Messe CastForge

Neue Heimat für Gießer und Schmiede

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Mit ihrer neuen Fachmesse CastForge bildet die Messe Stuttgart die Lieferkette für Guss- und Schmiedeteile mit Bearbeitung ab. Internationale Anbieter präsentieren ihre Leistungen. ❧

Mona Willrett

Vom 5. bis 7. Juni findet die Premiere der CastForge statt. Die neue Veranstaltung der Messe Stuttgart bietet den Anbietern von Guss- und Schmiedeteilen sowie spezialisierten Bearbeitern die Möglichkeit, ihre Produkte und Leistungen gezielt einem Fachpublikum zu präsentieren. An drei Messetagen können sich Einkäufer, Planer, Konstrukteure und Entwickler in der Oskar-Lapp-Halle (Halle 6) über ein breites Angebot informieren, das vom wenige Gramm wiegenden Armaturenteil bis zu tonnenschweren Turbinenkomponenten reicht. Die neue Zuliefermesse bildet dabei die gesamte Wertschöpfungskette vom Rohteil bis zum finalen Bauteil ab.

Von der klaren Fokussierung auf Guss- und Schmiedeteile sowie deren Bearbeitung sollen sowohl die Aussteller als auch die Gäste profitieren. Während erstere gezielt das passende Publikum erreichen, treffen letztere in einer Halle auf eine Vielzahl von Unternehmen, die für fast jede Aufgabenstellungen eine Antworten parat haben. An nur einem Tag erhalten sie so fundierte Informationen über Werkstoffe sowie die Qualifikation und das Leistungsspektrum der Lieferanten. Etwa 64 % der über 130 Aussteller kommen aus dem Ausland.

Im Mittelpunkt der Messe stehen Gussteile, die im maschinellen oder handformgefertigten Sandgussverfahren hergestellt werden, sowie Gesenk- und Freiformschmiedeteile, gewalzte Ringe und Warmfließpressteile. Außerdem sind auf der CastForge Unternehmen anzutreffen, die sich auf das Bearbeiten – etwa durch Drehen, Fräsen, Schleifen, Reinigen, Beschichten oder Galvanisieren – von Guss- und Schmiedeteilen spezialisiert haben. Ebenso stellen Dienstleister aus, die die Baugruppenmontage, die Beschaffung von Fremdkomponenten und die Abwicklung der gesamten Logistik übernehmen. Darüber hinaus erhalten Besucher Unterstützung, wenn es um die Auswahl der richtigen Werkstoffe geht oder sie Fragen zur FEM-Simulation haben. Experten aus wissenschaftlichen Institutionen und Forschungseinrichtungen bieten die Möglichkeit, das fachliche Know-how zu erweitern, und mit Vertretern von Verbänden und Netzwerken können die Gäste über aktuelle Marktentwicklungen diskutieren. Auch mehrere Verbände aus dem Ausland wollen die Gelegenheit nutzen, Produkte und Lösungskompetenz ihrer Mitglieder in die Auslage zu stellen. So werden beispielsweise der Exportverband spanischer Gießereien, Fundigex, der Gießereiverband der Tschechischen Republik, Svaz Sléváren, und die Turkish Foundry Association, Tüdöksad, vertreten sein.

Mit dem CastForge-Ticket haben Besucher auch freien Zutritt zu allen Parallelveranstaltungen. Zeitgleich finden auf dem Stuttgarter Messegelände die Global Automotive Components and Suppliers Expo, die Engine Expo, die Automotive Interiors Expo, die Automotive Testing Expo, die Surface Technology und die Lasys, Fachmesse für die Laser-Materialbearbeitung, statt.

Die Messe Stuttgart stellte das Konzept der CastForge im vergangenen Jahr im Rahmen mehrerer Gesprächsrunden interessierten Unternehmen vor. Die Teilnehmer hätten das Konzept, den Termin und den Veranstaltungsort einhellig begrüßten, heißt es seitens des Veranstalters. Ulrich Kromer von Baerle, Geschäftsführer der Messe Stuttgart, hat das nicht überrascht: „Wir bringen ein Messethema an den Start, das den Nerv der Unternehmen trifft. Für viele gab es bislang nur die Möglichkeit, sich im Umfeld von Industrie- und Anwendermessen zu präsentieren. Nun stehen erstmals ihre Produkte und ihre Kompetenz im Mittelpunkt einer Messe.“ Und Timo Richter, Vertriebsleiter der Richter Formteile GmbH, sagt: „Wir gehen davon aus, einen Kundenstamm anzutreffen, der explizit auf der Suche nach unseren Dienstleistungen ist und neue Kontakte in der Branche knüpfen möchte.“


