Energieeffizienz

Neue Lüftungsanlage bei Milford Tea verbessert Raumklima

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Um die Effizienz in der Produktion zu verbessern setzte der Teeproduzent Milford Tea auf eine neue Lüftungsanlage. Diese verbraucht kaum mehr Energie als die alte Anlage – und das bei mehr Leistung.

Andreas Kupper
Experte für Energielösungen bei Eon, Essen

Die altgediente Lüftungsanlage wird den Anforderungen einer modernen Produktion nicht mehr gerecht und verbraucht verhältnismäßig viel Strom. Das war das Ergebnis eines 360°-Effizienz-Checks, den der deutsche Energieanbieter Eon 2016 im niedersächsischen Werk des Produzenten von Doppelkammerteebeuteln, Milford Tea, durchführte. Daher machte sich das Unternehmen gemeinsam mit dem Energieproduzenten auf die Suche nach einer neuen Lösung für den Standort.

„Uns war wichtig, dass wir ein Konzept umsetzen, das genau zu unseren Anforderungen passt. Zusätzlich bestand die besondere Herausforderung darin, die Betriebsabläufe bei der Umsetzung des Projekts möglichst wenig zu stören“, erklärt Michael Leuer, Werkleiter bei Milford Tea in Buchholz die Anforderungen.

Schritt für Schritt zur optimalen Lösung

Neben einer optimierten Belüftung sollte die neue Lösung für eine bessere Klimatisierung der Produktionshalle und Büroräume sorgen. Um zur passenden Lösung für den Standort in Buchholz zu kommen, prüften Eon und Milford Tea drei verschiedene Konzepte.

Die erste Variante war ein Blockheizkraftwerk mit nachgelagertem Absorber, um gleichzeitig Kälte, Wärme und Strom zu erzeugen. Als zweite Alternative wurde eine Anlage mit Brunnenkühlung durchgerechnet, die zur Hallenkühlung auf Kaltwasser aus dem Erdreich gesetzt hätte. Das dritte Szenario konzentrierte sich komplett auf die Lüftung – mit dem Ergebnis, dass darin die wirtschaftlich und technisch sinnvollste Lösung für den Teeproduzenten gefunden wurde. „Bei der Optimierung der Lüftungsanlage konnten wir 20 % des bestehenden Leitungsnetzes weiterhin nutzen, so dass bei diesem Konzept auch weniger Umbaumaßnahmen anfielen“, erläutert Leuer.

Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und adiabater Befeuchtung

Damit fiel der Startschuss für die neue Anlage, die auf die individuellen Ansprüche von Milford Tea ausgerichtet wurde. Die Lüftungsanlage wurde mit einer Wärmerückgewinnung durch einen Rotationswärmetauscher kombiniert, damit die Abluft-Feuchte aus den Hallen auf die angesaugte Außenluft übertragen werden kann. Eine zusätzlich installierte Kälteanlage ermöglicht eine effiziente Klimatisierung der Hallenluft, was nicht nur den Produktionsabläufen, sondern auch den Mitarbeitern zugutekommt. Gleich mitgedacht wurde eine adiabate Befeuchtung der einströmenden Luft: Ohne den Einsatz weiterer Energie werden hier bei Bedarf kleinste Wassertröpfchen in den Luftstrom geblasen, die als regelbare Befeuchtung das Raumklima optimieren.

„Sowohl das Naturprodukt Tee als auch die Verpackungsmaterialien brauchen eine ideale Luftfeuchtigkeit für eine qualitativ hochwertige Verarbeitung. Mit der neuen Anlage können wir diese jederzeit gewährleisten“, erklärt der Werkleiter.

Lüftungsanlage kann flexibel gesteuert werden

Da die neue Lüftungsanlage über Komponenten für die Kälteerzeugung verfügt, wurde sie aus Platzgründen von ihrem angestammten Platz im ersten Stock auf das Dach der Produktionshalle verlegt. Durch diesen Schritt konnte zusätzlicher Platz für Produktion und Lagerung gewonnen werden. Außerdem ist die neue Anlage so von allen Seiten frei zugänglich für Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen. Um die Luftströme bestmöglich in den Hallen und angrenzenden Büroräumen zu verteilen und zu dosieren, wurde das Rohrsystem innerhalb des Gebäudes zu 80 % komplett neu eingezogen. Immerhin ein Fünftel der alten Verrohrungen konnte für die neue Anlage weiter genutzt werden.

Im Gegensatz zur alten Anlage, die lediglich an- oder ausgeschaltet werden konnte, ist die neue Lüftungsanlage flexibel und bedarfsgerecht steuerbar. Beispielsweise können Hallenbereiche mit ruhenden Maschinen aus dem Lüftungszyklus genommen und gezielt nur die Bereiche belüftet werden, in denen auch die Produktion läuft. So hat Milford Tea das Raumklima nicht nur besser im Griff, sondern setzt die genutzte Energie für die Lüftung deutlich effizienter ein. „Trotz der im Vergleich zur vorherigen Anlage höheren Leistung verbraucht die neue Lüftungsanlage kaum mehr Energie als die alte“, freut sich Leuer. Dafür wurde die Mess-, Steuer- und Regelungstechnik der neuen Anlage in die bestehende Gebäudeleittechnik integriert. Das ermöglicht auch ein externes Monitoring der Anlagen, was den Wartungsaufwand reduziert.

Härtetest für Lüftungsanlage im Sommer 2018 erfolgreich bestanden

Ob die durchaus ambitionierten Erwartungen an die neue Lüftungsanlage auch tatsächlich erfüllt werden konnten, zeigte sich unmittelbar nach deren Inbetriebnahme. Der erste Härtetest für die neuen Komponenten war der Hitzesommer 2018 – die die Lüftungsanlage mit Bravour meisterte. „Wir haben zur neuen Anlage sehr positives Feedback unserer Mitarbeiter erhalten. Das bestätigt uns, die richtige Investition getätigt zu haben“, so Leuers Credo.


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