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Technik von Item schützt Shanghai Tower vor Stürmen und Erdbeben

Schwingungstilger
Technik von Item schützt Shanghai Tower vor Stürmen und Erdbeben

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Der Shanghai Tower ist das zweithöchste Gebäude der Welt. Für die nötige Stabilität des Turms sorgt ein sogenannter Schwingungstilger, der auf einer speziellen Rahmenkonstruktion des Herstellers Item basiert.

Mit seinen 632 m ist der Shanghai Tower im Bezirk Pudong in Shanghai der zweithöchste Wolkenkratzer der Welt. Das Gebäude hat 128 Etagen und eine Nutzfläche von 380 000 m². Der imposante Turm steht nahe der Küste und muss deswegen schweren Stürmen standhalten. Aber auch Erdbeben sollen den Tower nicht in gefährliche Schwingung versetzen. Um die Stabilität zu gewährleisten und Schwingungen gering zu halten, wurde zwischen dem 125. und dem 126. Stock eine 1 000 t schwere Schwungmasse eingesetzt. Unterhalb der Schwungmasse sind große Kupferplatten montiert. Durch gigantische Dauermagnete werden Wirbelströme in den Kupferplatten induziert, die den Schwingungen des Towers entgegenwirken. Eine spezielle Rahmenkonstruktion aus verwindungssteifen Schwerprofilen der Baureihe 8 des Herstellers Item fixiert die Kupferplatten und sorgt dafür, dass diese der Anziehungskraft der Magnete widerstehen. Ein nicht alltägliches Projekt für den Spezialisten im Bereich industrieller Systembaukästen.

Die verwendeten Profile haben einfallende Nutflanken. Beim Anziehen der Schraube zur Befestigung der Profile wird die Nutflanke gegen die Anlagefläche gezogen, wodurch eine Vorspannung der Verbindung entsteht. Daraus ergibt sich eine hohe Funktionssicherheit für die dynamisch belasteten Baugruppen. Die verwendeten Aluprofile sind so fest wie Stahl, allerdings kostengünstiger und leichter. Hinzu kommt, dass sich bei Aluminium dank seiner paramagnetischen Eigenschaft die Wirbelstromdämpfung nicht abschwächt – im Gegensatz zu Eisen- und Stahlträgern Die Konstruktion ist so ausgelegt, dass sie eine maximale Last von 3 500 kN tragen kann.

Die verwendeten Profile setzten sich in vielen Belastungstests gegenüber anderen, auch heimischen Wettbewerbsprodukten durch. Um die Effektivität des Schwingungstilgers zu gewährleisten, wurden Simulationen im Computer gefahren und Versuche an einem Modell durchgeführt. Mit einer ausgefeilten Software der Spezialisten aus Solingen ließ sich zudem berechnen, wie sehr sich die Profile bei einer gegebenen Belastung durchbiegen. Diesen Service hatten die anderen Anbieter nicht im Repertoire. „Die Qualität der Profile und die leichte Integrierbarkeit der zur Verfügung gestellten CAD-Modelle hat uns überzeugt“, versichert Qian Feng, Vice Chief Engineer bei SRIM Vibration Control Technology. „Wir setzen auf deutsche Qualität und haben mit Item einen zuverlässigen Partner an unserer Seite.“ (ub)



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