CastForge in Kürze

Fachmesse für Guss- und Schmiedeteile mit Bearbeitung

Termin: 5. bis 7. Juni

Ort: Messe Stuttgart, Halle 6

Öffnungszeiten: 9:00 bis 17:00 Uhr

Parallelmessen: Automotive Testing Expo, Automotive Interiors Expo, Engine Expo, Global Automotive Components and Suppliers Expo, Messe Lasys, Messe Surface Technology

Weitere Infos: www.castforge.de


„Schmiede- und Gießereibetriebe stehen im Fokus“

Herr Mey, was hat Sie motiviert, die Messe CastForge zu entwickeln?

An uns wurde immer wieder herangetragen, dass in Stuttgart eine gute Zuliefermesse fehle. Hinzu kam, dass die Anbieter von Guss- und Schmiedeteilen und deren Bearbeitung eine eigene Plattform suchten. Zu oft standen sie in der Vergangenheit als ein Teilbereich am Rand anderer Branchenschauen. Wir finden: Diese Unternehmen haben es verdient, im Mittelpunkt zu stehen.

Ist die neue Messe eine komplette Stuttgarter Eigenentwicklung?

Nicht ganz. Ein Gastveranstalter geriet durch ein anderes Projekt in finanzielle Schwierigkeiten und bot uns das Thema an. Gemeinsam mit einem Partner, der sich in diesem Bereich bestens auskennt, haben wir dann schnell ein Konzept erarbeitet. Dabei half uns auch unsere Erfahrung mit der Moulding Expo. Durch die Zusammenarbeit mit den Werkzeugbauern haben wir gelernt, wie man eine Messe aus einer Branche heraus für diese Branche entwickelt.

Was unterscheidet die CastForge von Ihren anderen Messen?

Unsere bisherigen Messen hatten immer einen Technologie- und Anlagen-Fokus. Die CastForge stellt erstmals Produkte ins Zentrum – von ganz klein bis riesengroß. Mit dieser Messe bieten wir nun jenen eine eigene Plattform – Schmieden, Gießereibetrieben und Teileveredlern –, die sowohl Kunden als auch Lieferanten unserer bestehenden Industriemessen-Aussteller sind.

Welche Synergien ergeben sich durch die Parallelveranstaltungen?

Die Maschinen- und Anlagenbauer, die auf den Parallelveranstaltungen präsent sind, sind potenzielle Kunden der CastForge-Aussteller. Und die wiederum brauchen Lösungen, die etwa auf der Lasys oder der Surface Technology gezeigt werden.

Welches Einzugsgebiet sehen Sie?

Ausstellerseitig sind wir bereits sehr viel internationaler als wir uns das erträumt hätten. Von derzeit 137 beteiligten Unternehmen kommen 88 aus dem Ausland. Mit 25 Firmen stellt Italien nach Deutschland das größte Kontingent, gefolgt von Frankreich und Tschechien mit je 13 Ausstellern sowie Polen und Spanien. Besucherseitig sehen wir das Einzugsgebiet zunächst in der DACH-Region. Wir zielen darauf ab, mittelfristig Gäste aus ganz Europa begrüßen zu dürfen.

Welches Potenzial hat die Messe?

Viele potenzielle Aussteller wollen sich erst die Premiere anschauen und dann entscheiden, ob sie beim nächsten Mal dabei sind. All diese Unternehmen laden wir herzlich ein. Wenn nur die Hälfte das Konzept gut findet, gehe ich davon aus, dass beim nächsten Mal mehr als 200 Aussteller eine komplette Stuttgarter Messehalle füllen werden.

Welche weitere Entwicklung erwarten Sie für die neue Messe?

Die CastForge soll sich im Messekalender und in Stuttgart fest etablieren. Qualität ist uns wichtiger als rein quantitatives Wachstum.

Gunnar Mey, Abteilungsleiter Industrie bei der Messe Stuttgart. Bild: Messe Stuttgart


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