Hannover Messe 2018: Digital Enterprise

Durchgängige Digitalisierung mit Mindsphere

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Siemens rückt in Hannover sein branchenspezifisches Portfolio an Digitalisierungslösungen in den Mittelpunkt: von neuen Apps für sein IoT-Betriebssystem Mindsphere über Energielösungen bis hin zu einer Auswertungsplattform für Antriebsdaten.

Wie in den Jahren zuvor konzentriert sich Siemens (Halle 9, Stand D35) bei seinem Auftritt auf der Hannover Messe 2018 auf das durchgängig digitale Unternehmen – das Digital Enterprise. Auf einer Fläche von 3500 m² zeigt der Konzern anhand von branchenspezifischen Beispielen – etwa aus den Bereichen Aerospace, Automotive, Food & Beverage, Electronics und Maschinenbau sowie Chemie, Fiber sowie Öl und Gas –, wie Anwender und Verbraucher mit der Implementierung von Digital-Enterprise-Lösungen ihr Potenzial von Industrie 4.0 nutzen können. Das Unternehmen bietet hierfür Lösungen wie den digitalen Zwilling über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg, sein offenes cloudbasiertes IoT-Betriebssystem Mindsphere und ein breites Automatisierungsportfolio.

In der 700 m² großen Mindsphere-Lounge präsentiert der Hersteller die aktuelle Version 3.0 seines gleichnamigen Betriebssystems. Diese ist nun auch auf Amazon Web Services verfügbar. Zudem werden dem Nutzer damit laut Unternehmensangaben eine leistungsfähigere Entwicklungsumgebung mit offener Programmier-Schnittstelle (API), zusätzliche Analysefunktionen und eine erweiterte Konnektivität geboten. Ergänzend gibt es in der Lounge konkrete Anwendungsfälle und Referenzen vom Anbieter und Partnern wie OEMs zu sehen. Auch die globale Nutzerorganisation Mindsphere World mit aktuell 18 Mitgliedern präsentiert sich in dem Bereich. Ziel des Vereins ist es, das Ökosystem rund um Mindsphere weltweit auszubauen.

Mindsphere bildet digitale Prozesskette in integrierter Softwareumgebung ab

„Mit der Digital Enterprise Suite unterstützen wir sowohl Produkthersteller als auch Maschinenbauer aus der diskreten Industrie bei der digitalen Transformation“, erklärte Dr. Jan Mrosik, CEO der Division Digital Factory, im Vorfeld der Hannover Messe. Ein Anwendungsschwerpunkt liegt in diesem Jahr auf der additiven Fertigung. Der Anbieter gibt an, dass er die gesamte digitale Prozesskette in einer integrierten Softwareumgebung abbilden kann. Die Tools für Entwicklung, Simulation, Produktionsvorbereitung und 3D-Druck sind in einem durchgängigen System zusammengefasst und über eine einheitliche Benutzeroberfläche bedienbar. Eine Datenkonvertierung mit möglichem Verlust an Informationsgehalt entfalle damit. Anwender hätten so die Möglichkeit für einen schnellen Übergang von der Prototypen- und Kleinserienproduktion mit Einzelmaschinen hin zur Serienproduktion.

Neue Apps für Automatisierung mit Simatic-Steuerungen

Zudem zeigt Siemens eine Reihe neuer Apps rund um die Automatisierung mit seinen Simatic-Steuerungen. Die Simatic-Mind-Apps Machine Monitor, Notifier und Performance Monitor sind speziell für das IoT-Betriebssystem entwickelt. Diese lesen relevante Daten von Produktionsmaschinen oder Anlagen zur Analyse aus, verarbeiten diese zu aussagefähigen Informationen, stellen sie in Dashboards dar oder nutzen sie zur intelligenten Alarmierung und Meldungsdarstellung. Damit die Daten sicher sind, schützt das „Defense in Depth“-Konzept gemäß der Norm IEC 62443 vor aktuellen und künftigen Cyber-Bedrohungen. Neben Apps spielt auch das Thema Time-Sensitive Networking (TSN), also eine Ethernet-Kommunikation zwischen Automatisierungsgeräten in Echtzeit, eine Rolle auf dem Messestand. Anhand eines Robotik-Messemodells zeigt Siemens, wie OPC UA Publisher/Subscriber, basierend auf TSN, auf der Steuerungsebene zum Einsatz kommt.

Siemens stellt digitale Auswertungsplattform für Antriebsdaten vor

Auch für die Antriebstechnik hat der Konzern Neuheiten im Messegepäck dabei: Mit Sirius 3RW5 bringt der Hersteller eine Sanftstarter-Generation für einfache bis anspruchsvolle Antriebsanforderungen auf den Markt. Mit dem lückenlosen Gerätespektrum für den schonenden Anlauf von Drehstromasynchronmotoren von 5,5 bis 1200 kW lassen sich wirtschaftlich effiziente sowie zukunftssichere Maschinenkonzepte realisieren, heißt es. Die Sanftstarter seien aufgrund applikationsspezifischer Funktionalitäten in vielfältigen Anwendungen einsetzbar. Dazu verfügen sie über besondere Funktionen wie Anlaufzeitüberwachung, Autoparametrierung je nach Motoranlauf, Pumpenauslauf, um Druckspitzen in Rohrleitungssystemen zu vermeiden sowie Condition Monitoring mit Alarmgrenzwerten. Zum effizienten Schalten und energiesparenden Einsatz sind die Sanftstarter mit Hybridschalttechnik ausgestattet, die verschleißarmes Schalten ermöglicht sowie mechanischen Schutz des Antriebsstrangs bietet.

Außerdem zeigt das Unternehmen seine neue digitale Plattform Sidrive IQ. Damit können Anlagen- und Maschinenbetreiber Antriebsdaten mit dem IoT-System Mindsphere auswerten. Das erleichtere das Flottenmanagement und optimiere die Service-Aktivitäten, da sich so etwa Fehlerquellen frühzeitig identifizieren und beheben lassen.

Mind-Apps auch für Energieversogung erweitert

Für die Energieversorgung stellt der Technologiekonzern ganzheitliche Lösungen für Industriefirmen und Infrastrukturprojekte aus. Intelligentes Energiemanagement mit Mind-Apps in konkreten Anwendungen ist dabei ein Fokus. Am Beispiel des spanischen Automobilzulieferers Gestamp wird demonstriert, wie die verbesserte Transparenz zu Energieeinsparungen in Höhe von 15 % sowie zu niedrigeren CO2-Emissionen führte.

Zusätzlich zum Hauptstand in Halle 9 stellt das Unternehmen in Halle 6 sein Angebot an PLM-Software in Kooperation mit seinen Partnern vor. (nu)

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