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Innovationstag Mittelstand: Neue Technik auf dem Präsentierteller

Innovationstag Mittelstand
Neue Technik auf dem Präsentierteller

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Neuartige Fügetechnologie: Beispiel für ein Multi-Material-Bauteil aus thermoplastischem Faserkunststoff und Metall. Bild: BTU Cottbus
300 KMU stellen am 9. Mai in Berlin über 200 Neuheiten aus ihren Kreativ-, Denk- und Zukunftsabteilungen vor. Gut vertreten ist der Maschinen- und Anlagenbau auf dem KMU-Tag, der dem Dialog und neuer Technik gewidmet ist.

300 kleine und mittlere Unternehmen sowie Forschungsinstitute aus dem Bundesgebiet und dem Gastland Österreich erwartet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BWWi) in Berlin am 9. Mai 2019. Der Innovationstag ist eine Plattform für den Dialog zwischen Wissenschaftlern, Unternehmern, Politikern, Journalisten und interessierter Öffentlichkeit. Erneut werden rund 2000 Besucher erwartet. Neben den vielfältigen, oft überraschenden Exponaten bietet die Veranstaltung ein Vortragsprogramm zu aktuellen Themen. International orientierte Mittelständler finden Angebote in der International Area.

Innovationstag greift technische Problemstellungen von heute auf

Dass die gezeigten Neu- und Weiterentwicklungen die technischen Problemstellungen der Zeit aufgreifen, zeigt diese Mini-Auswahl: Eine äußerst feste Fügetechnologie zur Herstellung von Hybrid-Bauteilen aus thermoplastischen Faserkunststoffverbunden (FKV) und Metallen präsentiert das Fachgebiet Leichtbau der BTU Cottbus – Senftenberg. Diese ZIM-geförderte Technologie soll es ermöglichen, komplex geformte FKV-Bauteile mit metallischen Elementen bei einseitiger Zugänglichkeit zu verbinden – und zwar ohne strukturschwächende Vorbehandlung, hochbelastbar.

Die Fakultät Maschinenbau der Hochschule Konstanz HTWG und die Saar-Pulvermetall GmbH aus Saarwellingen sind auf dem Innovationstag mit einem laufenden ZIM-Projekt vertreten, das sich der pulvermetallurgischen Herstellung von Bauteilen mit großen Wanddicken widmet. Mit dem neuen Verfahren wird es möglich sein, hochbeanspruchte Teile wirtschaftlich zu fertigen, beispielsweise für den Offshore-Bereich. Zum Einsatz kommt ein heißisostatisches Pressen, das ohne nachfolgende Wärmebehandlung in einem gesonderten Ofen auskommt.

Fast-Ethernet-Adapter ersetzt Schleifringkontakte

Um die kontaktlose Übertragung von Energie und Daten geht es dagegen in einem ZIM-Kooperationsprojekt unter Leitung der FITT gGmbH, der Technologietransferstelle der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes. Die Wissenschaftler haben einen Fast-Ethernet-Adapter entwickelt, um die in vielen Automatisierungsanlagen verwendeten Schleifringe oder Steckverbindungen zu ersetzen, deren Lebensdauer limitiert ist. Die innovative Übertragung erfolgt über induktiv gekoppelte Spulen.

Hochfeste Fügesysteme für Windkraftanlagen sollen Lebensdauer steigern

Den Einfluss kombinierter Belastungen auf das Korrosions- und Tragverhalten von hochfesten Verbindungen im Stahlbau will ein Projekt bestimmen, das mit Mitteln aus dem vorwettbewerblichen BMWi-Programm Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) gefördert wird. Die Projektpartner planen, auf dieser Basis hochfeste mechanische Fügeverbindungen für Tragstrukturen von Windenergieanlagen (WEA) mit großer Nabenhöhe zu entwickeln und deren Lebensdauer zu verlängern.

Im Ergebnis können Korrosionsschutzsysteme für WEA-Tragstrukturen praxisgerecht ausgeführt und optimierte Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen festgelegt werden. Vorgestellt wird das Projekt von der Europäischen Forschungsgesellschaft für Blechverarbeitung EFB mit dem Fraunhofer IGP und dem Institut für Korrosionsschutz, Dresden. (os)

Veranstaltung:  www.zim.de/innotag2019
Infos zu ZIM:   https://bit.ly/2VYGmpK

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