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Stela Laxhuber schweißt automatisiert mit Roboterzelle von Kuka

Kuka konfektioniert modulare Automationszellen
Roboter schweißen große Ventilatoren

Kuka realisiert das roboterisierte Schutzgasschweißen mit modular aufgebauten, intelligenten Zellenkonzepten. Dass dadurch auch kleine und mittelständische Unternehmen von Automatisierung profitieren, beweist das Beispiel von Stela Laxhuber, einem „hidden champion“ der industriellen Trocknungstechnik.

» Sebastian Schuster, Global PR & Content Manager bei Kuka

Für Kunden aus aller Welt konzipiert und fertigt Stela – benannt nach dem Gründer Stefan Laxhuber – mit 235 Mitarbeitern anspruchsvolle Trocknungsanlagen in allen erdenklichen Größen und Anwendungen. Die Abnehmer kommen aus Agrar, Holzverarbeitung, Lebensmittel, Zellstoffindustrie oder auch der Wasserwirtschaft und anderswo.

Trocknen in großen Dimensionen

Das Herzstück solcher Trocknungsanlagen sind gewaltige Ventilatoren, die Feuchtigkeit mit einem Strom aus warmer Luft entziehen. Die Lüfterräder in den Trocknern können einen Durchmesser von 1,60 m haben und eine halbe Tonne wiegen. Wenn solch ein Koloss auf bis zu 3.000 min-1 beschleunigt wird, ist eine top Verarbeitung absolutes Muss.

„Um weltweit führende Trocknungstechnik zu produzieren, wollen wir die wesentlichen Komponenten unserer Maschinen so weit wie möglich selbst herstellen“, sagt Thomas Laxhuber, der das Familienunternehmen in dritter Generation führt. „Darin sehen wir eine essenzielle Voraussetzung für bestmögliche Qualität und eine lange Lebensdauer.“ Das treffe ganz besonders auch für hochbelastete Bauteile wie die Lüfterräder zu. Mit ihren gekrümmten Schaufeln saugen sie die Luft über die Motorachse an und blasen sie um 90° versetzt wieder aus.

Verfehlter Frühstart

Vor 25 Jahren hatte Stela für die Ventilatormontage bereits Automationslösungen gesucht – und war „krachend gescheitert“, berichtet Laxhuber. Die damals genutzten Roboter konnten nicht wirklich anspruchsvoll schweißen, die Zeit war nicht reif dafür.

Heute steht der Produktionsleiter Ventilatorbau, Andreas Utz, mit einem smartPAD vor einer etwa 40 m² großen Einhausung und steuert die funkelnagelneue Roboterzelle Kuka cell4_arc. Drinnen blitzt und funkelt es blau, weißer Rauch steigt auf. Der sechsachsige Kuka Schutzgasschweißroboter vom Typ KR Cybertech bewegt rhythmisch seinen schlanken orangen Arm und führt den sensorgesteuerten Brenner zu der Ventilatortrommel. Zuvor hatte Utz die Schaufeln per Hand mit Schweißpunkten ans Gehäuse geheftet. Nachdem die Positioniereinheit eingeschwenkt war, tastete zunächst ein intelligenter Linienlaser via „Kuka.SeamTech Finding“ das Bauteil ab und bestimmte den optimalen Startpunkt. Dann konnte die brenzlige Millimeterarbeit beginnen, Naht für Naht – in immer gleicher, von der Software „Kuka.ArcSense“ choreographierter Präzision.

Mit der Roboterschweißzelle auf der Überholspur

In etwa 50 min ist der Radialventilator verschweißt und bereit fürs Auswuchten und Lackieren. „Per Hand dauert das Schweißen rund einen Tag“, sagt Utz. „Mit der Roboterzelle sind wir jetzt auf der Überholspur, zeitlich wie qualitativ. Jetzt produzieren wir in Mengen, wie wir sie uns nie erträumt hätten und konnten der Auftragslage wieder Herr werden.“

Der Weg zu solcher Arbeitserleichterung war weniger einfach als die Bedienung der Zelle. Sven Pietsch erinnert sich noch genau an die abweisenden Reaktionen der Roboter-Anbieter, als der Stela-Einkaufsleiter mit Geschäftsführer Laxhuber nach 25 Jahren einen neuen Anlauf für die Automatisierung machten. „Wir hatten Druck“, erinnert sich Pietsch. „Die Auftragsbücher waren voll und es wurde immer schwerer, geeignete Fachkräfte zu finden.“

Passend gemachtes Zellenkonzept

Auf verschiedenen Messen sind die Niederbayern immer wieder abgeblitzt. „Bis wir auf der Euroblech in Hannover auf die Kuka-Experten trafen. Das war gleich ein intensiver Austausch auf Augenhöhe.“ Und ein Learning für alle Beteiligten. Schon bald darauf sei man im TechCenter für Schweißapplikationen von Kuka tief in die Produktionsabläufe von Stela eingetaucht. „Wir hatten zu jedem Zeitpunkt das Gefühl, mit den richtigen Leuten und der richtigen Technik zu tun zu haben.“

Die Roboterzelle für Stela beschreibt dabei auch für Kuka einen neuen Weg zu kundenindividuellen, modularen Automatisierungsschritten. „Mit unserem intelligenten cell4_production-Konzept können wir aufeinander abgestimmte Komponenten und Standards zu idealen Lösungen in der Schweißautomation zusammenführen“, sagt Mathias Klaus, verantwortlich für Solution Sales Modular Cell Business bei Kuka. „Dafür ist die Roboterzelle, die wir mit Stela entwickelt haben, ein eindrucksvoller Beleg.“

Kontakt:

Kuka Deutschland GmbH
Zugspitzstraße 140
86165 Augsburg
Tel.: +49 821 797–0
www.kuka.de



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