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Teamviewer-Software reduziert Ausfallzeiten von Anlagen

Fernwartung
Teamviewer-Software reduziert Ausfallzeiten von Anlagen

Die Technologiegruppe Bühler nutzt die Software von Teamviewer zur Remote-Wartung und Inbetriebnahme ihrer Anlagen. Vor allem die Funktionsfähigkeit in abgelegenen ländlichen Regionen mit geringer Internetbandbreite überzeugte den Maschinenbauer. Geringe Ausfallzeiten von Anlagen und erhöhte Kundenzufriedenheit durch einen Echtzeit-Support gehen nun Hand in Hand mit Nachhaltigkeitsaspekten durch verminderte Reisetätigkeit.

» Konstantin Knopp, freier Journalist aus München

Aus den Produktionslinien des Schweizer Anlagenbauers Bühler Group stammen Lebensmittel für rund zwei Milliarden Menschen. Mit den Technologien werden aber auch Teile für Fahrzeuge, Brillen, Smartphones, Papier- und Druckerzeugnisse hergestellt. Da Bühler seine Anlagen in mehr als 140 Länder weltweit liefert, kann das Thema Versorgungssicherheit angesichts von Reisebeschränkungen oder instabiler geopolitischer Situationen zur Herausforderung werden.

Um Produktionslinien im Problemfall schnellstmöglich wieder verfügbar zu machen, setzt der Anlagenproduzent auf Remote-Support-Software, damit sich seine über 1.000 Technikerinnen und Techniker zeit- und ortsunabhängig aufschalten können. Dazu kommt die Software Teamviewer Tensor zum Einsatz.

Remote-Support mit Software von Teamviewer

Bühler hatte sich für diese Lösung entschieden, weil die vorher eingesetzte Software für Kunden mit geringen IT-Kenntnissen kaum zu bedienen war. Außerdem stellte die Verbindung in ländlichen Regionen eine Herausforderung dar. Jedoch werden viele Produktionsanlagen der weltweiten Kunden von Bühler auch abseits der Ballungszentren betrieben. Hier darf schlechte Infrastruktur den Fernzugriff nicht erschweren, was durch den Einsatz der Software des deutschen Anbieters gewährleistet ist.

Neben Support-Fällen können auch neue Anlagen von Bühler remote in Betrieb genommen werden. Etwa dann, wenn aus Sicherheitsgründen keine Reise an den Standort möglich ist. Ein Beispiel dafür ist eine Mehlmühle im Jemen mit einer Kapazität von 750 t pro Stunde. Seit Ausbruch des Bürgerkriegs im Jahr 2015 dürfen keine Mitarbeitenden von Bühler mehr ins Land einreisen. Gleichzeitig ist die Bevölkerung mehr denn je auf Grundnahrungsmittel angewiesen. Die Herausforderung bestand darin, die Maschinen und Technologien remote für die Inbetriebnahme zu konfigurieren: „Dazu haben wir ein Team aus Technologinnen und Programmierern zusammengestellt, die per Teamviewer ständig mit der Anlage verbunden waren“, berichtet Roland Isler, Senior System Administrator bei Bühler. „Sie haben die gesamte Software inklusive aller Anlageparameter direkt aus Uzwil in die Anlage eingespielt.“

Orte mit geringer Interbandbreite sind kein Hindernis mehr

Das gesamte Manufacturing Execution System (MES) und die Programmable Logic Controller (PLC) wurden so aus der Ferne installiert und in Betrieb genommen. „So konnten wir die Mühle in Betrieb setzen und unseren Kunden bei der dringend benötigten Lebensmittelproduktion unterstützen – trotz der schwierigen Bedingungen vor Ort“, sagt Isler. „Auch Over-the-air-Updates in Umgebungen mit geringer Bandbreite sind kein Problem mehr. Hier leistet Teamviewer hervorragende Dienste und überzeugt mit Schnelligkeit und Zuverlässigkeit“, so das Credo des Systemadministrators.

Auch beim Problem mit der komplizierten Bedienung für Kunden mit wenig IT-Wissen überzeugte die Lösung: „Der Kunde installiert lediglich das Teamviewer Quick-Support-Modul und muss sich nicht mit komplexer Software herumschlagen“, erklärt Isler. Nach einem telefonischen Austausch von ID und Passwort haben die Spezialistinnen und Spezialisten Zugriff auf das betroffene Technologieteil. Das Ergebnis: Durch den Fernsupport erhalten Kunden eine höhere Maschinenverfügbarkeit, und das Unternehmen konnte seine Reisekosten reduzieren.

Augmented Reality vermittelt Wissen

Nicht nur im Kundeneinsatz kommt die Software Teamviewer bei Bühler zum Einsatz. So nutzt der Anlagenbauer die Augmented-Reality-Lösung des Göppinger Softwareanbieters für die standortübergreifende Wissensvermittlung – auch direkt auf der Baustelle. Die schulenden Mitarbeitenden tragen Smartglasses oder haben ein Smartphone mit der Anwendung. Dabei wird das Kamerabild auf den Bildschirm übertragen. Beide Anwender können grafische Annotationen und Texte ins geteilte Bild setzen, die an ihrer Position, auch beim Bewegen der Kamera, haften bleiben.

So wird die sprachliche Kommunikation durch eine visuelle Komponente ergänzt, was auch beim Einsatz in lauten Umgebungen hilfreich ist. „Teamviewer ist für uns ein Synonym für schnellen, kostengünstigen Service per Internet, der unsere Kunden begeistert. Und ganz nebenbei schonen wir die Umwelt, weil die meisten Servicefälle ganz ohne Reisen gelöst werden“, fasst Isler zusammen.

Kontakt:
TeamViewer GmbH
Bahnhofsplatz 2
73033 Göppingen
www.teamviewer.com


Im Überblick

Die Augmented-Reality-Lösung von Teamviewer bietet sich für die standortübergreifende Wissensvermittlung an – auch in lauten Umgebungen.


Mehr zu Teamviewer

Als globales Technologieunternehmen und Anbieter einer Konnektivitätsplattform ermöglicht es die Software Teamviewer, aus der Ferne auf Geräte zuzugreifen, sie zu steuern, zu verwalten, zu überwachen und zu reparieren – von Laptops und Mobiltelefonen bis zu Industriemaschinen und Robotern. Ergänzend zur hohen Zahl an Privatnutzern, für die die Software kostenlos angeboten wird, hat der deutsche Anbieter mehr als 600.000 zahlende Kunden und unterstützt Unternehmen dabei, geschäftskritische Prozesse durch die nahtlose Vernetzung von Geräten zu digitalisieren. Seit der Firmengründung im Jahr 2005 wurde die Software global auf mehr als 2,5 Mrd. Geräten installiert. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Göppingen und beschäftigt weltweit über 1.500 Mitarbeiter. Im Jahr 2020 verzeichnete Teamviewer fakturierte Umsätze in Höhe von 460 Mio. Euro. Die Teamviewer AG ist als M-Dax-Unternehmen an der Frankfurter Börse notiert.

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