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Leichtbau Symposium mit Leuchtturm-Technologien

9. September: Zukunft wird greifbar
Symposium „Nachhaltiger Leichtbau“

Nichts weniger als eine Trendwende hin zum Klimaschutz in der industriellen Technik haben die Veranstalter des „Leichtbau Symposium 2021“ im Sinn, zu dem sie am 9. September einladen. Den Leichtbau sehen sie als „kleinsten gemeinsamen Nenner“. Die Veranstaltung weiht in Hightech-Optionen ein und ist offen auch für die Online-Teilnahme.

» Olaf Stauß, Redakteur im Konradin-Verlag

Was haben Nachhaltigkeit und Klimaschutz mit Rennsport zu tun? Für Rainer Kurek, Chef der veranstaltenden Automotive Management Consulting (AMC) GmbH, ist die Antwort einfach: Nirgends ist der Leichtbau so gefordert wie im Rennsport, wo jedes Gramm zählt, ähnlich wie im Flugzeugbau. Hier geht der Leichtbau an Grenzen und liefert Hightech: Lösungen, die Kurek auch anderen Branchen zugänglich machen und hochskalieren will.

So ist der „Kurek GT6“ aus eigener Automobilmanufaktur ein Exponat mit Straßenzulassung, das auf dem Symposium in Kasel bei Trier zu sehen sein wird, neben anderen. Er enthält prototypische Komponenten der ‚xFK in 3D‘-Wickeltechnologie, die Gewicht auf faszinierende Weise reduziert: Simulationsbasiert lässt sie 3D-gewickeltes Fasermaterial nur dort verlaufen, wo die errechneten Lastpfade im Raum verortet sind. Aktuelle Forschungen befassen sich damit, anstelle von Carbon auch natürliche und damit nachhaltige Endlosfasern dafür zu nutzen.

Die besten Fasertechnologien

Genau solche Zukunftstechnologien sollen auf dem Symposium im Dominikaner-Weingut bei Trier vorgestellt werden. Einer der Kernvorträge des Symposiums präsentiert die Ergebnisse der Markt- und Technologiestudie „Composites in 3D – wie sicher in die Zukunft?“, die die sechs vielversprechendsten Leichtbautechnologien unter die Lupe genommen hat. Dazu zählen die Pultrusion und der 3D-Druck mit Endlosfasern ebenso wie Raumwickel-, Pressform- und Direktablageverfahren. Erste Einblicke in die Technologie gab uns Kurek im Interview kurz nach Fertigstellung der Studie im Oktober 2020. Auf dem Symposium referieren die Autoren selbst darüber.

„Nachhaltiger Leichtbau – unsere Verantwortung nach Corona“ ist der Titel des Symposiums am 9. September nahe der Mosel. Das Motto spielt darauf an, dass die Pandemie sensibel gemacht hat für bedrohte Existenzen und begrenzte Ressourcen – und dafür, dass der Mensch auch technisch an die Grenzen gehen sollte, um gegenzusteuern. Leichtbau sei der „kleinste gemeinsame Nenner für mehr Nachhaltigkeit“. Auf Basis dieses Konsenses reizen die Referenten das Mögliche aus.

Leichtbau neu denken

Peter Pirklbauer etwa, Innovation Manager von Airbus, fordert einen Paradigmenwechsel und redet über einen „Step Change im Leichtbau“. Eine wichtige Rolle werden durchgängig digitalisierte und automatisierte Auslegungen spielen. Claude Maack vom Mitveranstalter Gradel Sarl spricht darüber, wie das erwähnte Raumwickelverfahren ‚xFK in 3D‘ mit Naturfasern realisiert werden kann. Im abendlichen Kamingespräch wird es später weiter darum gehen, Leichtbau „Software-basiert und bionisch inspiriert“ neu zu denken.

Das Symposium bietet bewusst an, den Leichtbau als Disziplin mit übergeordneter gesellschaftlicher Relevanz wahrzunehmen. So wird Ministerialrat Werner Loscheider vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) „Die strategische Bedeutung des Leichtbaus“ darlegen. Christian Tock vom luxemburgischen Wirtschaftsministerium stellt den Leichtbau als einen Hebel für den weiteren wirtschaftlichen Ausbau seines Landes vor.

Digitales Wickeln als Design-Tool

Der Nachmittag gehört dann wieder den Ingenieuren. Zum Leckerbissen dürfte zum Beispiel werden, wie Dr. Ulrich Hindenlang von Lasso die FEM-basierte Wickeltechnik als voll digitalisiertes Design-Tool präsentiert – mit Möglichkeiten, die auch Fachleute in Erstaunen versetzen. Prof. Markus Milwich, anerkannter Experte für nachhaltigen Faserleichtbau aus den DITF Denkendorf, schließt mit einem Impulsvortrag, bevor es zum besagten Kamingespräch geht.

Hightech via Online-Teilnahme

Seine Kernkompetenz sieht Veranstalter AMC in der Entwicklung, Vermarktung, Technologisierung und Industrialisierung von Leichtbau-Komponenten – bisher vorwiegend für die Automobilindustrie, aber nicht nur. Seit 2004 veranstaltet der Technologie-Consulter regelmäßig Leichtbau-Symposien. Da das stilvolle Dominikaner-Weingut nur wenigen Gästen Platz bietet, kann durchaus als Novum gewertet werden, dass sich die hochkarätige Veranstaltung online auch einem breiteren Fachpublikum öffnet – wohl ebenfalls eine Folge von Corona. Der moderate Preis lässt erkennen, dass der Plattform-Gedanke im Mittelpunkt steht.

Infos und Anmeldung:
www.automotive-management-consulting.de

Kontakt:
Automotive Management Consulting GmbH
Glaspalast
Im Thal 2
82377 Penzberg
Tel.: +49 8856 80548–50

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