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„Wir machen KI-Forschung anwendbar“

Kompetenzzentrum Arbeitswelt.Plus
„Wir machen KI-Forschung anwendbar“

Das Zusammenspiel von Mensch, Technik und Organisation verändert sich durch den digitalen Wandel. Mit dem rund 11 Mio. Euro geförderten BMBF-Kompetenzzentrum ‚KI in der Arbeitswelt des industriellen Mittelstandes in Ost-Westfalen-Lippe‘ werden diese Themen bis 2025 praxisnah erprobt. Entstehen soll ein bundesweiter Vorreiter für KI in der Arbeitswelt.

» Christina Makowski, Presse- und Marketingreferentin, it‘s OWL Clustermanagement GmbH, Paderborn

„Im Kompetenzzentrum Arbeitswelt.Plus führen wir Erkenntnisse der Arbeitsforschung im Kontext von KI-Anwendungen zusammen und entwickeln passgenaue Lösungen für mittelständische Unternehmen. Kurz: Wir machen KI-Forschung menschenzentriert anwendbar“, erläutert Klaus Jansen vom Technologie-Netzwerk It‘s OWL, einer der Projektkoordinierenden des Kompetenzzentrums, das Vorhaben.

„Unter dem Leitmotiv ‚Mensch.Industrie.Morgen‘ haben sich 18 Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus Ost-Westfalen-Lippe zusammengeschlossen, um gemeinsam mit der IG Metall zu forschen“, so Jansen. KI-bezogene Forschungsergebnisse werden in Anwendungen bei größeren Mittelständlern (Leuchtturmprojekte) sowie kleinen und mittleren Unternehmen (Transferprojekte) erprobt. Dabei geht es beispielsweise um Kompetenzmanagement, KI-Anwendungsszenarien, Technologieakzeptanz und Mitarbeiterbeteiligung. Darüber hinaus werden auf der Grundlage der Forschungsarbeiten und der industriellen Leuchtturmprojekte Leistungsangebote für den Mittelstand entwickelt, standardisiert, pilotiert und evaluiert.

Kompetenzzentrum erprobt KI-bezogene Forschungsergebnisse in Anwendungen bei kleinen und mittleren Unternehmen

Die Projektpartner greifen auf Ergebnisse erfolgreicher Innovationsprojekte zum Thema ‚Arbeitswelt der Zukunft‘ des Spitzenclusters It‘s OWL – Intelligente Technische Systeme Ost-Westfalen-Lippe zurück. „Durch die Anbindung an das Technologie-Netzwerk It‘s OWL, das über umfangreiche Erfahrungen, Instrumente und Akteure sowie ein optimales Umfeld für den Transfer in den Mittelstand verfügt, werden die Forschungsergebnisse in eine breite Anwendung in den Mittelstand gebracht“, erklärt Jansen. Damit werde ein zentraler Beitrag geleistet, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen insgesamt zu stärken.

Gebündelte Kompetenz aus Wirtschaft und Wissenschaft

Die Hochschulen und Forschungsinstitute bringen ihre Expertise in der Arbeitsforschung und der KI-Forschung ein. Die beteiligten Unternehmen aus den Bereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Lebensmittel und produzierende Industrie (wie etwa Dr. Oetker, Kannegiesser, Lenze, Miele, Wago, Weidmüller) sind mit den angestrebten Lösungen Vorreiter und Treiber für die menschengerechte Integration von künstlicher Intelligenz in die Arbeitswelt der Zukunft.

Im Kompetenzzentrum Arbeitswelt.Plus arbeiten somit Wissenschaft und Wirtschaft Hand in Hand für eine erfolgreiche und gemeinsam gestaltete Einführung von künstlicher Intelligenz in der Arbeitswelt.

Arbeitswelt.Plus wird im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprogramms ‚Zukunft der Arbeit‘ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bis 2025 mit rund 11 Mio. Euro gefördert. Die Fördermaßnahme ist Teil der neuen Hightech-Strategie ‚Innovationen für Deutschland‘ der Bundesregierung.

Mehr zum Thema KI im Technologie-Netzwerk It’s OWL:

KI für den Mittelstand

Leuchtturmprojekt: KI-basierte Schmutzwäschesortierung

In acht Leuchtturmprojekten entwickeln die Projektpartner konkrete Lösungen für künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt. Ein Beispiel ist die Firma Kannegiesser aus dem ostwestfälischen Vlotho. Das Unternehmen stellt Großwäschereianlagen her und entwickelt unter anderem zusammen mit der Universität Bielefeld in dem Projekt eine automatische Wäscheklassifikation, um den Kontakt von Mitarbeitenden mit der Schmutzwäsche zu minimieren. Denn: In Wäschereien kommen die Beschäftigten oft unmittelbar in Berührung mit verdreckter und kontaminierter Wäsche. Da dies für die Arbeitnehmenden eine Belastung darstellt und ein gesundheitliches Risiko in sich birgt, finden Unternehmen kaum neues Personal. Durch eine automatische, KI-basierte Klassifikation der verschmutzten Wäsche, und damit einer Vorsortierung, wird der Kontakt der Mitarbeitenden mit der Wäsche minimiert, sodass die Wäsche ohne direkten menschlichen Kontakt möglichst sortenrein behandelt werden kann. Der erhoffte Mehrwert ist eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und damit einhergehend eine erleichterte Gewinnung neuer Arbeitskräfte.

Kooperation von KI und Mensch in der integrierten Businessplanung

In den Anwendungsprojekten des Kompetenzzentrums werden nicht nur KI-Lösungen in der industriellen Fertigung und Verarbeitung untersucht. Auch auf Managementebene, wie im Bereich der Personal- und Absatzplanung, liegt großes Anwendungspotenzial von KI. Das Unternehmen Dr. Oetker stellt sich zusammen mit den Projektpartnern TH OWL, Fraunhofer IEM, NTT Data und der IG Metall der Frage: Wie kann künstliche Intelligenz bei der Businessplanung einen Mehrwert stiften? Eine marktgetriebene Absatzplanung sowie die integrierte Businessplanung gestalten sich für die Mitarbeitenden durch zunehmend komplexere und schnelllebigere Faktoren als immer herausfordernder. KI kann potenziell helfen, in kurzer Zeit große Datenmengen empfehlungsbezogen auszuwerten. Allerdings ist der Erfolg und der tatsächliche Einsatz von KI abhängig von der Akzeptanz der Mitarbeiter. Nur wenn KI-basierte Entscheidungen nachvollziehbar und transparent sind, werden sie akzeptiert und erfolgreich genutzt. Ziel des Teilprojekts ist es, nachvollziehbare, kooperative KI-Methoden zur Unterstützung der menschlichen Arbeitskraft bei der Absatzplanung bei Dr. Oetker zu konzipieren und in einem Demonstrator umzusetzen. Menschliche und maschinelle Intelligenz sollen so gewinnbringend kombiniert werden.

Kontakt:
it‘s OWL Clustermanagement GmbH
Zukunftsmeile 2
33102 Paderborn
www.its-owl.de

Führung ist essentiell im digitalen Wandel


Mehr zum Kompetenzzentrum

Unter www.arbeitswelt.plus können sich Interessierte vertiefend informieren. Unternehmen zeigen, wie sie neue Technologien einsetzen, Hochschulen und Forschungsinstitute stellen ihre Forschungsvorhaben vor. Zudem informiert die Seite über Angebote und Veranstaltungen, die sich an Unternehmen, Beschäftigte und Forschende bundesweit richten.

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