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Gießkanne aus recyceltem PET

Fokus auf Nachhaltigkeit
Demo: Gießkanne aus Rezyklat

Produkte aus recyceltem PET unterliegen gegenüber Neugranulat so gut wie keinen Einschränkungen in ihrer Funktion – und können auch noch gut aussehen. Dafür wollen die Spritzgießexperten von Deckerform mit der Leonhard-Kurz-Stiftung den Beweis antreten. Auf der Fakuma entsteht durch Spritzschäumen eine ansprechende Gießkanne aus Rezyklat, die die Besucher veredeln können.

Deckerform präsentiert sich auf der Messe als Systempartner für Werkzeugbau und schlüsselfertige Spritzgießlösungen (Halle A6, Stand 6320/ 6413). Zugleich vertreibt das Unternehmen die vollelektrischen Spritzgießmaschinen der Si-6s-Serie des japanischen Premium-Herstellers Toyo exklusiv im deutschsprachigen Raum.

Die mit dem Partner Leonhard Kurz, Spezialanbieter für Dünnschichttechnologie, gestaltete Gießkanne ist zu 100 % aus Rezyklat, teilen die Kunststoffexperten im Vorfeld mit. Das Demo-Stück entsteht in Friedrichshafen auf einer vollelektrischen Toyo Si-230–6s mit einem Sepro-Roboter Success 5X-25. Die Besucher können sie bei Deckerform oder auch Kurz (Halle A4, Stand 4122) mitnehmen und als „ihre“ Kanne auf einer Heißprägemaschine der Kurz-Tochter Baier Maschinenfabrik mit einer Transfer-Dekoration veredeln.

Spritzgeschäumt mit edler Oberfläche

Die mit Tauchkantenwerkzeug gefertigte Kanne weist Erodierstrukturen auf, aber auch polierte Partien. All das gibt die Oberfläche des geschäumten PET-Werkstücks detailliert wieder. Da der Heißkanal mit Nadelverschluss ein prozesssicheres Spritzschäumen ermöglicht, ist die Gießkannen-Form – eine Stammform mit Wechseleinsätzen etwa für eine Transportkiste – auch für konventionellen Spritzguss und fürs Spritzprägen geeignet. Aktiv können Besucher auf dem Messestand das Verhalten geschäumter und kompakt gespritzter Bauteile erforschen.

Der recycelte Werkstoff für die Kanne besteht aus PET-Transferträgerfolienresten aus der graphischen Industrie. Sie fallen dort beim Aufbringen hauchdünner Dekorations- und Funktionsschichten auf Produkte an. Diese Folien, die sonst entsorgt werden müssten, nimmt Kurz aktiv zurück und verarbeitet sie zu einem neuen Kunststoffgranulat, das unter der Marke „Recopound“ vertrieben wird.

Das Beispiel der Gießkanne soll zeigen, dass Recopound in der Verarbeitung hinter Neugranulaten nicht zurücksteht. Deckerform hebt insbesondere das geringe Verzugverhalten und die hohe mechanische Belastbarkeit hervor, die das Rezyklat von Kurz zur Werkstoffalternative machen. Und mit dem Spritzschäumen biete das Konzept einen nachhaltigen Ansatz zur Materialeinsparung.

Recycling kann auch schön sein

Die Oberfläche der Gießkanne ist bewusst nicht in Klavierlackoptik gehalten, sondern gibt die vom Spritzschäumen und vom Recyclingmaterial vorgegebene Struktur wieder. Deren Schlieren zeichnen ein ästhetisches Bild. Zusätzlich lässt es sich noch mit Transfer-Dekos von Kurz optisch aufwerten. (os)

Kontakt:
Deckerform Technologies GmbH
Hanns-Martin-Schleyer-Str. 8
86551 Aichach
Tel.: +49 8251 8985–0
www.deckerform.de



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