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Strahlanlagenplanung mir Virtual Reality

Oberflächentechnik
Strahlanlagenplanung mir Virtual Reality

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Rump setzt auf Virtual Reality, um Kunden die Technik seiner Strahlanlagen dreidimensional näher zu bringen. Das hat vor allem bei Sonderwünschen große Vorteile für die Projektplanung.

Lucas Emanuel Klein, Business Development, Rump Strahlanlagen, Salzkotten

Ein Betriebsleiter auf der Suche nach einer geeigneten Strahllösung setzt sich eine Virtual-Reality-Brille auf, nimmt die Steuerung in die Hand und betritt die virtuelle Welt. Er befindet sich in einem animierten Raum, in dem sich eine Strahlanlage von Rump befindet. Mit der Steuerung nähert er sich virtuell der Maschine und beobachtet sie, während sein Blick den Bewegungen seines Kopfs folgt. Vor ihm präsentiert sich eine Rollenbahn-Strahlanlage in 3D und in einer Skalierung von 1:1. Um einen Einblick in das Geschehen in der Maschine zu erhalten und den Strahlvorgang aus nächster Nähe zu begutachten, positioniert er sich auf einem der simulierten Werkstücke auf dem Rollgang. Dieses setzt sich mit ihm in Bewegung Richtung Einlaufschleuse der Anlage. Nun wird der Strahlprozess der Teile direkt vor ihm dargestellt. Er kann nachvollziehen, wie das von den Turbinen beschleunigte Strahlmittel die gesamte Oberfläche des Werkstücks reinigt und in der Abblaseinrichtung hinter der Strahlkammer vom Werkstück entfernt wird. Er nimmt die Brille ab und kehrt in die Realität zurück.

Rump setzt auf VR bei der Präsentation der Strahlanlagen auf Messen und am Unternehmenssitz in Salzkotten. Dank VR kann der Maschinenbauer seine Produkte virtuell begehbar machen. VR versetzt den Nutzer per Datenbrille, Controller und entsprechender Software in eine virtuelle 3D-Welt. VR ist eng verwandt mit der Augmented-Reality-Technologie (AR), die mit Hilfe einer Datenbrille, Smartphone oder Tablet die tatsächliche Umgebung des Nutzers um virtuelle Elemente wie 3D-Modelle oder Videos ergänzt. Mit nur wenigen Klicks auf dem Smartphone kann ein Maschinenmodell in die eigene Halle gestellt werden. Tatsächlich ist es möglich, Wartungsarbeiten an bestehenden Maschinen mit VR-Brillen durchzuführen, optional auch per Videotelefonat mit einem Rump-Techniker.

VR und AR verändern von Grund auf die Art, wie Wertangebote in der Industrie vermarktet werden. Produkte werden erlebbar gestaltet und die Kunden sind begeistert. VR und AR schaffen somit den Vertrieb 4.0. Die Technologie ermöglicht es, insbesondere in der Projektplanung in einen ganz anderen Dialog mit den Kunden zu treten.

Strahlanlagenhersteller sind nicht mehr nur Produzenten, sondern haben sich zu Prozessberatern und Problemlösern weiterentwickelt. Die Lösung einer Herausforderung und deren Erklärung gegenüber dem Kunden rückt dabei in den Vordergrund, die Maschine selbst tritt als Nebenprodukt in den Hintergrund. Rump hat sich dabei für eine VR-Lösung entschieden, um den Kunden auch große und komplexe Systeme zeigen zu können. Die Anlagen haben teilweise Maße von 6 m Durchmesser und 12 m Höhe. Diese passen in keine Messehalle. Neben der Tour ins Maschineninnere lassen sich anhand des virtuellen Modells auch die Funktionsweise und der Aufbau der Strahlanlagen erklären.

Vor allem bei der Planung von Sonderanfertigungen erleichtert VR das Verständnis, da hier sehr viel technische Vorstellungskraft benötigt wird. Dabei lässt sich auch ein Werkzeug verwenden, mit dem die Dimensionen der Rump-Systeme deutlich realistischer dargestellt werden als etwa mit Simulationen. Außerdem können Kunden ihre Anlagen maßstabsgetreu für ihre Hallen planen und als VR-Simulation direkt darin laufen und Arbeitsschritte ausprobieren.

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