Jury hat die Nominierten festgelegt

Robotics Award

Jury hat die Nominierten festgelegt

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Mit vereintem Fachwissen nahm die Jury die Top Ten unter die Lupe und klopfte Platz 1 bis 3 fest. Bild: Autor
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Am 12. März traf sich wie jedes Jahr die Jury des Robotics Award. Einmal mehr mussten drei der eingereichten Robotik-Lösungen für die Preisvergabe am 2. April auf der Hannover Messe nominiert werden. Keine leichte Aufgabe.

Uwe Böttger

Auch in diesem Jahr gab es wieder jede Menge Bewerbungen für den Robotics Award. Wie immer war die Qualität der eingereichten Robotik-Lösungen hoch. Um den Aufwand für die Jury im Rahmen zu halten, werden alle Bewerbungen im Vorfeld durch ein wissenschaftliches Team begutachtet und auf die Top Ten reduziert. Die drei nominierten Lösungen für die Preisverleihung am 2. April (siehe Kasten) bestimmt die Jury aus den besten Zehn.

Hinter verschlossenen Türen diskutierten die Experten in der Technology Academy bis zum Einbruch der Dunkelheit. In der Satzung des Robotics Award sind die Beurteilungskriterien verankert. Hierzu zählen der technische Innovationsgrad der Lösung und der Nutzen für Industrie, Umwelt und Gesellschaft.

Nach einer engagierten Debatte standen die Plätze eins bis drei schließlich fest. Es folgen die drei nominierten Einreichungen – wohlgemerkt in alphabetischer Reihenfolge:

FORWARDttc

Mit einer visionären Entwicklung landete das junge Unternehmen aus Hannover auf dem Treppchen. Eingereicht wurde ein Ladeassistent für Elektroautos, der im privaten und gewerblichen Umfeld gleichermaßen eingesetzt werden soll. Mit der Lösung lässt sich der Ladevorgang voll automatisieren und wird durch eine Fernbedienung oder App gestartet. Zum Prozess gehören das Öffnen der Ladeklappe, das Lokalisieren der Ladebuchse und das Anfahren und Verbinden des Steckers mit der Ladebuchse mit Hilfe von Bildverarbeitung. Zu den möglichen Einsatzorten der neuen Technik gehören Garagen, Parkplätze, Parkhäuser, Flotten und Carsharing-Betriebe.

Mascor Institute

Mit einer außergewöhnlichen Robotiklösung beeindruckte das Institut von der FH Aachen die Jury. Das Modell Etarob ist ein autonomer Feldroboter, der zur wirtschaftlichen Unkrautregulierung in verschiedenen Gemüsekulturen eingesetzt wird. Zu der Innovation gehört eine intelligente Software zur Pflanzendetektion. Das Unkraut wird durch Stromimpulse für rund drei Wochen sterilisiert. Im Gegensatz zur einfachen GPS-Navigation interagiert der Roboter mit der Umgebung und findet selbstständig seinen Weg durch den Gemüsegarten.

OnRobot A/S

Die Roboterspezialisten aus dem dänischen Odense haben es mit einer außergewöhnlichen Greifertechnik auf das Podest geschafft. Der sogenannte Gecko Gripper ist eine neuartige Greiftechnologie für Leichtbauroboter. Der Name der Lösung ist bewusst gewählt, denn es kommt die gleiche Hafttechnik wie bei Geckofüßen zum Einsatz: Millionen mikroskopisch kleiner Härchen erzeugen bei Kontakt mit einer Objektoberfläche die sogenannten Van-der-Waals-Kräfte. Dabei entsteht eine Adhäsions- und Scherhaftung, die Objekte ohne weiteren Kraft- und Energieaufwand halten können. Durch leichtes Kippen der Halteflächen wird der Griff wieder gelöst.


Auf einen Blick

  • Der Robotics Award wird bereits zum neunten Mal verliehen durch den Industrieanzeiger und die Deutsche Messe AG. Der Preis honoriert technische Innovationen, die einen Beitrag zu robotergestützten Lösungen im Bereich der industriellen Automatisierung leisten.
  • Die Preisverleihung findet statt am zweiten Tag der Hannover Messe, sprich am 2. April 2019 ab 15:30 Uhr. Ort der Veranstaltung ist das Forum Industrial Automation in Halle 14, Stand L19.

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