IT-Infrastruktur

Maschinenbauer Meiko führt Abas-ERP ein

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Der Offenburger Anlagenbauer Meiko integriert mit der Software Abas ERP weltweite Standorte am deutschen Stammsitz.

Till Konstanty
Freier Journalist in Düsseldorf

Aus einer kleinen Fünf-Mann-Werkstatt formt sich das global tätige Industrieunternehmen Meiko mit mehr als 2300 Mitarbeitern. Durch das starke Wachstum stößt die Unternehmenssoftware des Spül- und Desinfektionsanlagenspezialisten an ihre Grenzen. Der stark ins Ausland expandierende Mittelständler aus Baden-Württemberg entscheidet sich für einen Wechsel der ERP-Software und einen Umbau der IT-Infrastruktur. Das Ziel war, leistungsfähige, sichere und mitwachsende Strukturen zu schaffen, damit zum Beispiel neue Standorte im In- und Ausland im Rechenzentrum am Stammsitz in Offenburg leichter integriert werden können. Die neue IT-Struktur und ERP-Software sollen einerseits eine sichere Plattform für den betrieblichen Alltag bilden, andererseits aber auch neue Trends wie Mobilität aktiv unterstützen.

ERP-Software ermöglicht Anwendern hohe Individualisierung

Die Entscheidung fällt auf den ERP-Anbieter Abas. Dr. Stefan Scheringer, CEO der Meiko Group global, fasst die Entscheidung so zusammen: „Den Ausschlag für Abas ERP gab ein rundes Gesamtbild. Die Koordination des gesamten Vertriebsprozesses lief dort am besten. Wir bekamen zeitnah Antworten auf unsere Fragen, die Präsentation bei uns im Haus überzeugte das gesamte Auswahlteam und auch die Einbeziehung der internationalen Partner – schon zu einem frühen Zeitpunkt – signalisierte, dass die Softwareschmiede über ein weltweites Software-Partner-Netzwerk verfügt.“

Ein ausschlaggebendes Argument sei auch die Möglichkeit der hohen Individualisierung unter Beibehalt der Releasefähigkeit gewesen sowie die Möglichkeiten einer ausgeprägten Konfigurationstechnik.

Die neuen Software-Anwendungen bringen dem Unternehmen aus Offenburg Wettbewerbsvorteile bei der Erstellung von Angeboten, Entwicklung von Projekten, Einhaltung von Lieferversprechen und bei der schnellen Abwicklung von Service-Anfragen. So greifen die Vertriebskräfte mit der mobilen App bereits beim ersten Kundengespräch auf viele ERP-Daten, beispielsweise Kundendaten, Preise oder Angebote zu und sind somit in der Lage den Kunden schnell und kompetent zu beraten.

Damit die Geschäfts- und Betriebsleitung schnell auf die Entwicklungen im Unternehmen reagieren kann, nutzen die Offenburger ihr eigenes Business-Intelligence-Tool. Die Abas-Daten werden periodisch in das Data Warehouse transferiert. Daten, die zuvor normalerweise nur in Großkonzernen erhoben und von spezialisierten Analysten aufbereitet wurden, stehen somit jetzt der Geschäftsleitung und den Fachabteilungen im Tagesgeschäft zur Verfügung. Entweder als vordefinierte Reports, die über wichtige Kennzahlen und Trends im jeweiligen Bereich informieren oder als intuitiv konfigurierbare Ad-hoc-Auswertungen, die ohne das Zutun der IT-Fachabteilung durch den Anwender selbst erstellt werden. So können mit wenigen Klicks Pivot-Tabellen oder KPI-Abfragen entstehen.

Neben der Einführung des ERP-Systems wird auch nahezu die gesamte IT-Infrastruktur der Werksvertretungen auf die neue Technologie umgestellt. IT-Chef Walter Armbruster von Meiko beschreibt das gerne als „Anbindung mit Haut und Haar.“ Was bedeutet, dass nahezu alle Programme der Werksvertretungen im Rechenzentrum in Offenburg laufen: das ERP-System, die MS-Office-Programme, das eigene digitale Archiv-System, in dem Meiko Dokumente ablegt, der digitale Servicebericht (DSB) und die Personalsoftware „MIP“ (Mitarbeiter-Informations-Portal).

Der Zugriff der Werksvertretungen auf die Programme im Rechenzentrum erfolgt durch die Software Citrix. Sie macht es möglich, von nahezu jedem Ort der Welt mit den Programmen im Rechenzentrum zu arbeiten. Man braucht dazu nur einen PC und eine Internetverbindung. Diese Technologie nutzen nicht nur die Werksvertretungen, sondern auch die Mitarbeiter, die für den Maschinenbauer rund um den Globus unterwegs sind. Die Verbindung der Werksvertretungen zum Rechenzentrum in Offenburg erfolgt durch die Netzwerktechnik Multi Protocol Label Switching (MPLS). Es ist eine Art unternehmenseigenes Internet, die „Meiko-Cloud“, mit permanenter und garantierter Übertragungsbandbreite sowie einem Höchstmaß an Ausfallsicherheit. Ebenso ist die Software-Pflege vereinfacht worden: Die Software wird in der Regel nur noch einmal im Rechenzentrum installiert und steht sofort für alle angebundenen Standorte zur Verfügung.

Doppelarbeiten sind Geschichte

Parallel zur Einführung von Abas ERP hat der Anwender seine Abläufe stark optimiert, vom Angebot über die Aufträge, der Auftragsabwicklung bis zum After-Sales-Service – Zentrale Strukturen wurden etabliert und damit gleichzeitig Doppelarbeit minimiert. Neu angelegte oder geänderte Stammdaten von Kunden, Preise und Artikel müssen nur noch einmal erfasst werden und stehen gruppenweit allen Abas-Anwendern zur Verfügung.

„So wurden die Außenlager stark reduziert und durch einen schnellen Zugriff auf das Offenburger Zentrallager ersetzt, auf dessen Bestand der Service in Echtzeit von überall zugreifen kann, um beispielsweise dem Kundenservice Ersatzteile Just-in-time zu garantieren“, erklärt Andreas Wetzel, Leiter Business Consulting, Meiko Group global. „Neben den effizienteren Geschäftsprozessen stehen den Mitarbeitern in den Niederlassungen nun die gleichen Informationen wie den Offenburger Kollegen zur Verfügung.“

In Sachen Reinigen, Spülen und Desinfektion avanciert das Offenburger Unternehmen zum Weltreisenden. Die Spülmaschinen aus Offenburg stehen in den Küchen von Luxusdampfern, noblen Hotels, großen Restaurants und Kantinen. Die Reinigungs- und Desinfektionsanlagen sorgen in Krankenhäusern, Labors und Pflegestationen für Keimfreiheit. Bei seinen Produkten setzt das Unternehmen auf Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Effizienz.



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