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Hersteller setzen auf Digitalisierung in der Corona-Krise

Spritzgießen: Remote-Service und Regelungstechnik immer wichtiger
Spritzgießen – digitaler und elektrischer

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Drei Hersteller von Spritzgießanlagen haben es sich nicht nehmen lassen, Einblicke in Zahlen und Trends zu geben, trotz gecancelter Messe Fakuma 2020. Fazit: Die Rückgänge sind deutlich. Trends wie Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Digitalisierung bleiben aber – das spiegeln auch Neuentwicklungen wider.

Olaf Stauß

Schon vor der Corona-Pandemie waren die Märkte für Spritzgießmaschinen zurückgegangen, vor allem im Automobilbau. Daran erinnerte Dr. Christoph Steger, CSO der Engel-Gruppe mit Sitz in Schwertberg/Österreich. „Die schlechte konjunkturelle Entwicklung wurde durch Covid-19 allerdings verschärft“, so der Manager in der Oktober-Pressekonferenz. „Wir gehen von einem weiteren Rückgang gegenüber dem Umsatz von 1,3 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2019/20 um 20 bis 25 Prozent aus.“ Erfreulich für den Maschinenbauer: Die Medizintechnik wächst und habe gegen den Trend durch Covid19 einen Schub erfahren.

Vergleichbares berichtet der österreichische Wettbewerber, die Wittmann Group mit ihrem Komplettprogramm aus Spritzgießmaschinen und -peripherie. Bei einem Umsatz von hochgerechnet 317 Mio. Euro in 2020 wird die Gruppe ein Minus von 17 % verzeichnen, spüre aber bereits eine deutliche Belebung. „Der starke Medizinmarkt hat vieles ausgeglichen“, ergänzt CEO Michael Wittmann.

Auch der japanisch-deutsche Hersteller Sumitomo (SHI) Demag mit deutschem Sitz in Schwaig berichtet einen solchen Trend, jedoch mit Sondereffekten: So gehe der voraussichtliche Umsatz in 2020 „nur“ um 12 % auf 250 Mio. Euro zurück, bedingt durch ein 24 %-iges Plus im Auftragseingang in den ersten acht Monaten durch „umfangreiche Paketaufträge aus den Branchen Verpackung, Medizintechnik und Elektronik“. Bei voll-elektrischen Maschinen sind die Franken besonders gut im Rennen durch ihre eigenen Antriebe aus japanischer Produktion und die strategische Entscheidung, hier einen Entwicklungsschwerpunkt zu setzen.

Der Digitalisierung gehört die Zukunft

„Nach vielen Jahren in der Hand von Private-Equity-Firmen haben wir ein modernes Unternehmen aufgebaut“, resümiert Gerd Liebig, CEO von Sumitomo Demag, als entscheidenden Erfolg. Nach Konsolidierung des Maschinenprogramms sollen nun die Anstrengungen verstärkt branchenspezifischen Systemlösungen und dem Ausbau digitaler Angebote gelten.

Noch weiter geht hier Engel Austria und möchte den „gesamten Produktlebenszyklus von der Design- über die Produktionsphase bis zum Recycling am End-of-life“ begleiten, wie CEO Dr. Stefan Engleder sagte. Die Digitalisierung sei der Schlüssel. „Viele Firmen fragen sich, wie sie ihre Produktivität absichern können in der Krise. Das motiviert uns, weiter in digitale Lösungen zu investieren.“ Als Indiz dafür kann gelten, dass der Spritzgießmaschinenbauer die virtuelle Hausmesse „Engel live e-xperience“ anstelle der Fakuma veranstaltete, zu der sich Kunden im 4-stelligen Bereich angemeldet haben sollen. Und es gibt ein neues Dienstleistungspaket: Mit „Performance.boost“ bietet Engel den Spritzgießern an, sie durch erfahrene Anlagentechniker bei der Prozessoptimierung zu unterstützen – remote und mit Industrie-4.0-Technologien.

Auch Wittmann Battenfeld prescht in der Digitalisierung vor, zum Beispiel mit dem Zusatzmodul Imagoxt im MES-System Temi+. Es ermöglicht Spritzgießern eine detaillierte Energiekosten-Analyse für den Betrieb mit personalisierten Berichten und Alarmen.

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