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Kraft-Wärme-Kopplung gehört die Zukunft

Wachsende Nachfrage nach Mini- und Mikro-BHKW
Kraft-Wärme-Kopplung gehört die Zukunft

Prognosen sehen in der dezentralen Kraft-Wärme-Kopplung ein in Deutschland stark wachsendes Marktsegment. Hier ein Blick in die Produktion von ecoPower-Geräten bei Vaillant im Werk Gelsenkirchen Bild: Vaillant
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Bei der VNG – Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft sieht man Erdgas als einen wichtigen Grundpfeiler der Energieversorgung. Dies gelte sowohl für den Strommarkt als auch für den Wärmemarkt. Eine bedeutende Rolle spiele in Zukunft die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) mit kleinen Blockheizkraftwerken (BHKW). Für den Einsatz von Mini- und Mikro-BHKW in Gewerbe- und Wohnimmobilen erwartet auch Vaillant eine wachsende Nachfrage.

„Erdgas ist ein wichtiger Grundpfeiler der künftigen Energieversorgung und wird den Strom- und Wärmemarkt in Deutschland entscheidend mitbestimmen“ unterstreicht Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht, Vorstand der VNG – Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft. „Vor allem in der Stromerzeugung wird Erdgas eine zunehmende Bedeutung bekommen und seine Rolle weiter ausbauen.“ So werde Erdgas künftig verstärkt in modernen Gas- und Dampfturbinenkraftwerken eingesetzt, um die Lastspitzen im Stromnetz abzudecken und die schwankende Stromeinspeisung aus regenerativen Wind- und Solarstromanlagen auszugleichen. „Auch im Wärmemarkt sehe ich für Erdgas Potential“, erklärt Barbknecht. „Hier sprechen Umweltaspekte, Komfort, Kosten und flexible Anwendungsmöglichkeiten für Erdgas“.

„Die dezentrale Erzeugung von Wärme und Strom ist die bei Weitem effizienteste Technologie der Hausenergieversorgung“, bemerkt auch Dr. Carsten Voigtländer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Vaillant Group. „Selbst im Vergleich zu den effizientesten heute installierten Großkraftwerken zur Stromerzeugung und der gleichzeitigen Wärmeproduktion durch moderne Brennwerttechnik schneiden Mikro- und Mini-KWK-Anlagen deutlich besser ab.“ Mit der Stromproduktion direkt am Ort des Verbrauchs biete die dezentrale KWK gerade im Hinblick auf die Energiewende in Deutschland enorme Potentiale, unterstreicht Voigtländer: „Zum einen werden Netzverluste vollständig vermieden. Zum anderen benötigen wir keine zusätzlichen Netzkapazitäten, die z.B. offshore in der Nordsee gewonnenen Windstrom nach Süddeutschland transportieren.“ Der Zusammenschluss vieler dezentraler KWK-Anlagen könne zudem Engpässe bei der Stromversorgung überbrücken, wenn sie als virtuelle Kraftwerke zentral gesteuert werden.
Auch die zunehmende Konvergenz von Strom- und Gasnetzen spreche für eine verstärkte Rolle dezentraler KWK. „So könnte in Zukunft überschüssiger Windstrom mit einem Elektrolyseverfahren in Gas umgewandelt und als solches im vorhandenen Gasnetz zunächst zwischengespeichert werden. Bei Bedarf kann dieses aus Windstrom gewonnene Gas als Brennstoff für KWK-Anlagen eingesetzt werden.
Für Deutschland erwartet man bei Vaillant denn auch eine generell wachsende Nachfrage nach KWK-Anlagen im Leistungsbereich von 1 kWel bis 20 kWel. Aktuell seien um die 30 000 solcher Anlagen in Gewerbebetrieben oder Ein- und Mehrfamilienhäusern installiert. Lag das Marktvolumen in 2011 noch bei etwa 8000 Stück, so soll der jährliche Absatz bis zum Jahr 2020 – konservativ geschätzt – auf dann 28 000 Anlagen steigen. Das junge Marktsegment im kleinen Leistungsbereich der Mikro-KWK mit 1 kWel soll auf das Zwölffache wachsen, d.h. von etwa 1000 auf rund 12 000 Anlagen. „Voraussetzungen für ein solches Wachstumsszenario sind allerdings stabile Rahmenbedingungen, nicht zuletzt durch die Politik“, stellt Voigtländer klar. „Um den angestrebten Stromanteil von 25 % aus KWK bis zum Jahr 2020 erreichen zu können, sind Impulse aus der Politik unumgänglich.
Robert Donnerbauer Fachjournalist in Frankenberg (Eder)
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