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Technologietag: Wie Leichtbau zum Game Changer wird

Technologietag Hybrider Leichtbau
Wie Leichtbau zum Game Changer wird

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Schneller am Markt sein, Prozesse optimieren oder mit besseren Produkten auftrumpfen: Wie dies gelingt, dazu geben Experten beim 6. Technologietag Hybrider Leichtbau ihr Know-how preis und regen zu Diskussionen an. Bilder: Leichtbau BW
Maschinelles Lernen, KI und digitale Entwicklungsketten sind große Themen auf dem Leichtbau-Tag am 20. und 21. Mai in Stuttgart. Warum? Weil Experten sie als essenzielle Tools ansehen, um schneller am Markt zu sein.

Nicht umsonst spricht Bundeswirtschaftsminister Altmaier in der kürzlich vorgestellten Industriestrategie 2030 von Leichtbau als „Game-ChangerTechnologie“. Die Macher des 6. Technologietag Hybrider Leichtbau betonen dies ausdrücklich: „Besonders die Digitalisierung befeuert das Thema Leichtbau ungemein“, sagt Dr. Wolfgang Seeliger, Geschäftsführer der Leichtbau BW GmbH. „Wichtig ist vor allem, jetzt auf den Zug aufzuspringen und die Möglichkeiten etwa von KI oder maschinellem Lernen für sich zu entdecken und gewinnbringend zu nutzen – sonst macht es ein anderer.“

Praxiserfahrungen aus dem Leichtbau

Orientierung will die Landesagentur Baden-Württembergs am 20. und 21. Mai bieten. Das Programm greift die Themen Digitalisierung, Maschinelles Lernen, KI und digitale Entwicklungsketten auf. Trendsetter und Experten zeigen, wie sich diese Technologien in der Praxis effektiv nutzen lassen, „um schneller am Markt zu sein, Prozesse zu optimieren oder mit besseren Produkten den Mitbewerbern einen Schritt voraus zu sein.“

Die Referenten berichten dabei direkt aus ihren Praxiserfahrungen: Etwa wie man mit Sensoren den Maschinen das „Fühlen“ beibringt, wie sich in einer digitalisierten Entwicklungskette der Weg zum digitalen Zwilling bestreiten lässt oder wie man große Datenmengen gewinnbringend und einfach für sich arbeiten lässt. Ein Beispiel liefert der Beitrag von Clemens Zimmerling vom KIT über maschinelles Lernen in der Produktentwicklung und seine Vorteile – s. Kasten.

„Wir wollen KMU die Scheu vor neuen Themen nehmen“

„Wir wollen so auch die Scheu vor neuen Technologien nehmen und gerade KMU zeigen, welch disruptives Potential diese haben“, sagt Seeliger. Diesem Thema widmen sich unter anderem die Impulsvorträge und das Expertengespräch am ersten Vormittag, bei dem Prof. Heinz Voggenreiter (DLR) und Bernd-Ulrich Hapke (Accelerated Innovation GmbH) diskutieren, welche Chancen sich KMU durch die Digitalisierung eröffnen. Thema des Podiums ist auch, wie „Next-Practice-Beispiele“ aussehen können. Der Nachmittag teilt sich dann in sechs Technik-Sessions auf, wovon jeweils drei parallel ablaufen – insgesamt 21 Beiträge. Im Fokus stehen digitale Werkzeuge für den hybriden Leichtbau, die modulare Produktion von hybriden Bauteilen sowie Konzept-Leichtbau und Additive Fertigung.

Am zweiten Tag haben Branchenforen je ein spezielles Thema im Blick: Im Forum zu Luft- und Raumfahrt geht es darum, wie aktuelle Entwicklungen der 3D-Mobilität einzuschätzen sind. Im Forum Maschinenbau erhalten Teilnehmer einen Einblick in digitale Prozessketten und die Anwendung von Metall-3D-Druck. Außerdem gibt es ein Forum mit dem Schwerpunkt Automotive.

Themeninseln zu Leichtbau ergänzen die Technik-Sessions

Zwischen den Vorträgen haben die Teilnehmer an beiden Tagen zusätzlich die Gelegenheit, Themeninseln zu Künstlicher Intelligenz, Augmented/Virtual Reality und zur Aus- und Weiterbildung im Leichtbau zu erkunden. Das Get-together am ersten Abend bietet Gelegenheit, um mit den Referenten ins Gespräch zu kommen und sich zu vernetzen.

Am zweiten Tag schließt die Veranstaltung mit einem fließenden Übergang zur Moulding Expo ab, deren Besuch im Teilnehmerbeitrag von 190 Euro (Studenten 130 Euro) enthalten ist. Dort erwartet die Technologietag-Teilnehmer eine spezielle Guided-Tour. (os)

www.leichtbau-technologietag.de


Im Leichtbau vom maschinellen Lernen profitieren: Der „virtuelle Prozessexperte“ hilft Konstrukteuren, die Herstellbarkeit von Bauteilen abzuschätzen.

Know-how-Transfer

Wie maschinelles Lernen dem Leichtbau hilft, erklärt Clemens Zimmerling vom KIT auf dem Technologietag. Dass es bei solchen Beiträgen am 20./21. Mai keineswegs um Worthülsen geht, lässt die März-Veröffentlichung in der Rubrik „ThinKing“ von Leichtbau BW erahnen. Hier in Auszügen:

Der am Institut für Fahrzeugsystemtechnik des KIT entwickelte „virtuelle Prozessexperte“ liefert eine schnelle Antwort, ob sich ein Bauteil mit einer gewählten Geometrie auch wirklich konstruieren lässt. Präzise Simulationen könnten die Antwort liefern – aber das dauert sehr lange und ist mit Aufwand verbunden. Anders beim KIT-Tool. Die Wissenschaftler kombinieren Prozesssimulationen mit KI und maschinellem Lernen. Der Algorithmus kann so Muster erkennen und abschätzen, ob die Herstellung des Teils klappt. Clemens Zimmerling: „Das ist quasi so, als würde man das Know-how und die Intuition vieler Ingenieure in ein Programm packen und auf Knopfdruck abrufen.“

Video-Clip: https://youtu.be/2ecH6FK6Nos

Industrieanzeiger
Titelbild Industrieanzeiger 19
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19.2021
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