3D-Druck von Kunststoff

Noch kreativer und noch schneller

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Dass derzeit alle Welt über den 3D-Metalldruck redet, lässt leicht verkennen, dass es sensationelle Neuigkeiten auch bei den Kunststoffen gibt: Stratasys ermöglicht es, Teile voxelweise zu kreieren. Und HP bekommt Konkurrenz durch ein neues Highspeed-Verfahren von Voxeljet. ❧

Olaf Stauß

„Hier haben Sie acht Millionen Voxel.“ Verdutzt schaute der Zuhörer auf, als er das Teil in die Hand gedrückt bekam. In Farben nahezu fotorealistisch gestaltet, ließ es sich an manchen Stellen biegen, an anderen war das gedruckte Teil bockelhart – und zwar genau so, wie der Entwickler es wollte. Mit ihrer Überrumpelungstaktik wollten die Stratasys-Leute auf der Formnext 2017 zeigen, was in ihrer neuen Software „GrabCAD Voxel Print“ steckt, „unserem Highlight auf dieser Messe“: Der Gag sind nicht die vielen Voxel, sondern dass sie sich im mikroskopischen Bereich einzeln definieren und im Druckprozess steuern lassen, so ähnlich wie die Pixel beim Papierdruck.

Die CAD-Daten kann der Entwickler auf dem Computer auf Voxelebene frei gestalten im Rahmen der werkstofflichen Möglichkeiten, die die marktbekannten PolyJet-Materialien bieten – also von hart bis weich und in Vollfarben. „You can create any kind of digital material“, sagte Produktmanager Tomer Gallimidi.

Von daher erschließt sich die Bedeutung der Software. Die sehr differenzierten Materialstrukturen natürlicher Gebilde lassen sich ebenso drucken wie neuartige Konstruktionen von Designern. Beispiele sind etwa das Modell eines Apfels, die körperliche Visualisierung einer Hand für den Chirurgen, ein neuartig gedämpfter Laufschuh oder ein Möbelstück in exotischem Design.

Als Gerätebasis dient der mit GrabCAD Voxel Print ausgestattete Stratasys-Drucker J750. Er kombiniert und konzentriert die PolyJet-Photopolymere nach den Vorgaben der Software. „Dadurch wird der 3D-Drucker zur weltweit besten Plattform für Experimente, Entdeckungen und Innovationen“, meint Gina Scala, Marketingdirektorin für Global Education.

3D-Drucker für die Großserienfertigung

Auf die Massenproduktion zielt hingegen die Multi-Jet-Fusion-Technologie von HP. Sie trägt Schmelzpunkt senkende und erhöhende Tinten dort auf, wo das Kunststoffpulver unter Infrarotlicht verschmelzen soll. Die neue Hardware „Jet Fusion 3D 4210“ erhöhe die Rentabilitätsschwelle auf bis zu 110 000 Teile, heißt es. Außerdem erweitert HP die offene Plattform um die Materialien PA11, PA12/Glaskugelgefüllt und PP und hat neue Werkstoffpartner hinzugewonnen.

Mit der HSS-Technologie präsentierte nun Voxeljet ein ähnliches Verfahren auf der Formnext, wobei HSS für „High Speed Sintering“ steht. Erstmals bietet der Maschinenbauer und Druckdienstleister damit ein System an, das auf Endverbraucherteile zielt. Als Hardware dient das Einsteigermodell VX200. Ein Unterschied zum HP-System sei, „dass wir mit nur einer Tinte auskommen“, erklärte CEO Dr. Ingo Ederer.

Einer der ersten Nutzer ist Evonik Resource Efficiency. Sylvia Monsheimer, Leiterin des Segments 3D-Druck, lobt die Materialvielfalt, zu der auch TPU gehören. „Wir wollen Materialien von PA12 und PA613 bis hin zu PEBA verarbeiten“, sagt sie.



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