Kongress

Robotics Kongress beleuchtet die Mensch-Roboter-Kollaboration

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Am 6. Februar 2019 treffen sich die Robotik-Profis in Hannover. Kernthema der Veranstaltung ist die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine. Robotik-Legende Prof. Torsten Kröger beleuchtet als Keynote-Speaker den Stand der Technik und zeigt die Trends auf.

Uwe Böttger

Er gehört zu den erfolgreichsten Robotik-Forschern in Deutschland. Prof. Torsten Kröger leitet seit 2017 das Institut für Anthropomatik und Robotik (IAR) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Zu seinen Forschungsinteressen gehören autonome Systeme mit datengetriebenen Ansätzen wie zum Beispiel das maschinelle Lernen. Hinzu kommen die deterministische Bewegungsplanung und Regelung von dynamischen Systemen in Echtzeit. Prof. Kröger war unser Wunschkandidat für den einführenden Vortrag auf dem kommenden Robotics Kongress. Ort der achten Auflage der Veranstaltung ist die Robotation Academy auf dem Hannover Messegelände.

Mit dem Thema MRK trifft der Kongress den Nerv der Automatisierung, denn derzeit erobert eine neue Generation von Robotern die Industrie. Die Modelle schwingen nicht mehr die Schweißzangen hinter hohen Schutzzäunen, sondern sind für die Zusammenarbeit mit dem Menschen konzipiert und konstruiert. Die Maschinen sind deswegen ungleich sicherer als die industrielle Variante. Zudem sind sie leicht gebaut, können fühlen und sind nachgiebig gegenüber ihrer Umgebung. So befindet sich der Werker immer auf der sicheren Seite und ist zu jedem Zeitpunkt vor Verletzungen geschützt. MRK ist der Trend in der Robotik schlechthin und deswegen auch das Kernthema des kommenden Robotics Kongress.

Wenn es um die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter geht, kommt man an Prof. Kröger nicht vorbei. Im Bereich der Industrie- und Servicerobotik erforscht er roboterbasierte Produktions- und Assistenzsysteme und untersucht dabei insbesondere den Einsatz von Robotern in autonomen und kollaborativen Anwendungsszenarien. Typische Anwendungsszenarien im industriellen Kontext sind kollisionsfreie Bahnplanung, Kalibrierung und neue Programmier- und Interaktionsverfahren. Typische Anwendungen im häuslichen Umfeld sind Assistenzsysteme, die Menschen im Lebensalltag unterstützen wie Exoskelette oder roboterbasierte Geh- und Aufstehhilfen. In seinem Vortrag wird Kröger die Entwicklung der Mensch-Roboter-Kollaboration aufzeigen und Trends für die kommenden Jahre präsentieren.

Am 6. Februar liefern weitere hochkarätige Referenten Antworten auf die Fragen, die uns allen auf den Nägeln brennen: Wie sicher ist die neue Robotergeneration wirklich? Reicht es aus, wenn ein Roboter bei Kontakt mit dem Menschen stoppt? Oder ist es dann bereits zu spät, je nach Anwendung? Kann ein produktiver Roboter auch sicher sein? Oder schließen sich Produktivität und Sicherheit am Ende aus?

Zu den Vortragenden gehören traditionell auch die Gewinner des letzten Robotics Award. Der Preis für angewandte Robotiklösungen ist untrennbar mit dem Kongress verbunden und wurde am zweiten Tag der letzten Hannover Messe vergeben.

Platz 1: Heinz Berger Maschinenfabrik

Auf dem ersten Platz landete in diesem Jahr die Heinz Berger Maschinenfabrik GmbH & Co. KG aus Wuppertal. Die Spezialisten aus dem Bergischen Land haben eine Anlage entwickelt, konstruiert und gebaut, die aus 33 vernetzten Robotern besteht und beim Küchengerätehersteller WMF in Geislingen Kochgeschirr schleift und auf Hochglanz poliert. Der Maschinenpark hat mit 35 m x 20 m etwa die Abmessungen eines Handballfeldes und ist das größte Projekt, das die Wuppertaler je abgewickelt haben. Die Anlage besteht aus drei Strängen mit je elf Robotern, die sequentiell zusammenarbeiten. Alle Roboter sind miteinander vernetzt und bearbeiten Töpfe und Pfannen voll automatisch. Wenn sich das Werkstück ändert, baut sich die Anlage innerhalb von 150 s vollautomatisch um, ohne dass ein Werker in der Halle einen Knopf drückt.

