ändern sollte, dann ist das auch kein Problem. Die neuen Daten kann er einfach und schnell über die App an das System übermitteln.
Das System bietet den Passagieren im überwachten Bereich einen Service-Mehrwert inklusive Versicherung für das Fahrzeug. Für eventuelle Fragen stehen vor Ort Mitarbeiter zur Verfügung. „Zur Einführung berechnen wir bis zum Ende des Jahres einen Tagessatz von 29 Euro beziehungsweise vier Euro pro Stunde“, so Flughafenchef Thomas Schnalke. „Sollte die neue Technik von unseren Kunden angenommen werden, werden wir über eine Ausweitung des Systems nachdenken, denn es lässt sich einfach in bestehende Parkstrukturen integrieren.“ (ub) •

Drehkreuz für den Luftverkehr

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Der Düsseldorfer Airport ist mit 21,2 Mio. Passagieren in 2013 der größte Flughafen in Nordrhein-Westfalen. Rund 60 Fluggesellschaften starten von hier aus zu über 180 Zielen weltweit. Das Drehkreuz des Luftverkehrs liegt in einer der wirtschaftlich stärksten Regionen Europas. In einem Umkreis von 100 km wohnen rund 18 Mio. Menschen. Somit hat der Düsseldorfer Airport eine herausragende Bedeutung für die Erfüllung der Mobilitätsbedürfnisse der Bürger und der Wirtschaft in NRW und den südöstlichen Niederlanden. Darüber hinaus gibt der Flughafen als größte Arbeitsstätte in Düsseldorf mit rund 19700 Arbeitsplätzen erhebliche Beschäftigungsimpulse für das Land. •
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