Roboter in der Logistik

Mischpaletten ruckzuck aufgebaut

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Ein Kommissionierroboter fährt in einer raschen Schwenkbewegung seinen Aufwälzgreifer aus und stellt eine Mischpalette verschiedener Produkte zusammen. Bild: Fraunhofer IPA
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Mehr und mehr entlasten Roboter in der Logistik die Mitarbeiter von monotonen, gesundheitsschädlichen Tätigkeiten. Den neuesten Schlüsseltechnologien, etwa für den Aufbau von Mischpaletten, widmet sich ein Seminar des Fraunhofer IPA am 8. Februar in Stuttgart.

M.A. Hannes Weik
Mitarbeiter am Fraunhofer IPA in Stuttgart

Roboter ziehen verstärkt in die Logistik ein. Treiber dieses Trends sind hohe Anforderungen an Lieferzeiten und Qualität, der demografische Wandel, Mitarbeiterfluktuation und der gestiegene Warenumsatz im Online-Versandhandel. Gleichzeitig verbessert sich das Preis-Leistungsverhältnis von Roboterlösungen. Damit Serviceroboter zuverlässig ihren Dienst tun, müssen sie unfallfrei im Raum navigieren sowie die gewünschte Ware im Regal zuverlässig und schnell identifizieren und greifen können. Wie diese Schlüsseltechnologien funktionieren und in der Lagerlogistik eingesetzt werden können, erläutern und demonstrieren Forscher des Fraunhofer IPA im Seminar „Roboter im Warenlager“ am 8. Februar in Stuttgart.

Flexibler Aufwälzgreifer bald marktreif

Ein Beispiel dafür ist ein Kommissionierroboter, der in einer raschen Schwenkbewegung seinen Aufwälzgreifer ausfährt. Motorbetriebe Rollen vereinzeln die Vorratspackung an Getränkedosen von der Palette und befördern sie auf den Greifer. Der Roboter nimmt eine Vorposition ein und lädt das Paket auf einer leeren ‧Palette ab. Der Vorgang wiederholt sich mit anderen Produktgruppen – auf diese Weise arbeitet der Roboter seine Bestellliste ab und stellt nach und nach eine Mischpalette verschiedener Produkte zusammen.

„Der Aufbau von Mischpaletten wiederholt sich täglich zehntausendfach in den Zentrallagern von Einzelhändlern und bei produzierenden Unternehmen“, sagt Seminarleiter Werner Kraus von der Abteilung Roboter- und Assistenzsysteme am Fraunhofer IPA. Überwiegend sind es noch Menschen, die diese monotone, körperlich anstrengende Arbeit übernehmen müssen. Doch schon bald könnte sie der Kommissionierroboter mit Aufwälzgreifer entlasten. Er ist flexibel genug, um die über 100 000 verschiedenen Artikelgruppen, die üblicherweise in Zentrallagern vorrätig sind, greifen zu können.

Robotik in der Intralogistik steigt rapide

Die International Federation of Robotics (IFR) geht davon aus, dass in der Logistik zwischen 2018 und 2020 weltweit fast 190 000 industrielle Serviceroboter im Gesamtwert von über 5,8 Mrd. US-Dollar neu angeschafft werden. Die meisten davon sind autonome mobile Roboter zum Warentransport im Versandhandel und in der Produktion.

„Der Break-Even-Point, ab dem Robotersysteme in der Logistik profitabel arbeiten, wird inzwischen immer schneller erreicht, Mitarbeiter von monotonen, gesundheitsschädlichen Tätigkeiten entlastet“, weiß Werner Kraus. „Premium Robotics, eine Ausgründung des Fraunhofer IPA, führt den Kommissionierroboter mit Aufwälzgreifer derzeit zur Marktreife.“ Amazon Robotics, eine Berliner Tochterfirma des Online-Versandhandelsriesen, gibt während des IPA-Seminars Einblick in die aktuellen Entwicklungen im Bereich Machine Learning für Logistik. Der Einsatz und die Bedeutung von Robotern im Warenlager werden anhand der sogenannten Amazon Picking Challenges dargestellt.

Wie diese Schlüsseltechnologien funktionieren, erläutern und demonstrieren Forscher des Fraunhofer IPA in Laboraufbauten.


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Noch bis zum 30. Januar können Sie sich zum Technologieseminar „Roboter im Warenlager“ anmelden unter: http://hier.pro/7wffw



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