Platz 2: Fraunhofer IFAM

Die Forscher vom Fraunhofer IFAM in Stade haben sich mit einer mobilen Roboterlösung für die Bearbeitung von Großbauteilen beworben und sind damit auf Platz 2 gelandet. Große Werkstücke, wie sie in der Luftfahrt oder bei Windkraftanlagen vorkommen, werden üblicherweise mit Portalfräsmaschinen mit immensen Abmessungen bearbeitet. Mit einer flexiblen Alternative konnten die Forscher die Jury nachhaltig beeindrucken. Die Idee ist einfach: Man nehme eine mobile Plattform und stelle einen Roboter darauf, der mit einem Fräswerkzeug ausgestattet ist. Mit dieser frei beweglichen Maschine fährt der Nutzer das Bauteil an, das zu bearbeiten ist.

Platz 3: Drag&bot

Und schließlich hat es das Stuttgarter Unternehmen Drag&bot in den Kreis der Nominierten geschafft und bekam am Ende auf der Hannover Messe die Bronzemedaille umgehängt. Die Schwaben haben sich mit einem Softwarepaket durchgesetzt, das die Programmierung von Robotern mit Apps und ganz ohne Spezialwissen möglich macht. Das Motto lautet: Ziehen, ablegen, roboten. Mit ihrer Software wollen die Schwaben einen wirtschaftlichen Einsatz von Industrierobotern auch bei kleinen und mittleren Stückzahlen ermöglichen. Angesprochen werden Unternehmen, die sich ihre Automatisierungslösung selbst erarbeiten wollen, ohne dabei tief in die Materie eintauchen zu müssen. Im Vordergrund steht immer die Lösung, nicht die Technik.

Der Robotics Kongress ist inzwischen eine etablierte Veranstaltung in der Branche. Die Karten sind begrenzt und erfahrungsgemäß schnell vergriffen. Deswegen am besten gleich online anmelden unter www.industrieanzeiger.de unter dem Reiter Veranstaltungen. Hier sind alle Daten gebündelt inklusive einer vorläufigen Agenda.

Doch was wäre der Robotics Kongress ohne seine Sponsoren? Die Antwort ist denkbar einfach: Es würde ihn nicht geben. Auch in diesem Jahr wird die Veranstaltung wieder von zahlreichen Firmen aus dem Robotik-Umfeld unterstützt. Auf den folgenden Seiten finden Sie die Advertorials, mit denen die Sponsoren sich und ihre Themen vorstellen.


Bild: Industrieanzeiger
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Robotics Award 2019

Wettbewerb | Der Preis für angewandte Robotiklösungen geht in die neunte Runde. Einmal mehr suchen wir, die Deutsche Messe AG zusammen mit dem Industrieanzeiger und der Robotation Academy, spannende Robotiklösungen, die einen Beitrag im Bereich der industriellen Automatisierung leisten. Eingereicht werden können Produkte, Projekte und technische Innovationen, aber auch mobile Roboter und autonome Systeme. Zur Teilnahme zugelassen sind Unternehmen aus dem In- und Ausland. Es spielt keine Rolle, ob Sie Aussteller auf der Hannover Messe sind oder nicht. Nach einer Vorauswahl durch ein wissenschaftliches Expertenteam werden die Preisträger von einer unabhängigen Jury ermittelt.

Machen Sie mit, es lohnt sich. Die Lösungen, die es unter die Top Ten schaffen, werden mit einer umfangreichen Berichterstattung im Industrieanzeiger berücksichtigt. Außerdem werden die ersten drei Plätze prämiert und sind dotiert mit diversen Kommunikationsleistungen. Dem Sieger winkt eine mehrseitige Reportage, welche die eingereichte Lösung in einem praktischen Umfeld vorstellt. Die Verleihung der Preise für die Plätze 1 bis 3 erfolgt im Rahmen einer Pressekonferenz auf der Hannover Messe 2019. Weitere Informationen finden Sie unter www.industrieanzeiger.de unter dem Reiter Veranstaltung.



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